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Antiochos II.

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Antiochos II. Theos (griech: Αντίοχος Θεός; geb. 286 v. Chr.; gest. 246 v. Chr.), war ein Herrscher des Seleukidenreichs als Nachfolger seines Vaters Antiochos I. Soter. Seine Mutter war Stratonike, die Tochter des Demetrios I. Poliorketes.

Antiochos erbte den Staat inmitten des zweiten syrischen Krieges mit Ägypten, der entlang der Küsten von Asia Minor ausgetragen wurde. Antiochos unternahm Versuche, in Thrakien Fuß zu fassen. Während des Kriegs wurde ihm von den Milesern der Beiname Theos (Griechisch für „Gott“) verliehen, nachdem er sie von der Tyrannei des Timarchos befreit hatte. Er konnte sich im Bund mit Rhodos und Antigonos II. Gonatas weitestgehend in Kleinasien gegen Ägypten durchsetzen. Das zuvor verloren gegangene Ephesos und Kilikien wurde zurückgewonnen.

In Baktrien erhob sich 255 v. Chr. sein Satrap Diodotos und wurde zum Gründer des Gräko-Baktrischen Königreichs, das sich bis 180 v. Chr. bis nach Indien ausdehnte, wo es das Gräko-Indische Königreich (180 v. Chr.–1 v. Chr.) bildete. Um 250 v. Chr. revoltierte Arsakes I. in Parthien, was zum Verlust dieser Provinzen führte.

In dieser Zeit schloss Antiochos Frieden mit Ptolemaios II. von Ägypten, wodurch der Zweite Syrische Krieg beendet wurde. Er verstieß seine Frau Laodike und heiratete Ptolemaios’ Tochter Berenike, um den Vertrag zu besiegeln. 246 v. Chr. hatte Antiochos jedoch Berenike und ihren kleinen Sohn in Antiochia gelassen, um in Asia Minor erneut mit Laodike zu leben. Diese jedoch vergiftete ihn und machte ihren Sohn Seleukos II. Kallinikos zum neuen König.

Gemäß einer zu den Edikten des Ashoka gehörenden Inschrift in Shahbaz Garhi (im heutigen Pakistan), hatte Antiochos eine Gesandtschaft des indischen Großkönigs empfangen, die ihn zum Buddhismus bekehrt habe.

Aus seiner ersten Ehe mit seiner Cousine Laodike hatte er vier Kinder:

Mit seiner zweiten Ehefrau Berenike hatte er einen Sohn, der mit seiner Mutter von Laodike ermordet wurde.


Vorgänger Amt Nachfolger
Antiochos I. König des Seleukidenreiches
261–246 v. Chr.
Seleukos II.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Antiochos II. aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.