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Christopher Ondaatje

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Sir Philip Christopher Ondaatje, OC, CBE, (* 22. Februar 1933 in Kandy, Sri Lanka) ist ein aus Sri Lanka stammender britisch-kanadischer Schriftsteller, Philanthrop, Abenteurer, ehemaliger Unternehmer und ehemaliger Teilnehmer an den Olympischen Spielen. Im Jahr 2007 lebte er in Chester (Nova Scotia) in Kanada. Er ist der Bruder des Schriftstellers Michael Ondaatje.

Leben

Christopher Ondaatje wurde in Sri Lanka, das zu jener Zeit noch Ceylon hieß, als ältester Sohn einer wohlhabenden Burgher Familie mit portugiesischen, niederländischen, singhalesischen und tamilischen Vorfahren [1] geboren. In Ceylon besuchte er die St. Thomas Schule in Guruthalawa[1], ab 1947 war er Schüler eines Internates in Tiverton, Devon in Großbritannien, der Blundell's School. Nach der Unabhängigkeit Ceylons im Jahr 1948 verfiel das Vermögen der Familie schnell, daher musste Christopher die Schule im Jahr 1951 [2], ein Jahr vor seinem Abschluss, verlassen. Im Jahr 1956 wanderte er nach Kanada aus und kam in Toronto praktisch ohne Geld an. Ab 1962 arbeitete er für die Financial Post in Toronto.[2] In Kanada gründete er zusammen mit Geschäftspartnern im Jahr 1970 die Firma Loewen, Ondaatje, McCutcheon, Kanadas erste unabhängige Brokerfirma [2] und verdiente als Aktienhändler damit viel Geld, so dass er das Vermögen der Familie schnell wieder aufbauen konnte. Er gründete die Pagurian Press, die später an die Familie Bronfman verkauft wurde, und verdiente damit auch im Verlagswesen gut.

Ondaatje war Mitglied der Kanadischen Viererbob-Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen 1964 in Innsbruck.[1]

In Kanada wurde er als Förderer verschiedener gemeinnütziger Organisationen bekannt, dazu gehören die Lakefield College School, das Lester B. Pearson United World College of the Pacific[3], die Dalhousie University, die National Ballet School, das Royal Ontario Museum (mit der Sir Christopher Ondaatje South Asian Gallery), das Massey College an der University of Toronto und das Chester Playhouse.[4]

Nach vielen erfolgreichen Berufsjahren, in denen er zu den aggressivsten und rücksichtslosesten Geschäftsleuten von Toronto gezählt wurde, gab er seine geschäftliche Tätigkeit im Jahr 1995 auf. Er zog um nach Großbritannien und führte dort ein ereignisreiches Leben, förderte aber weiterhin verschiedene Organisationen. So reiste er durch Indien und Afrika und begann auch, wie sein jüngerer Bruder, der bekannte Romanautor Michael Ondaatje, Bücher zu schreiben. Seine Bücher handeln von seinen Reisen und den dabei erlebten Abenteuern.

Im Jahr 2000 unterstützte er finanziell die Erweiterung der National Portrait Gallery, in der ein Flügel nach ihm als Ondaatje Wing benannt wurde. Diese und weitere seiner Spenden [5][6] trugen im Jahr 2000 zu seiner Ernennung zum Commander des Order of the British Empire durch die Britische Regierung bei sowie zu seiner Ernennung zum Ritter durch die Königin im Juni 2003.[7] Darüber hinaus wurde er im Jahr 1992 auch mit der höchsten kanadischen Auszeichnung für Zivilisten, der Ernennung zum Offizier des Order of Canada [8], geehrt sowie zum Senior Fellow des Massey College ernannt.

In seinem zuletzt erschienenen Buch Hemingway in Africa legt er seine Ansichten zu Leben und Motivation von Ernest Hemingway dar.

Christopher Ondaatje ist seit 1959 verheiratet mit seiner aus Litauen stammenden Frau Valda und hat mit ihr drei Kinder (David, Seira, Jans).[1][5]

Werke

  • Hemingway in Africa.
  • Leopard in the Afternoon – An Africa Tenting Safari. 2006
  • The Man-eater of Punanai – A Journey of Discovery to the Jungles of Old Ceylon. 2006
  • Woolf in Ceylon: An Imperial Journey in the Shadow of Leonard Woolf, 1904-1911. 2005
  • Hemingway in Africa. 2004
  • Journey to the Source of the Nile. 1999
  • Sindh Revisited. 1996
  • The Prime Ministers of Canada, 1867-1967. 1968
  • Olympic victory: The story behind the Canadian Bob-Sled Club's incredible victory at the 1964 Winter Olympic Games. 1967

Belege

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Christopher Ondaatje aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.