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Hamadan (Provinz)

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استان همدان‎
Hamadan
Lage der Provinz Hamadan im IranLage der Provinz Hamadan im Iran
Basisdaten
Staat Vorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Staat
Hauptstadt HamadanVorlage:Infobox Verwaltungseinheit/Wartung/Sonstiges
Fläche 19.368 km²
Einwohner 1.758.268 (Volkszählung 2011)
Dichte 90,8 Einwohner pro km²
ISO 3166-2 IR-24
34.91722222222248.575

Hamadan (persisch ‏استان همدان‎Ostān Hamedān) ist eine Provinz im Nordwesten des Iran. Die Hauptstadt heißt ebenfalls Hamedan.

In der Provinz leben 1.758.268 Menschen (Volkszählung 2011).[1] Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 19.368 Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 88 Einwohner pro Quadratkilometer.

Geographie

Hamadan liegt im nordwestlichen Teil des Iran. Neben der Stadt Hamadan befinden sich die Städte Twiserkan, Nahavand, Malayer, Assad Abad, Bahar, Razan und Kabudrahang in der Provinz.

Die Bevölkerung setzt sich aus verschiedenen ethnischen Gruppen zusammen, unter anderem Kurden, Luren, Perser sowie Aserbaidschaner.

Verwaltungsgliederung

Aufgelistet sind die Landkreise mit Fläche und Einwohner (Volkszählung 1996):

Name Fläche in km² Einwohnerzahl
Assad Abad 1.411 108.500
Bahar 1.321 150.500
Hamadan 4.161 512.500
Kabudrahang 3.855 154.500
Malayer 3.301 294.500
Nahavand 1.487 181.500
Razan 2.548 131.500
Twiserkan 1.458 126.500
Gesamt 19.545 1.660.000

Geschichte

Achämenidisches Relief in Gandsch Nameh

In Neu-assyrischer Zeit gehörte Hamadan zum Königreich der Mannäer. Auch die Hauptstadt der Meder, Ekbatana liegt bei dem heutigen Hamadan. Nach den Medern und Persern beherrschten die Makedonen Hamadan. Nach der Gründung des Partherreiches wurde die Stadt zur Sommerresidenz der parthischen Könige. Auch die Sassaniden benutzten die Stadt als Residenz. Im Jahre 642 fand bei Nehawend die Entscheidungsschlacht zwischen den Sassaniden und den eindringenden Arabern statt. Mit der Niederlage der Sassaniden begann die Islamisierung des Iran.

Nach den arabischen Kalifen beherrschten die Bujiden diese Gegend. Im 11. Jahrhundert machten die Seldschuken Hamadan anstelle von Bagdad zu ihrer Hauptstadt. Hamadan wurde unter Timur Lenk zerstört. Als das Safawidenreich gegründet wurde, erlebte die Region einen Aufschwung. Die Osmanen, die ewigen Rivalen der Safawiden, eroberten im 18. Jahrhundert die Gegend. Allerdings mussten sie sich nach einer Niederlage gegen Nadir Schah wieder zurückziehen. Seitdem blieb Hamadan im Besitz der Perser. Bedeutung erlangte die Region auch durch ihre Lage an der Seidenstraße.

Sehenswürdigkeiten

Steinlöwe von Hamadan
Goldenenes Rhyton aus achämenidischer Zeit - heute im Iranischen Nationalmuseum Teheran

Die Iranische Kulturerbe-Organisation (ICHO) verzeichnet in der Provinz 442 Orte von historischer und kultureller Bedeutung. Unter anderem folgende Orte zählen dazu:

Hochschulen

  • Universität Bu-Ali Sina
  • Universität der Medizinwissenschaften von Hamdan
  • Islamische Azad-Universität von Hamedan
  • Payam-Nur-Universität von Hamedan
  • Hamedan-Universität der Technology
  • Payam-Nur-Universität von Bahar
  • Payam-Nur-Universität von Kabutar Ahang
  • Payam-Nur-Universität von Malayer
  • Payam-Nur-Universität von Toyserkan
  • Islamische Azad-Universität Toyserkan
  • Islamische Azad-Universität von Malayer
  • Payam-Nur-Universität von Razan

Weblinks

 Commons: Hamadan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. City Population: Iran – Städte und Provinzen.

Vorlage:Navigationsleiste Bezirke der Provinz Hamadan


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Hamadan (Provinz) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.