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Jan Solovej

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Jan Philip Solovej (* 14. Juni 1961 in Kopenhagen) ist ein dänischer mathematischer Physiker und Mathematiker.

Solovej erhielt 1985 seinen Kandidatentitel (Diplom) an der Universität Kopenhagen und wurde 1989 an der Princeton University bei Elliott Lieb promoviert (Universality in the Thomas-Fermi-von Weizsäcker Model of Atoms and Molecules)[1]. Als Post-Doktorand war er 1989/90 Visiting Assistant Professor an der University of Michigan und 1990 an der University of Toronto. 1991 war er am Institute for Advanced Study (und nochmals 2003/4) und 1991 bis 1995 Assistant Professor in der Mathematik-Fakultät der Princeton University. 1995 bis 1997 hatte er eine Forschungsprofessur an der Universität Aarhus und seit 1997 ist er Professor in der Fakultät für Mathematik an der Universität Kopenhagen. Er war 2007 Gastprofessor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und 2005 an der Universität Paris (Dauphine).

Seit 2000 ist er Mitglied der Königlich Dänischen Akademie der Wissenschaften und Künste. 1998 bis 2006 war er Sekretär und Vizepräsident der Dänischen Mathematischen Gesellschaft. 2006 bis 2008 war er im Leitungsrat der International Association of Mathematical Physics (IAMP) und 2009 bis 2011 deren Sekretär.

Er arbeitete unter anderem mit Elliott Lieb (er war Mitherausgeber von dessen Gesammelten Aufsätzen), Robert Seiringer, Jakob Yngvason, Heinz Siedentop, Christian Hainzl, I. M. Sigal, Gian Michele Graf, Laszlo Erdös, Michael Loss, Volker Bach, Michael Aizenman und Mathieu Lewin. 2004 war er Invited Speaker auf dem Europäischen Mathematikerkongress in Stockholm (Mathematical problems of large quantum systems) und 1996 auf dem in Budapest (Mathematical results on the structure of large atoms).

Er befasst sich mit mathematischen Fragen in relativistischer Quantenfeldtheorie, Atomphysik (unter anderem große Atome im Thomas-Fermi-Modell, Hartree-Fock-Theorie, Fragen der asymptotische Neutralität, der Ionisierungsenergie, u.a.), Festkörperphysik (Bose-Einstein-Gas, Quantum Dots, Heisenberg-Modell u.a.) und allgemein in quantenmechanischen Vielteilchensystemen (zum Beispiel Fragen der Stabilität der Materie unter verschiedenen Bedingungen nach Lieb-Thirring).

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Schriften

  • Artikel Stability of Matter in Francoise, Naber, Tsou (Hrsg.) Encyclopedia of Mathematical Physics, Elsevier 2006
  • Energy of Charged Matter, International Congress of Mathematical Physics 2003, Online
  • mit Lieb, Seiringer, Yngvason The quantum mechanical many body problem: The Bose Gas, in Michael Benedicks, Peter W. Jones, Stanislaw Smirnow (Hrsg.) Perspectives in Analysis. Essays in Honor of Lennart Carleson´s 75th birthday, Springer Verlag 2005, Mathematical Physics Studies, Band 27, S. 97-184
  • Asymptotic neutrality of diatomic molecules, Comm. Math. Phys., Band 131, 1990, s. 307-315
  • Proof of the ionization conjecture in a reduced Hartree Fock Model, Inventiones Mathematicae, Band 104, 1991, S. 291-311
  • The ionization conjecture in Hartree Fock Theory, Annals of Mathematics, Band 158, 2003, S. 509-576
  • mit M. B. Ruskai Asymptotic neutrality of polyatomic molecules, in Erik Balslev (Hrsg.) Schrödinger Operators, Lecture Notes in Physics 403, Springer Verlag 1992, S. 153-174
  • mit Lieb, Yngvason Heavy atoms in the strong magnetic field of a neutron star, Phys. Rev. Lett., Band 69, 1992, S. 749-752
  • mit Lieb, M. Loss Stability of matter in magnetic fields, Phys. Rev. Lett., Band 79, 1995, S. 985-989
  • mit Lieb, H. Siedentop, Stability of relativistic matter with magnetic fields, Physical Review Letters, Band 79, 1997, S. 1785
  • mit Volker Bach, Lieb, Loss There are no unfilled shells in unrestricted Hartree-Fock-Theory, Phys. Rev. Lett., Band 72, 1994, S. 2981-2983

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mathematics Genealogy Project. Veröffentlicht in Communications in Mathematical Physics, Band 129, 1990, S. 561-598


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jan Solovej aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.