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Frieda Caplan

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Erste Kiwi-Auslieferung, rechts Frieda Caplan
Frieda Caplan

Frieda Caplan (geb. 1923), US-amerikanische Unternehmerin

Leben

Mit 96 Jahren noch aktiv in der Familienfirma: Im Jahr 2019 nun würdigte die »Washington Post» die Gründerin von «Frieda´s Specialty Produce».

Im Jahr 1962 hatte Frieda Caplan schon Pionierleistungen in dem Grosshandel mit Obst und Gemüse an der amerikanischen Westküste erbracht. In Pasadena in einer jüdischen Familie aufgewachsen, war sie damals als Frau noch eine Ausnahme in der rauen Männer-Domäne der Markthallen und Ladedocks von Los Angeles. Caplan hatte sich bei einem auf Pilze spezialisierten Handel hochgearbeitet und sich dann mit «Frieda´s Specialty Produce» selbstständig gemacht.

Dann trat ein Importeur mit einem seltsamen Angebot an Caplan heran: Er suchte händeringend nach Abnehmern für 200 Kisten mit braunen, behaarten «chinesischen Stachelbeeren» aus Neuseeland. Caplan dachte kurz nach und schlug den Produzenten einen Namenswechsel vor: Sie sollten die schmackhaften Früchte doch «Kiwis» nennen, nach dem flügellosen Vogel in Neuseeland. Dann bat Caplan einen befreundeten Konditor, die Früchte scheibchenweise auf einer Torte zu platzieren, um Konsumenten auf den Geschmack zu bringen. So wurde die Kiwi die erste aus dem Ausland in die USA importierte exotische Frucht seit der Einführung von Bananen in den 1880er Jahren.

Caplan überzeugte Supermärkte in LA, Kiwi zunächst zu Schleuderpreisen anzubieten. Damit gelang ihr die Durchsetzung der Früchte vollends. Der Erfolg wurde zu einer Inspiration. Bis heute hat sie 600 Varianten exotischer Früchte und Gemüse auf dem amerikanischen Markt eingeführt. Caplans Firma hat heute 80 Angestellte und wird von ihren Töchtern geführt. Aber die Seniorin nimmt weiterhin rege am Geschäft teil und freut sich im Gespräch mit der «Washington Post» nicht zuletzt darüber, dass inzwischen auch eine Enkelin an Bord gekommen ist.

Daneben bleibt sie im jüdischen Leben der Region aktiv. Ihr Mann Al Caplan gehörte 1962 zu den Gründern der Synagoge «Beth David». Auf deren Website ist zu lesen, dass Caplan die Gemeinde tatkräftig unterstützt. Als junge Frau habe sie zunächst Wirtschaftswissenschaften und Politologie studiert. Zum Obst- und Gemüsehandel sei Caplan nur dank der Geburt der ersten Tochter Karen gekommen: Sie wollte die Kleine selbst stillen und suchte eine Teilzeitarbeit mit Nachtstunden. Einen solchen Job konnte die junge Mutter damals nur an den Grossmärkten finden.

Weblinks


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