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Abraham Weil

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Datei:Abraham Weil Frankenthal.JPG
Grab von Abraham Weil; jüdischer Friedhof Frankenthal (Pfalz)

Abraham Weil (geb. 30. Januar 1834 in Ellerstadt; gest. 17. Februar 1900 in Ludwigshafen-Oppau) war ein deutscher Finanzbeamter jüdischer Herkunft und Ehrenbürger der Gemeinde Leimersheim, Pfalz.

Leben und Wirken

Abraham Weil war jüdischer Abstammung und kam aus Ellerstadt. Er wurde geboren als der Sohn des Ellerstadter Handelsmannes Salomon Weil (1800−1861) und dessen Gattin Helena Lea (geborene Meyer) aus Bad Homburg vor der Höhe.

Weil arbeitete als königlich bayerischer Steuer- und Gemeindeeinnehmer. Zunächst wirkte er als Rentamtsgehilfe in Annweiler und avancierte 1865 zum Einnehmer in Trippstadt.[1]

1869 wurde Abraham Weil auf eigenen Wunsch von Trippstadt ins vorderpfälzische Leimersheim versetzt.[2] Hier gründete er 1875 die Gemeindesparkasse, welche sich sehr Vorteilhaft auf die Entwicklung des Dorfes auswirkte. Deshalb ernannte man Weil 1884 zum Ehrenbürger von Leimersheim und benannte 1963 auch eine Straße nach ihm.

Der Beamte starb 1900 in Ludwighafen-Oppau und wurde auf dem jüdischen Friedhof in Frankenthal (Pfalz) beigesetzt, wo sein Grabstein erhalten ist.

Abraham Weil war seit 1869 verheiratet mit Berta geb. Seligmann (* 1847), die aus Frankreich stammte; sie hatten mehrere Kinder. Ihre Tochter Thekla Weil (* 1871) ehelichte den Hotelier Richard Moldenhauer (1877–1963). Dies sind wiederum die Eltern des namhaften Mainzer Pianisten und Musikwissenschaftlers Hans Moldenhauer (1906–1987). [3]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Bayerisches Kreis-Amtsblatt der Pfalz, 1865, Seite 401; Scan aus der Quelle
  2. Finanzministerial-Blatt für das Königreich Bayern, Jahrgang 1869, Seite 307 Scan aus der Quelle
  3. Günther Weiss: „Hans Moldenhauer“, in: Neue Deutsche Biographie, Band 17, 1994, Seite 721 Onlineansicht des Eintrags, mit Nennung des Großvaters Abraham Weil


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