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Drucker (Beruf)

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Wappen der Buchdrucker, Schriftsetzer und Fotosetzer

Drucker, Drucktechniker (Österreich) bzw. Drucktechnologe (Schweiz) ist eine Berufsbezeichnung für die Tätigkeit der Herstellung von Druckerzeugnissen mit unterschiedlichen Verfahren. Kernaufgabe des Berufsbildes ist heute, elektronisch gesteuerte Anlagen zum Bedrucken von Papier, Karton, Textilien, Kunststoffen und Metallen einzurichten, in Betrieb zu nehmen, zu überwachen sowie die Qualität sicherzustellen.

Aus- und Weiterbildung

Schweiz

In der Schweiz lautet die Berufs- und Ausbildungsbezeichnung auf Drucktechnologe.

Deutschland

In Deutschland bezeichnet der Begriff Drucker auch den anerkannten Ausbildungsberuf in der gleichnamigen Berufsgruppe. Die Ausbildung in diesem Beruf wurde zuletzt durch die Verordnung über die Berufsausbildung zum Drucker/zur Druckerin (Drucker-Ausbildungs-VO – DruckAusbV) vom 2. Mai 2000[1] inhaltlich neu geordnet. Die Ausbildung dauert 36 Monate und erfolgt im dualen Ausbildungssystem. Der Beruf kann in den Ausbildungsbereichen Industrie und Handwerk ausgebildet werden.

Im dritten Ausbildungsjahr spezialisiert man sich auf eine der folgenden vier Fachrichtungen:

Für das Siebdruckverfahren gibt es eine eigenständige Ausbildung zum anerkannten Ausbildungsberuf Siebdrucker.

Dem Drucker wird am Ende seiner Ausbildung im Handwerk ein Gesellenbrief, in der Industrie ein Facharbeiterbrief verliehen. Durch ein System von Wahl-Qualifikationseinheiten bestehen weitere Differenzierungsmöglichkeiten in der Berufswahl und -ausübung.

Im Rahmen der Aufstiegsfortbildung besteht die Möglichkeit, die Prüfung zum Industriemeister Fachrichtung Printmedien abzulegen. Des Weiteren kann man eine zweijährige Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker, Fachrichtung Druck- und Medientechnik machen. Ingenieurswissenschaftliche Studiengänge bestehen an den Fachhochschulen München und Stuttgart sowie an der Universität Wuppertal.

Der Ausbildungsberuf wurde in den Jahren 2010 und 2011 modernisiert und ist am 1. August 2011 außer Kraft getreten. Sein Nachfolger ist der Medientechnologe Druck.[2]

Österreich

Wie in Deutschland erfolgt die Berufsausbildung im dualen System an Berufsschulen und bei einschlägigen Lehrbetrieben des Gewerbes und der Industrie. Voraussetzung für den Beginn ist das Absolvieren der 9 oder auch 10 Pflichtschuljahre. Die meisten Lehrlinge besitzen aber einen Abschluss der Hauptschule und/oder Polytechnischen Schule. In Österreich dauert die Lehre dreieinhalb Jahre und wird mit der Lehrabschlussprüfung beendet.

In Österreich wird schon zu Beginn einer der vier folgenden Schwerpunkte gewählt:

Die bestandene Lehrabschlussprüfung ermöglicht in Österreich den Zugang zur Meisterausbildung und zur Berufsmatura (Berufsreifeprüfung) und in Folge zu weiteren Höherqualifizierungen, z. B. an Kollegs oder Fachhochschulen.

Alternativ zur Lehre kann die Ausbildung an einer Fachschule bzw. berufsbildenden Schule erfolgen. Siehe Höhere Graphische Bundes- Lehr- und Versuchsanstalt, Abteilung Druck- & Medientechnik.

Siehe auch

Datei:RIAN archive 388965 Cutting-edge printing complex "Extra M" in Krasnogorsk near Moscow.jpg
Drucker bei der Qualitätskontrolle in einer russischen Druckerei (2009)

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Verordnung über die Berufsausbildung zum Drucker/zur DruckerinVorlage:§§/Wartung/buzer
  2. Ausbildungsordnung zum Medientechnologen DruckVorlage:§§/Wartung/buzer


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Drucker (Beruf) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.