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Hermann Ramsperger

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Hermann Ramsperger (* 3. Dezember 1892 in Konstanz; † 17. Januar 1986 in Überlingen) war ein deutscher Polizeipräsident in Mannheim und Kattowitz zur Zeit des Nationalsozialismus sowie SS-Brigadeführer.

Leben und Wirken

Ramsperger absolvierte nach der Reifeprüfung ein Studium der Rechtswissenschaft und wurde später zum Dr. jur. promoviert. Er nahm am Ersten Weltkrieg teil und wurde mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. Später trat der Jurist in den Polizeidienst ein.[1]

Im Zuge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten trat er im Frühjahr 1933 der SS (SS-Nr. 71.847) und der NSDAP bei (Mitgliedsnr. 1 895 282).[2] Für ein halbes Jahr leitete er kommissarisch die politische Polizei in Baden und war danach von Herbst 1933 bis 1940 Polizeipräsident von Mannheim. Innerhalb der Schutzstaffel stieg er 1942 bis zum Brigadeführer auf, seinem höchsten SS-Rang. Zudem gehörte er dem Persönlichen Stab des Reichsführers-SS an. [2] Nach der Übernahme von Polizeifunktionen in Gleiwitz wurde er 1943 Polizeipräsident von Kattowitz.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde er interniert und entnazifiziert. Er nahm seinen Wohnsitz in Mannheim.

Literatur

  • Michael Stolle: Die Geheime Staatspolizei in Baden. Personal, Organisation, Wirkung und Nachwirken einer regionalen Verfolgungsbehörde im Dritten Reich. UVK Universitätsverlag, Konstanz 2001, ISBN 978-3-89669-820-9.
  • Friedrich Wilhelm: Die Polizei im NS-Staat: Die Geschichte ihrer Organisation im Überblick, Schöningh, Paderborn 1997, ISBN 978-3-506-77513-9.

Einzelnachweise

  1. Friedrich Wilhelm: Die Polizei im NS-Staat: Die Geschichte ihrer Organisation im Überblick, Schöningh, Paderborn 1997, S. 226f.
  2. 2,0 2,1 Ernst Klee: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Personenlexikon. Frankfurt/M 2013, S. 328


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