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Bronx

Aus Jewiki
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Verwaltung
US-Bundesstaat: New York
Verwaltungssitz:
Gründung: 1639
Demographie
Einwohner: 1.391.903  (2008[1])
Bevölkerungsdichte: 12.793,2 Einwohner/km²
Geographie
Fläche gesamt: 148,7 km²
Wasserfläche: 39,9 km²
Karte
Karte von Bronx County innerhalb von New York

Die Bronx[2] [bɹɑːŋks] ist seit dem 10. Januar 1874 der nördlichste der fünf Stadtbezirke (boroughs) von New York City und deckt sich mit Bronx County. Die Bronx ist das am drittstärksten besiedelte County des Bundesstaates New York und der einzige Stadtbezirk von New York City, der auf dem Festland liegt.

Geographie

Die Bronx (gelb) ist der einzige Stadtteil New Yorks, der auf dem Festland liegt (die Flughäfen La Guardia im Norden und J. F. Kennedy im Süden sind blau eingefärbt).

Die Gesamtfläche beträgt 148,7 Quadratkilometer; davon sind 108,9 Quadratkilometer Land und 39,9 Quadratkilometer (zirka 26 Prozent) Wasser.

Bevölkerung

Hauptartikel: Demografie der Bronx

Die Bronx hat 1,40 Millionen Einwohner (2009)[3] und ist damit nach Staten Island der zweitkleinste der fünf New Yorker Stadtbezirke. Das jährliche Bevölkerungswachstum beträgt 0,5 Prozent (Durchschnitt 2000–2009).

Die Bevölkerung der Bronx ist in der Gesamtbetrachtung sehr multikulturell geprägt. Bedingt durch die anhaltend starke Einwanderung sind heute 41 Prozent aller Einwohner außerhalb der Vereinigten Staaten geboren, wobei die meisten Einwanderer aus der Dominikanischen Republik, Mexiko, Jamaika und Afrika stammen. Bei Betrachtung der verschiedenen Stadtviertel der Bronx erscheint die Zusammensetzung der Bevölkerung jedoch weniger vielfältig. Viele Stadtteile – und noch stärker die einzelnen Blocks – sind von bestimmten Bevölkerungs- bzw. Herkunftsgruppen dominiert, was einer deutlichen ethnischen und sozialen Segregation gleichkommt.

Hispanics stellen mit einem Anteil von 52 Prozent die Bevölkerungsmehrheit in der Bronx. Puerto-Ricaner bilden dabei mit einem Anteil von 23 Prozent die insgesamt größte Herkunftsgruppe, weitere 16 Prozent sind Dominikaner und 5 Prozent Mexikaner. Afroamerikaner sowie Einwanderer aus der Karibik und aus Afrika bilden mit 31 Prozent die zweite große Bevölkerungsgruppe. Unter den nicht-hispanischen Weißen, die mit einem Anteil von 12 Prozent an der Gesamtbevölkerung nur eine verhältnismäßig kleine Minderheit ausmachen, sind Italiener und Iren die deutlich größten Gruppen. Unabhängig von der nationalen Herkunft identifiziert sich etwa die Hälfte der Weißen als Juden. Neben diesen und einer kleinen protestantischen Minderheit sind die meisten Einwohner Katholiken. In der Bronx werden annähernd gleichermaßen Spanisch (46 Prozent) und Englisch (44 Prozent) gesprochen.

Geschichte

Co-op City ist eine für die Bronx typische Hochhaussiedlung

Der Name erschien zum ersten Mal 1874, als ein Teil von Westchester County herausgetrennt und zu diesem neuen Bezirk gemacht wurde. Er wurde nach Jonas Bronck, einem Auswanderer aus Schweden und 1639 erstem europäischen Siedler in diesem Gebiet, benannt.

Die Bronx wurde ab den 1960er Jahren weltweit vor allem dafür bekannt, ein sozialer Brennpunkt mit hoher Kriminalitätsrate zu sein. Bandenkriminalität, Autodiebstahl, Drogen und Raubüberfälle waren tagsüber zumindest im südlichen Teil der Bronx (South Bronx) Alltag. Wie das gesamte New York erfuhr auch die Bronx ab den 1990er Jahren einen erheblichen Rückgang der Kriminalität, so dass die Zustände der 1970er und 1980er Jahre heute weitestgehend Vergangenheit sind. So ging die Anzahl der begangenen Verbrechen in der Bronx von 1990 bis 2007 um 73 Prozent zurück, die Zahl der Raubüberfälle pro Tag sank von 49 auf 13.[4] Wenig bekannt ist, dass im Stadtbezirk Bronx nicht nur Mietshäuser und Sozialwohnungen für Menschen mit geringem Einkommen, sondern auch Wohnviertel des Mittelstandes wie Spuyten Duyvil liegen. Dennoch sind insgesamt nur rund 20 Prozent der Haushalte in der Bronx Eigenheime,[5] für die USA ein äußerst niedriger Wert. Die Bronx kann als „Schlafstadt“ für Manhattan bezeichnet werden, da sie bei über 1,3 Millionen Einwohnern selbst nur etwa 220.000 Arbeitsplätze und 87.000 Ein-Personen-Firmen aufweist.[5]

Historische Objekte

Abseits des U.S. Highway 1 liegt die Lorillard Snuff Mill (auch bekannt als Old Snuff Mill). Die historische Schnupftabakmühle wurde am 22. Dezember 1977 vom National Register of Historic Places als Denkmal mit der Nummer 77000935 aufgenommen. Es wurde ebenfalls im National Historic Landmark eingetragen.[6][7]

Kultur

Durch die afro- und puertoamerikanische Bevölkerung entwickelten sich hier in den späten 1960ern die Ursprünge des Hip-Hop und des Breakdance. Charakteristisch für die Gegend um das Yankee Stadium sind die zahlreichen hispanischen Restaurants, in denen man Spezialitäten aus der Karibik finden kann, beispielsweise die beliebten Mofongos, eine Art großer Mehlkloß, der auch mit Fleisch gefüllt sein kann.

In der Bronx gibt es zahlreiche Gelegenheiten, günstig einzukaufen, etwa auf der Fordham Road, die sich durch die gesamte Bronx erstreckt.

Die Bronx ist ebenso ein sehr beliebter Drehort der amerikanischen Filmindustrie, so wurden dort seit den 1950er Jahren mehr als 80 Filme gedreht, darunter The Wanderers.

Sport

Bekannteste Sportstätte der Bronx ist das an der 161st Street gelegene Yankee Stadium, in dem regelmäßig Baseballspiele der New York Yankees ausgetragen werden.

Sehenswürdigkeiten

Bronx Zoo

Eingang Asia Gate

Der Bronx Zoo, mit vollem Namen „International Wildlife Conservation Park“, ist ein Zoologischer Garten in New York. Gegründet wurde der Zoo 1899. Mit mehr als 300 ha Fläche ist er der größte Zoo von New York und der größte in einer Stadt befindliche Zoo in den USA. Zum Zoo wird auch der New York Botanical Garden gezählt, der nördlich anschließt.

Im Park leben mehr als 4300 Tiere, die 765 verschiedenen Arten angehören. Die Aufteilung wurde dabei nach geographischen Gesichtspunkten getroffen. Wird im Norden am Rainey Gate Entrance ein Rundgang im Uhrzeigersinn begonnen, so durchstreifen Besucher folgende Erdteile: Nordamerika, Asien, Afrika und Südamerika. Im Bronx Zoo sind viele Tierarten zu finden, die in freier Wildbahn schon ausgestorben sind.

Heinrich-Heine-Denkmal

Heinrich-Heine-Denkmal

Das Heinrich-Heine-Denkmal, im Englischen als Lorelei Fountain bezeichnet, ist ein aus weißem Laaser Marmor gestalteter Brunnen, der dem Andenken an den deutschen Dichter und Schriftsteller Heinrich Heine gewidmet ist. Das Denkmal sollte ursprünglich in Heines Heimatstadt Düsseldorf aufgestellt werden. Die antisemitische und nationalistische Agitation im Deutschen Reich verhinderte jedoch, dass das Denkmal zu Heines 100. Geburtstag im Jahre 1897 fertiggestellt und eingeweiht werden konnte. Stattdessen wurde es am 8. Juli 1899 im Beisein des Bildhauers Ernst Herter im New Yorker Bezirk Bronx enthüllt. Das Denkmal steht am südlichen Ende des Joyce-Kilmer-Parks an der 161. Straße und Grand Concourse gegenüber einem Gerichtsgebäude (District Court).

Poe Cottage

Poe-Cottage in Fordham, heute Bronx

Edgar Allan Poes letztes Wohnhaus ist heute ein liebevoll restauriertes und allgemein zugängliches Museum. Er lebte im damaligen Vorort Fordham von 1846 bis 1849. Hier starb seine Frau und Cousine Virginia Clemm Poe, das Vorbild seiner Annabel Lee. Poe Cottage wurde 1913 um 140 Meter von seinem ursprünglichen Platz verschoben. Es liegt dem Poe Park gegenüber an der Kingsbridge Road in der Bronx.

Grand Concourse

Für Architekturbegeisterte sind die zahlreichen Art-Déco-Gebäude entlang des Grand Concourse interessant. Diese nach dem Pariser Vorbild der Champs-Élysées geplante Nord-Süd-Hauptverbindung, wurde in den 1920er und 1930er Jahren von einer U-Bahn untertunnelt („Concourse Line“), danach folgte ein Bauboom im Art Déco und Streamline-Moderne-Stil. Neben Theatern, Hotels und öffentlichen Gebäuden (Gerichtsgebäude) entstanden hier u.a. zahllose elegante Wohnhäuser[8].

Weitere Parkanlagen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die Bronx zählt zu den strukturschwachen Counties der Vereinigten Staaten. Das jährliche Pro-Kopf-Einkommen liegt mit 17.464 US-Dollar weit unter dem Landesdurchschnitt von 27.466 US-Dollar. Die Arbeitslosenquote ist mit 10,3 Prozent ebenfalls deutlich höher als in den Vereinigten Staaten insgesamt (6,4 Prozent). Der Anteil der Personen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, ist in der Bronx mit 27,8 Prozent mehr als doppelt so hoch wie im amerikanischen Durchschnitt (13,2 Prozent). Zudem ist der Wohlstand unter den verschiedenen Bevölkerungsgruppen sehr ungleich verteilt.

Für weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage der Bevölkerungsgruppen siehe: Demografie der Bronx

Verkehr

Typische U-Bahn-Station in der Bronx
Ein Stadtbus in der Bronx

Die Bronx wird von den Linien 1, 2, 4, 5, 6, B und D der New Yorker U-Bahn in Nord-Süd-Richtung durchquert und ist so an das südlich gelegene Manhattan angeschlossen. Die U-Bahn verkehrt in der Bronx großteils aufgeständert als Hochbahn. Je nachdem, von welchem der insgesamt 71 U-Bahnhöfe in der Bronx man startet, wird Midtown Manhattan in etwa 30 bis 40 Minuten Fahrzeit erreicht. Die nördlichen Linienendpunkte liegen bis zu 20 Kilometer von Midtown Manhattan entfernt. Einige Linien verkehren abschnittsweise als Express und durchfahren zahlreiche Bahnhöfe, um die Fahrzeit ins Stadtzentrum so niedrig wie möglich zu halten. Die U-Bahn verkehrt rund um die Uhr. Ost-West-Verbindungen innerhalb der Bronx werden von zahlreichen Stadtbuslinien übernommen.

Stadtteile

Der Stadtbezirk (Borough) The Bronx ist in 12 Community Districts unterteilt, die wiederum in 59 Stadtteile (Neighborhoods) gegliedert werden.

Siehe: Verwaltungsgliederung von New York City

Borough Presidents

Der Borough President ist seit 1898[9] der gewählte Vorsteher des Stadtbezirks:

Persönlichkeiten

Viele Prominente wurden in der Bronx geboren und/oder sind dort aufgewachsen. Eines der berühmtesten Beispiele hierfür ist die aus Puerto Rico stammende Sängerin Jennifer Lopez, die in ihrem Lied Jenny from the Block von ihrer Kindheit in der South Bronx erzählt. Ihr Album On The Six ist nach dem Zug der Linie 6 benannt, der ihr Heimatviertel Parkchester, eine symmetrisch angelegte, aus Hochhäusern bestehende Wohnsiedlung, anfährt. Weitere Beispiele sind der Rapper Fat Joe oder die hispanische Boyband Aventura, die in Europa einen Nummer-eins-Hit mit ihrem Titel Obsesión landete. Ebenfalls stammen noch folgende Persönlichkeiten aus der Bronx:

Einzelnachweise

Weblinks

 Commons: The Bronx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Bronx aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.