Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Arabische Halbinsel

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
w1
Arabische Halbinsel
Arabische Halbinsel, Satellitenbild
Gewässer 1 Rotes Meer, Golf von Aden
Gewässer 2 Arabisches Meer, Persischer Golf

Geographische Lage

24° 39′ 0″ N, 46° 42′ 36″ O24.6546.71Koordinaten: 24° 39′ 0″ N, 46° 42′ 36″ O
Fläche 2.730.000 km²

Die Arabische Halbinsel (arabisch ‏جزيرة العرب‎, DMG Ǧazīrat al-ʿArab), auch Arabien, ist mit 2,73 Millionen km² Fläche die größte Halbinsel der Welt und liegt auf der Arabischen Platte. Geologisch gehört sie zu Afrika, geografisch wird sie zu Asien gezählt. Der größte Staat auf der Halbinsel heißt Saudi-Arabien.

Geografie

Die Arabische Halbinsel wird begrenzt vom Golf von Akaba und dem Roten Meer im Westen und Südwesten, vom Arabischen Meer im Süden und Südosten sowie vom Persischen Golf im Nordosten. Die Arabische Halbinsel ist vor der Westantarktis und Vorderindien die größte Halbinsel der Erde und wird zu Südwestasien gezählt, obwohl sie geologisch ein Teil Afrikas ist. Zusammen mit mehreren angrenzenden Staaten bildet sie den Nahen Osten.

Tektonisch gesehen bildet diese Halbinsel die Arabische Platte. Geologisch gehört die Halbinsel zur alten afrikanischen Kontinentalmasse, auch wenn sie durch den Grabenbruch des Roten Meeres getrennt ist. Die Halbinsel ist mit der Großen Nefud im Norden und der Rub al-Chali im Süden fast vollständig ein Wüstengebiet.

Staaten

Datei:Politische Asien-Karte.jpg
Arabische Halbinsel und angrenzende Region; politische Karte

Auf der Arabischen Halbinsel liegen die heutigen Staaten Jemen, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabische Emirate. Im Norden haben der Irak und Jordanien einen Anteil an der Halbinsel. Von diesen Staaten ist Saudi-Arabien das flächenmäßig bei weitem größte Land. Bahrain liegt auf einer vorgelagerten Insel, an die Region grenzen Ägypten im Westen, Syrien, Libanon und Israel im Norden und im Osten der Iran.

Die Bevölkerung der Arabischen Halbinsel betrug 2008 etwa 60.000.000 Einwohner.[1]

Geschichte

Datei:Sanaa.JPG
Die Altstadt von Sanaa, Jemen

Ein frühes Reich auf der in weiten Teilen unbewohnbaren Arabischen Halbinsel war im Süden das sagenumwobene Saba, das zeitweise ganz Südwestarabien beherrschte und Kolonien in Eritrea und Tansania besaß. Im 3. Jahrhundert v. Chr. gewann das Reich Himyar, das an der südwestlichen Spitze lag, die Vorherrschaft über Alt-Südarabien; es eroberte um 300 auch Hadramaut, das wegen des Weihrauch- und Myrrhe-Anbaus seit alters her bedeutend war.

Wohl unter dem Schutz der Sassaniden gelang es zu Beginn des 6. Jahrhunderts dem Himyarkönig Yusuf Asar Yathar, genannt dhū-Nuwās, ein Großreich im Süden der Halbinsel zu errichten; Nuwas nahm den jüdischen Glauben an. Nach einer Christenverfolgung durch Yusuf Asar Yathar unterwarf das Aksumitisches Reich in Abessinien mit oströmischer Unterstützung das himjarische Reich. Den Abessiniern folgten 572/75–628/30 die persischen Sassaniden, deren letzter jemenitischer Satrap 630 zum Islam übertrat.

In Innerarabien ist die Kinda-Föderation erwähnenswert. Im Norden bestand zunächst das Reich der Nabatäer, dann das Reich Palmyra, später auch die Reiche der Ghassaniden und Lachmiden, die am Ende ebenfalls von den Persern erobert wurden. Im Südosten stand Oman (zeitgleich mit Jemen) auch unter persischer Kontrolle; die Region Jamama spielte noch bis zum Tode Mohammeds eine eigene Rolle.

Siehe auch

Belege

  1. Summe der Bevölkerungszahlen der komplett auf der Halbinsel liegenden Staaten laut Fischer Weltalmanach 2011.

Weblinks

 Commons: Arabische Halbinsel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Arabische Halbinsel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.