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Joshua Zak

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Joshua Zak (geb. 26. September 1929 in Wilno, Polen; gest. 14. März 2024)[1][2] war ein israelischer theoretischer Physiker. Er war Professor am Technion.

Werdegang

Zak besuchte zuerst eine hebräische Schule in Vilnius. Nach der Übernahme Vilnius’ durch die Sowjetunion in der Folge des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes war der Unterricht auf Hebräisch nicht mehr gestattet und Zak wechselte zu Jiddisch. Nach dem Einmarsch der Deutschen 1941 lebte er bis 1943 im Ghetto Vilnius und kam mit 15 in ein Arbeitslager. Mit 16 wurde er ins KZ Stutthof gebracht. Durch das Vorrücken der Roten Armee wurde Anfang 1945 die Evakuierung des Lagers veranlasst und die Inhaftierten auf den Todesmarsch nach Westen geschickt. Zak wurde von der Roten Armee befreit und von ihr für drei Jahre eingezogen.[2]

Mit 19 kehrte er nach Vilnius zurück, schloss seine Schulausbildung ab und begann ein Physikstudium an der Universität Vilnius.[2]

1950 sollte er in der Folge des Koreakrieges erneut von der Roten Armee eingezogen werden. Durch die Intervention seines Bruders Benzoin, welcher später ein bekannter Arzt in Tel Aviv wurde, konnte dies in letzter Minute verhindert werden. 1953 wurde er Litauischer Meister im Einer-Kajak (1000 m). 1955 schloss er sein Studium ab und wechselte an die Staatliche Universität Sankt Petersburg.[2]

Durch die politischen Unruhen im Herbst 1956 und den Aufstieg von Władysław Gomułka im Jahre 1956 wurde es durch Reformen Gomułkas den in Polen geborenen Juden erlaubt, nach Israel auszuwandern. Zak und seine beiden Brüder nahmen die Gelegenheit war und zogen im März 1957 zunächst nach Warschau und kamen im Dezember 1957 schließlich nach Haifa.[2]

Zak war ab 1958 am Technion in Haifa und war u. a. Student von Nathan Rosen. 1960 promovierte er dort, 1970 wurde er zum Professor berufen. 1963/64 (auf Einladung von Benjamin Lax) und 1967/68 war er Gastwissenschaftler am Massachusetts Institute of Technology und 1968/69 an der Northwestern University.

Er befasste sich mit Symmetrien in Quantenmechanik und Festkörperphysik, topologischen Phasen, endlichen Phasenräumen in der Quantenmechanik, von Neumann Gittern und Magneto-Optik.

Unter anderem untersuchte er in den 1980er Jahren die Rolle der Berry-Phase in Bandstrukturen in Festkörpern.

2014 erhielt er die Wigner-Medaille, die für gruppentheoretische Arbeiten in der Physik vergeben wird.[2]

Schriften

Bücher:

  • Joshua Zak (Herausgeber), A. Casher, M. Gluck, Y. Gur: The Irreducible Representations of Space Groups, W.A. Benjamin, New York, 1969

Aufsätze (Auswahl):

  • Magnetic translation group 1,2, Phys. Rev. A, Band 134, 1964, S. 1602, 1607
  • Finite Translations in Solid State Physics, Phys. Rev. Letters., Band 19, 1967, S. 1385–1387
  • mit H. Bacry, A. Grossmann: Proof of Completeness of Lattice States in the kq-Representation, Phys. Rev. B, Band 12, 1975, S. 1118–1120.
  • mit M. Boon: Discrete Coherent States on the von-Neumann Lattice, Phys. Rev. B 18, 1978, S. 6744–6751
  • Symmetry Specification of Bands in Solids, Phys. Rev. Letters 45, 1980, S. 1025
  • Band Representations and Symmetry Types of Bands in Solids, Phys. Rev. B 23, 1981, S. 2824
  • mit M. Boon, J. Zucker: Rational von Neumann Lattices, J. Math. Phys. 24, 1983, S. 316
  • Rules for Bands in Solids: Application to Band Calculations, Phys. Rev. B 26, 1982, S. 1959
  • Band Center – A Conserved Quantity in Solids, Phys. Rev. Letters, Band 48, 1982, S. 359
  • mit I. Dana: First-Principles Calculation of Diamagnetic Band Structure, Phys. Rev. Letters 48, 1982, S. 1226
  • mit I. Dana, Y. Avron: Quantum Hall Conductance in a Perfect Crystal, J. Phys. C 18, 1985, L679
  • mit I. Dana: Quantum hall Conductance and Localization in a Magnetic Field, Phys. Rev. B 32, 1985, S. 3612
  • Two Classes of Composite Energy Bands in Solids, Phys. Rev. Letters 54, 1985, S. 1075
  • mit H. Bacry, L. Michel: Symmetry and Analyticity of Energy Bands in Solids, Phys. Rev. Letters 61, 1988, S. 1005
  • Von-Neumann Lattices and Magnetic Orbitals in Finite Phase Space, J. Math. Phys. 30, 1989, S. 1591
  • Berry’s Phase for Energy Bands in Solids, Phys. Rev. Lett. 62, 1989, S. 2747
  • Berry’s Phase in the Effective Hamiltonian Theory in Solids, Phys. Rev. B 40, 1989, S. 3156
  • mit E.R. Moog, C. Liu, S.D. Bader: Fundamental Magneto-Optics, J. Appl. Physics, Band 68, 1990, S. 4203
  • Finite Translation in Time and Energy, Phys. Rev. Lett., Band 71, 1993, S. 263
  • Quantum Mechanical Position Operator in Extended Systems, Phys. Rev. Lett., Band 85, 2000, S. 1138

Weblinks

 Commons: Joshua Zak – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Todesnachricht. In: haipo.co.il. 15. März 2024, abgerufen am 16. März 2024 (עברית).
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Yossi Avron: Joshua Zak: Wigner medal Laudatio. 17. August 2014, abgerufen am 3. März 2017 (english).
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Joshua Zak aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.