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Cambridge

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Cambridge (England), weitere Bedeutungen unter Cambridge (Begriffsklärung).
City of Cambridge
Koordinaten 52° 12′ N, 0° 7′ O52.20510.11949999999999Koordinaten: 52° 12′ N, 0° 7′ O
City of Cambridge (England)
City of Cambridge
City of Cambridge
Bevölkerung 120.000 (Stand: 2007)
Fläche 40,70 km² (15,71dep1)
Bevölkerungs­dichte 2.948,4 Einwohner/km²
Verwaltung
Vorwahl 01223
Landesteil England
ONS-Code 12UB
Website: www.cambridge.gov.uk
Lage von Cambridge in Cambridgeshire

Cambridge [ˈkeɪmbɹɪdʒ] ist die Hauptstadt der Grafschaft Cambridgeshire und liegt am Fluss Cam etwa 80 km nordöstlich von London im Osten Englands. Berühmt sind die University of Cambridge, die gotische Kapelle und der Chor des King's College, die Universitätsbibliothek sowie das Trinity College. Die Stadt hat etwa 120.000 Einwohner, darunter etwa 22.500 Studenten (Stand 2007).

Geschichte

Die ersten Siedlungen im Bereich des heutigen Cambridge existierten bereits vor dem Zeitalter des Römischen Imperiums. Der früheste Nachweis einer Besiedlung, eine Sammlung von Jagdwaffen, stammt aus der späten Bronzezeit (1000 v. Chr.). Es gibt weitere archäologische Hinweise auf eine Besiedlung des Castle Hills durch einen belgischen Stamm im ersten Jahrhundert n. Chr.

Mit der römischen Invasion Britanniens (ca. 40 v. Chr.) wurde Cambridge ein wichtiger militärischer Posten, um den Cam zu verteidigen. Zusätzlich kreuzte hier die Via Devana, welche Colchester (Essex) mit den nördlicheren Garnisonen in Chester verband, die Cam. Der römische Name dieser Siedlung ist vermutlich Duroliponte gewesen.

Die Siedlung blieb die folgenden 350 Jahre ein regionales Zentrum. Bis heute sind viele römische Straßen und Befestigungen im Bereich von Cambridge zu finden, wie in Great Chesterford.

Nach dem Rückzug der Römer wurde das Gebiet um den Castle Hill von den Sachsen übernommen, deren Grabbeigaben in diesem Gebiet gefunden wurden. Während der Anglo-Sächsischen Zeit profitierte Cambridge von den sehr guten Handelsverbindungen durch das Siedlungsgebiet. Diese ermöglichten sicheren und einfachen Handel durch das schwierig zu bereisende Fenland. Im 7. Jahrhundert berichteten Reisende des nahegelegenden Ely jedoch von einem starken Rückgang des Handels. In Anglo-Sächsischen Chroniken wird das Siedlungsgebiet als 'Grantebrycge' benannt, der erste Hinweis auf eine Brücke in Cambridge.

Im Jahr 875 wurde in den Anglo-Sächsischen Chroniken die Ankunft der Wikinger in Cambridge verzeichnet. Der lebhafte Handel der Wikinger führte zu einem erneuten schnellen Wachstum von Cambridge. Während dieser Zeit verschob sich das Stadtzentrum vom Castle Hill am linken Flussufer hin zur heutigen Quayside auf der rechten Flussseite. Nach dem Ende der Wikinger-Besetzung erlangten die Sachsen kurzzeitig die Macht in Cambridge und errichteten 1025 die St. Benet's Kirche.

Zwei Jahre nach der Eroberung Englands errichtete William of Normandy ein Schloss auf dem Castle Hill. Wie der übrige Teil des neuen Königreiches unterstand Cambridge der Kontrolle des Königs und seiner Stellvertreter. Die unverkennbare 'Round Church' im Stadtzentrum wurde in diesem Zeitraum errichtet.

Im Zeitalter der Normannen änderte sich der Name zu 'Grentabrige' oder 'Cantebrigge', der Name des Flusses war 'Granta'. Der Name der Stadt änderte sich in der folgenden Zeit weiter bis zum heutigen 'Cambridge', während der Fluss noch weiter als Granta bekannt war. Auch heute noch wird die Cam manchmal als Granta bezeichnet. Die Universität Cambridge nutzt häufig das pseudo-lateinische Adjektiv 'Cantabrigiensis' (aus Cambridge kommend), dies ist aber offensichtlich eine Rücktransformation aus dem englischen Stadtnamen.

Während des Zweiten Weltkrieges wurden im Verlauf der Luftschlacht um England mehrere schwere und leichte Angriffe auf die Stadt geflogen. Die Bombardierungen der deutschen Luftwaffe zerstörten von 1940 bis 1941 7% der Bebauung.

Sehenswürdigkeiten

Punting auf der Cam
Klimadiagramm von Cambridge

Persönlichkeiten

Städtepartnerschaften

Cambridge pflegt Städtepartnerschaften zu Heidelberg und Szeged. Beide Städte haben eine Universität und eine ähnliche Anzahl von Einwohnern.

Literatur

  • Peter Sager: Oxford und Cambridge. Eine Kulturgeschichte. Schöffling, Frankfurt am Main 2004, ISBN 978-3895616716.
  • Peter Sager: Cambridge. Eine Kulturgeschichte. Insel, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3458350354 (Eine aktualisierte und erweiterte Neuauflage als Insel-Taschenbuch 3335).
  • Angela Abmeier, Susanne von Poblotzki (Illustratorin): Cambridge. Goldfinch, Hamburg 2008, ISBN 978-3940258052.
  • Ursula Heydorn: Cambridge itself. Stadtführer mit Internetadressen. Books on Demand, Norderstedt 2005, ISBN 978-3833424601.

Weblinks

 Commons: Cambridge – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

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