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La Trinité (Paris)

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La Trinité

Die Pfarrkirche La Trinité (deutsch: Dreifaltigkeitskirche) liegt im 9. Arrondissement von Paris an der Place d'Estienne d'Orves, am Anfang der Rue Blanche, in der Verlängerung der rue Saint-Lazare und der rue de la Chaussée d'Antin. (Letztere wurde so angelegt, dass man einen Blick von der Kirche bis zur Opéra Garnier hat). Die anliegende Station der Métrolinie 12 wurde nach der Kirche benannt.

Geschichte

Vor dem Bau der Kirche stand an ihrem Platz ein berühmtes Kabarett namens La Grande Pinte. Nach dessen Schließung wurde 1861 mit dem Bauarbeiten begonnen. Zum Architekten des von Baron Haussmann in Auftrag gegebenen Baus wurde Théodore Ballu berufen, der die Kirche im Stil der französischen Renaissance errichtete. Obwohl das Kircheninnere sehr luxuriös ausgestattet wurde, dauerte die Fertigstellung nur etwa sechs Jahre. Die Kosten beliefen sich auf damalige knapp vier Millionen Franc. Die Fertigstellung war 1867. Im gleichen Jahr wurde die Kirche eingeweiht. Am 11. März 1869 wurde hier die Trauerfeier für Hector Berlioz gehalten. Im Jahre 1986 ist Trinité die erste Kirchengemeinde in Frankreich, die der Gemeinschaft Emmanuel vom damaligen Erzbischof von Paris Jean-Marie Lustiger anvertraut wurde, um gemeinsam den seelsorgerischen Dienst zu beleben. Die Bischöfe Dominique Rey und Jacques Benoit-Gonnin waren jeweils vor ihrer Ernennung Pfarrer der Sainte-Trinité.

Orgel

Die Hauptorgel der Kirche geht auf Aristide Cavaillé-Coll zurück und wurde in den Jahren 1868–1871 errichtet. 1901 erfolgten Änderungen (vor allem im Bereich der Intonation) durch die Firma Merklin, 1934 weitere durch die Firma Pleyel-Cavaillé-Coll, die auch den Einbau zusätzlicher Register beinhalteten. 1962–65 wurde die Traktur elektrifiziert, die Windladen verändert, der Spieltisch erneuert sowie 7 neue Register eingebaut. Diese Arbeiten wurden von der Firma Beuchet-Debierre (Nantes) vorgenommen. Nach einer Überholung im Jahr 1979 (Jacques Picaud, Olivier Glandaz) erfolgten 1993 posthum die von Olivier Messiaen kurz vor seinem Tod ausgearbeiten Veränderungen, welche wiederum durch Olivier Glandaz ausgeführt wurden. Das ursprünglich (1871) 46 Register umfassende Instrument besitzt seitdem 60 Register/82 Pfeifenreihen auf drei Manualen und Pedal bei elektrischer Spiel- und Registertraktur. Die Orgel hat folgende Disposition:[1]

I Grand-Orgue C–g3
1. Montre 16′
2. Bourdon 16′
3. Montre 8′
4. Flûte harmonique 8′
5. Bourdon 8′
6. Gambe 8′
7. Prestant 4′
8. Flûte octaviante 4′
9. Quinte 22/3
10. Doublette 2′
11. Cornet V
12. Plein Jeu IV
13. Cymbale II–IV
14. Bombarde 16′
15. Trompette 8′
16. Clairon 4′
II Positif C–g3
Schwellbar:
17. Cor de nuit 8′
18. Flûte douce 4′
19. Nazard 22/3
20. Flageolet 2′
21. Tierce 13/5
22. Piccolo 1′
23. Clarinette 8′
Nicht schwellbar:
24. Quintaton 16′
25. Principal 8′
26. Flûte harmonique 8′
27. Salicional 8′
28. Unda maris 8′
29. Prestant 4′
30. Doublette 2′
31. Cornet II–V
32. Fourniture IV
33. Basson 16′
34. Trompette 8′
35. Clairon 4′
III Récit
(schwellbar)
C–g3
36. Bourdon 16′
37. Flûte traversière 8′
38. Bourdon 8′
39. Gambe 8′
40. Voix céleste 8′
41. Flûte octaviante 4′
42. Nazard 22/3
43. Octavin 2′
44. Tierce 13/5
45. Cymbale III
46. Bombarde 16′
47. Trompette 8′
48. Basson-Hautbois 8′
49. Voix humaine 8′
50. Clairon 4′
Tremblant
Pédale C–f1
51. Flûte 32′
52. Soubasse 16′
53. Contrebasse 16′
54. Flûte 8′
55. Bourdon 8′
56. Violoncelle 8′
57. Flûte 4′
58. Plein Jeu IV
59. Bombarde 16′
60. Trompette 8′
61. Clairon 4′
  • Koppeln: II/I, III/I, III/II, I/P, II/P, III/P, I/P 4', II/P 4', III/P 4', I/I 16', I/I 4', II/II 16', II/II 4', III/III 16', III/III 4'.
  • Spielhilfen: 12-stufiges Registercrescendo, 6 freie Kombinationen.

Daneben existiert eine Chororgel von Cavaillé-Coll aus dem Jahre 1870 mit zwei Manualen, 15 Registern bei mechanischer Spiel- und Registertraktur.

An der Dekoration und Einrichtung der Kirche beteiligte Künstler

(Liste nicht vollständig)

Titularorganisten

Weblinks

 Commons: La Trinité (Paris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. http://www.uquebec.ca/musique/orgues/france/strinitep.html
  2. Ilse Krumpöck: Die Bildwerke im Heeresgeschichtlichen Museum, Wien 2004, S. 124 f.
  3. http://latriniteparis.com/Nomination-d-un-organiste.html
48.8772222222222.3313888888889
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel La Trinité (Paris) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.