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ARTE

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ARTE
Senderlogo
Allgemeine Informationen
Empfang: Analog: Kabel, Satellit
Digital: DVB-T, DVB-C, DVB-S, DVB-S2, IPTV
Sendeanstalt: ARD, ZDF und France Télévisions
Auflösung: 576i (SDTV)
720p (HDTV) (Deutschland)
1080i (HDTV) (Frankreich)
Intendant: Gottfried Langenstein
Sendebeginn: 30. Mai 1992
Rechtsform: Öffentlich-rechtlich
Programmtyp: Vollprogramm
Website: www.arte.tv
Liste von Fernsehsendern
Datei:Arte HD Verlauf Logo.svg
Logo des HD-Ablegers
Datei:ZDF Sendezentrum 2.jpg
Sendezentrum 2 des ZDF in Mainz
Datei:Logo-arte-schief.svg
Ehemaliges Logo (2008–2011)
Datei:Arte HD Logo.svg
Erstes Logo von ARTE HD

ARTE (Abkürzung für französisch Association Relative à la Télévision Européenne, übersetzt Zusammenschluss bezüglich des europäischen Fernsehens) ist ein Fernsehsender mit Sitz in Straßburg (Hauptsitz), Baden-Baden und Issy-les-Moulineaux bei Paris, der in deutsch-französischer Kooperation betrieben wird. ARTE wurde 1992 durch einen Staatsvertrag vom 2. Oktober 1990 zwischen dem französischen Staat, einerseits, und allen damaligen zehn deutschen Bundesländern[1] sowie dem Land Berlin,[2] andererseits, gegründet und ging am 30. Mai 1992 auf Sendung.

Geschichte

Im November 1988 bildeten die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gemeinsam mit Hamburgs Erstem Bürgermeister eine Arbeitsgruppe zur Entwicklung eines deutsch-französischen Kulturkanals. Unterstützt wurde das Projekt vom damaligen französischen Staatspräsidenten François Mitterrand und Bundeskanzler Helmut Kohl. Am 2. Oktober 1990, am Vorabend der deutschen Wiedervereinigung, kam es schließlich zur Unterzeichnung eines zwischenstaatlichen Vertrags durch Vertreter der französischen Republik und der zehn alten Bundesländer und Berlin. Er bildete die Grundlage für den europäischen Kulturkanal ARTE. Die fünf neuen Bundesländer traten 1996 bei.

1991 gründete man in Straßburg die Europäische Wirtschaftliche Interessenvereinigung ARTE G.E.I.E. (franz.: ‚Groupement Européen d'Intérêt Économique‘, Europäische wirtschaftliche Interessenvereinigung). Gleichberechtigte Mitglieder sind die ebenfalls 1991 entstandene Koordinierungszentrale ARTE Deutschland in Baden-Baden, an der die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF zu je 50 Prozent beteiligt sind, sowie der französische Kulturkanal „La Sept“. Dieser war bereits 1986 ins Leben gerufen worden und hatte seit 1989 seine Sendungen auf dem Satellit TDF 1 sowie in einem Programmfenster des französischen Senders FR3 jeweils samstags von 15 Uhr bis Mitternacht ausgestrahlt. Mit der Gründung von ARTE gab „La Sept“ seine Sendefrequenz an den neuen Kulturkanal weiter und wurde selbst Mitglied von ARTE. Seit seiner Umbenennung im Jahr 2000 heißt „La Sept“ nun „ARTE France“; deren Anteilseigner sind mit 45 % France Télévisions, 25 % der französische Staat, 15 % Radio France und mit 15 % das INA (franz.: ‚Institut national de l'audiovisuel‘).

Im Mai 1992 ging ARTE über Satellit (TDF 1-2 und DFS1-Kopernikus) und Kabel auf Sendung, zunächst nur im Abendprogramm von 19 bis 1 Uhr, ab 1994 bis 3 Uhr nachts. Ab Oktober 1998 liefen auch ab 14 Uhr nachmittags schon Sendungen und seit 2006 ist ARTE rund um die Uhr zu sehen.

Am 1. Juli 2008 ging der HD-Ableger ARTE HD auf Sendung.

2009 betrug das Jahresbudget 401,17 Millionen Euro.[3]

Programm

ARTE sendet ein Vollprogramm.[4] Die Schwerpunkte des Programms sind Kultur, Europa und die Vermittlung von Informationen aus vorzugsweise ungewöhnlichen Perspektiven, beispielsweise über die Sendungen Yourope oder Das Forum der Europäer.

Die Nachrichtensendung ARTE Journal versucht, die klassische Trennung zwischen Politik- und Kulturnachrichten aufzuheben, da – so Programmdirektor Christoph Hauser – die Schnittfläche zwischen beiden Bereichen viel größer sei, als allgemein vermutet werde. So versucht die Sendung, Zusammenhänge herauszuarbeiten, die bei einer nur kulturellen oder nur politischen Sichtweise nicht sichtbar werden.[5]

Der Sender ist bekannt für hochwertige Dokumentationen und ein originelles Senderdesign, wofür er zusammen mit seinem Beitrag zur europäischen Integration bereits mehrere Auszeichnungen erhielt. Eine Art „Markenzeichen“ ist der Themenabend: In regelmäßigen Abständen (dienstags, donnerstags und sonntags) werden einen Abend lang zwei bis vier Fernsehbeiträge verschiedener Genres (Spielfilm, Dokumentationsfilm, Reportage etc.) zu einem bestimmten, zumeist aktuellen Thema gezeigt. Diese umfassten zum Beispiel Themen wie Überwachung, Google oder Die Silicon Valley Story.

Zusätzlich zeigt ARTE jede Woche etwa sechs Spiel- und Fernsehfilme mit Produktionen des zeitgenössischen Weltkinos, die sich durch künstlerische Originalität und Fantasie auszeichnen. Darunter finden sich auch Filme aus fernen Ländern oder von weniger bekannten Regisseuren sowie Filmklassiker und Stummfilme. Freitags laufen im Nachtprogramm schrille, provokante und skurrile Trashfilme.

Seit mehreren Jahren gibt es das wöchentliche Kurzfilm-Magazin Kurzschluss, das neben Berichten über Festivals und Porträts über Regisseure auch immer einige Kurzfilme in voller Länge ausspielt. Des Weiteren sind im Programm diverse Kurzfilme zwischen anderen Sendungen platziert; diese Kurzfilme sind oft nicht im offiziellen Programm, das TV-Zeitschriften oder auch ARTE selbst veröffentlichen, aufgeführt.

Im Bereich Musik und Tanz überträgt der Sender große Veranstaltungen, wie die „Folles Journées de Nantes“ mit klassischer Musik, sowie Konzertaufzeichnungen bekannter Dirigenten und Musiker und Aufführungen aus renommierten europäischen Theatern und Opernhäusern. Neben diesen eher klassischen Kulturbeiträgen werden auch Themen behandelt, die eher das jüngere Publikum ansprechen: Donnerstags abends berichtet das Musik- und Kulturmagazin Tracks über Entwicklungen in verschiedenen, modernen Subkulturen, und anschließend bringt die Musiksendung One Shot Not – Jamsession mit Manu Katché und Alice Tumler Rock-, Pop- und Worldmusic-Konzerte im Clubformat auf den Bildschirm.

Mit den Europa-Magazinen Der Blogger und Yourope versucht der Sender, sich auch auf die durch das Internet veränderten Mediennutzungsgewohnheiten einzustellen: So lehnt sich Der Blogger in Aufmachung und Themenspektrum an Internet-Blogs an, und Yourope möchte sein Publikum mit einbeziehen, indem es dazu einlädt, während der Sendung per Videobotschaft Stellung zu beziehen, und das Thema nach der Sendung auf der Homepage des Senders weiter zu diskutieren.[5]

ARTE zeigt Spielfilme bis auf wenige Ausnahmen in unveränderter Fassung. Nicht jugendfreie oder kontroverse Beiträge erhalten jedoch einen entsprechenden Hinweis zu Beginn. In der deutschen Version von ARTE wird beim Zweikanalton der zweite Tonkanal meist zur Ausstrahlung des französischen Tons oder zur Audiodeskription verwendet, während in Frankreich hier grundsätzlich der Originalton Verwendung findet.

Die deutsche und französische Version von ARTE unterscheidet sich teilweise, insbesondere im Abendprogramm, da hier den Gewohnheiten der Länder im Bezug auf den Beginn des Hauptabendprogramms (Deutschland 20:15 Uhr, Frankreich 20:40 Uhr oder später) Rechnung getragen wird.

Auszeichnungen

2002 wurde die ARTE-Redaktion mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet.

Zahlreiche ARTE-Produktionen und Koproduktionen sind mit wichtigen internationalen Preisen ausgezeichnet worden. Unter anderem erhielt Florian Henckel von Donnersmarcks Film Das Leben der Anderen einen Oscar für den besten ausländischen Film 2007, den Deutschen Filmpreis in Gold 2006 und den Europäischen Filmpreis 2006. Letzteren bekam 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage im darauf folgenden Jahr. Paradise now gewann 2006 den Golden Globe für den besten fremdsprachigen Film und G8 auf Wolke sieben erhielt im selben Jahr einen Emmy. Außerdem wurde Daniel Barenboims Aufführung von Wir können den Hass nur verringern gemeinsam mit dem West-Eastern Divan Orchestra mit einem Emmy und dem Goldenen FIPA ausgezeichnet.

Bei der Oscar-Verleihung im Jahr 2008 erhielten „Peter und der Wolf“ als bester animierter Kurzfilm sowie Taxi to the dark side als bester Dokumentarfilm die Trophäe.

ARTE Magazin und ARTE Edition

Das ARTE Magazin bietet jeden Monat einen Überblick über das ARTE-Programm mit Hintergrundberichten zu den Programm-Highlights, Interviews mit prominenten Schauspielern und Regisseuren sowie Buch- und Servicetipps. Elementarer Bestandteil des Hefts ist der ausführliche und komplette Programmteil.

Das Magazin hat inzwischen etwa 89.000 Abonnenten und ist seit Januar 2007 auch im Einzelverkauf am Kiosk erhältlich. Die verkaufte Auflage liegt bei über 100.000 Exemplaren monatlich. Die insgesamt verbreitete Auflage beträgt um die 130.000 Exemplare. Das ARTE Magazin steigerte seine verkaufte Auflage 2010 gegenüber 2009 um rund fünf Prozent und gehört damit zu den Ausnahmen im durch Auflagenrückgänge gekennzeichneten Printmedienmarkt. Die verkaufte Auflage für das gesamte Jahr 2011 blieb auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, erreichte allerdings im vierten Quartal den höchsten Stand überhaupt.[6]

Die ARTE Edition umfasst ein umfangreiches Angebot von Büchern, deren Inhalte in unmittelbarer Nähe zum Programm und zur Philosophie des Senders stehen, sowie DVDs mit Spiel- und Fernsehfilmen, Konzerten und Opernproduktionen, Dokumentarfilmen und Dokumentationsreihen.

ARTE Creative

Datei:Logo artecreative.jpg
ARTE Creative Logo

ARTE Creative ist ein Magazin, ein Labor und ein Netzwerk für zeitgenössische Kultur. Es geht inhaltlich um Kreativität in all seiner Vielfalt: ARTE Creative präsentiert qualitativ herausragende Arbeiten aus den Bereichen Kunst, Film, Popkultur, Design und Architektur. Alle kreativen Felder von Fotografie, Malerei, Street Art, Neue Medien, Netzkunst, Videokunst über Musik, Werbung, Gaming bis hin zu Grafik-, Produkt- und Webdesign, Typografie werden abgedeckt. Exklusive Videoarbeiten gibt es von namhaften Künstlern wie Nam June Paik, John Baldessari, Bill Viola, Tracey Emin und vielen mehr. Zusammen mit der Community werden im „Labor“ neue redaktionelle Formate und experimentieren an der Schnittstelle Web/TV entwickelt – außerdem gibt es mit den wichtigsten Hochschulen, Festivals, Museen und Institutionen Kooperationen. ARTE Creative[7] ist mit ARTE Live Web[8] eine der tragenden Säulen der ARTE Galaxie und ein Schwerpunkt der Aktivitäten in den Neuen Medien.

Struktur

ARTE besteht aus drei Einheiten: der Zentrale ARTE G.E.I.E. in Straßburg und den beiden Mitgliedern ARTE France und ARTE Deutschland TV GmbH. Letztere liefern jeweils 40 % der von ARTE gesendeten Programme. Von der Zentrale und anderen mit ARTE kooperierenden Sendern kommen die restlichen 20 % der Sendungen. ARTE France und ARTE Deutschland unterbreiten Programmvorschläge, sind gemeinsam für die Finanzierung und die Kontrolle der Zentrale in Straßburg verantwortlich und in allen Gremien und Organen von ARTE G.E.I.E. vertreten.

Der Sender finanziert sich zu 95 % über die in Deutschland und Frankreich erhobenen Fernsehgebühren. Gemäß dem Gründungsvertrag strahlt der Sender keine Werbung aus, eine Teilfinanzierung durch Sponsoring ist jedoch zulässig.

ARTE arbeitet mit einigen europäischen Partnern zusammen, die sich im Rahmen von Assoziierungsverträgen dazu verpflichtet haben, eine bestimmte Anzahl von Koproduktionen umzusetzen und gegenseitig Programme auszutauschen. Zu den assoziierten Sendern, die mit beratender Stimme in den Gremien von ARTE vertreten sind, gehören: RTBF (Belgien), TVP (Polen), ORF (Österreich), SRG (Schweiz), TVE (Spanien), YLE (Finnland), BBC (Großbritannien) und SVT (Schweden).

ARTE G.E.I.E.

Die Zentrale ARTE G.E.I.E. hat ihren Sitz in Straßburg und entscheidet über Programmstrategie, Programmkonzeption und Programmplanung. Sie ist für die Ausstrahlung und die Sprachbearbeitung der Sendungen sowie für die Programmpräsentation zuständig. In Zusammenarbeit mit den Mitgliedern koordiniert und gestaltet ARTE G.E.I.E. die Kommunikation des Senders und ist für die Beziehungen mit den europäischen Partnern zuständig. Darüber hinaus wird die Nachrichtensendung ARTE Journal sowie einige Themenabende und Gesprächsrunden in Straßburg produziert. Die Zentrale beschäftigt derzeit 365 feste Mitarbeiter.

Seit dem 13. Oktober 2003 vereint der Gesellschaftssitz von ARTE G.E.I.E. am Quai Chanoine Winterer in Straßburg ganz in der Nähe der europäischen Institutionen alle Abteilungen der Zentrale unter einem Dach. Das Gebäude wurde von den Architekten Hans Struhk und Maechel/Delaunay/Jund entworfen und hat eine Nutzfläche von 14.350 m². Den Eingang des Gebäudes schmückt seit 2006 der „Giraffenmann“, eine Skulptur von Stephan Balkenhol.

Vorstand:

  • Präsidentin: Véronique Cayla
  • Vizepräsident: Gottfried Langenstein
  • Programmdirektor: Christoph Hauser
  • Verwaltungsdirektor: Victor Rocariès

ARTE France

ARTE France mit Sitz in Issy-les-Moulineaux im Südwesten von Paris produziert, koproduziert und erwirbt ebenfalls Programme für ARTE. Das französische Mitglied hat 220 feste Mitarbeiter, die in den Bereichen Programm, Kommunikation, Entwicklung, internationale Zusammenarbeit und Management tätig sind. Gesellschafter sind France Télévisions zu 45 %, der Staat Frankreich zu 25 %, Radio France zu 15 % und das Institut national de l'audiovisuel (INA) zu 15 %. ARTE France hat zwei Tochtergesellschaften: die Spielfilmproduktionsgesellschaft ARTE France Cinéma und die audiovisuelle Verlags- und Produktionsgesellschaft ARTE France Développement, die unter anderem die ARTE Edition vermarktet.

Das französische Mitglied von ARTE ist an dem französischen Spartenkanal France 4 beteiligt und stellt als Gesellschafter von TV5 und Canal France International (CFI) auch diesen Sendern ihre Programme zur Verfügung. Darüber hinaus ist ARTE France am frankokanadischen Kulturfernsehen ARTV beteiligt.

Der Präsident von ARTE France ist Jérôme Clément, Generaldirektor ist Jean Rozat.

ARTE Deutschland

ARTE Deutschland mit Sitz in Baden-Baden produziert oder erwirbt die Programme, die von deutscher Seite zum Gesamtprogramm von ARTE beigesteuert werden. Gesellschafter sind die Landesrundfunkanstalten der ARD und das ZDF. Im Gebührenfestsetzungsverfahren für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in Deutschland ist ARTE Deutschland Ansprechpartner der KEF. Daneben nimmt ARTE Deutschland zentrale Aufgaben im Bereich der programmbegleitenden Kommunikation in Deutschland wahr und kooperiert mit zahlreichen Kultur- und Medienpartnern.

Die Geschäftsführer von ARTE Deutschland sind Klaus Wenger und Wolfgang Bergmann.[9]

Empfang

Die deutsche Version von ARTE wird zweisprachig in ganz Europa über Satellit (Astra 1 analog auf 10994 MHz H) ausgestrahlt. Die digitale Ausstrahlung von ARTE Deutschland wurde am 19. März 2008 zur Verbesserung der Bildqualität auf die Sendefrequenz 10.743,75 MHz verlegt (Astra 1; Transponder 51), ARTE France sendet über Astra digital auf 11.934 MHz. Im deutschen Kabel ist der Sender zum Teil rund um die Uhr zu empfangen, im französischen analog erst abends und digital ganztags; über Satellit und teilweise über DVB-T 24 Stunden lang. Am 1. Juli 2008 begann über Astra die HDTV-Ausstrahlung (DVB-S2) auch in deutscher Sprache.

In vielen europäischen Ländern, wie in Belgien, Österreich, der Schweiz, Finnland, Spanien und den Niederlanden kann ARTE ebenfalls über Kabel empfangen werden. Der Sender hat zudem ein Kooperationsabkommen mit 14 staatlichen Fernsehsendern in Mittel- und Osteuropa, den Balkanländern sowie in Zentralasien abgeschlossen, die eine Auswahl von ARTE-Programmen verbreiten. Bei öffentlich-rechtlichen Sendern in Italien, Israel und Rumänien verfügt ARTE über eigene Programmfenster.

Der Empfang des Programms über das Internet mittels Live-Stream ist über Zattoo möglich. Zudem gibt es einzelne Formate als Podcast-Download.

Seit 1. Oktober 2007 gibt es ein neues Internetportal für Web-Fernsehen, genannt ARTE+7. Eine Auswahl an Sendungen kann nach der Fernsehausstrahlung weitere sieben Tage lang kostenfrei per Streaming im Internet angesehen werden, eine Nutzung dieses Service ist auf einen Wohnort im europäischen französischen- bzw. deutschen Sprachraum beschränkt.

Außerdem sendet ARTE in Frankreich über TNT (DVB-T) im SD- und HD-Format, das im grenznahen Raum in Deutschland empfangen werden kann.

ARTE hat in Frankreich einen wesentlich höheren Marktanteil (3,4 %) als in Deutschland (unter 1 %; Stand jeweils Anfang 2007). Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Sender in Deutschland einer wesentlich härteren Konkurrenz ausgesetzt ist als in Frankreich, wo es lange nur sieben frei empfangbare analoge Fernsehsender (TF1, France 2, France 3, Canal+, France 5, ARTE, M6) gab – dort fehlte insbesondere die Alternative an kulturspezifischen Programmpunkten, die auf deutscher Seite vor allem 3sat darstellt. Durch die Einführung des digitalen terrestrischen Fernsehens TNT im April 2005 konnte ARTE seine Sendezeiten dort ausweiten, trifft nun aber auch auf mehr Wettbewerber. Somit verzeichnete ARTE in Frankreich leichte Quoteneinbußen.

Literatur

  • Liane Rothenberger: Von elitär zu populär? Die Programmentwicklung im deutsch-französischen Kulturkanal arte. UVK Verlags-Gesellschaft, Konstanz 2008, ISBN 978-3-86764-115-9, (Forschungsfeld Kommunikation 27), (Zugleich: Eichstätt-Ingolstadt, Kath. Univ., Diss., 2008).

Weblinks

 Commons: ARTE – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Einzelnachweise

  1. Die Bundesrepublik Deutschland gliederte sich bis zur Wiedervereinigung vom 3. Oktober 1990 in zehn Bundesländer „plus Berlin“.
  2. Das Land Berlin gehörte wegen des Viermächteabkommens bis zum 3. Oktober 1990 völkerrechtlich nicht zur Bundesrepublik Deutschland und ist erst seit jenem Tage ein deutsches Bundesland.
  3. Arte Budget www.arte.tv/de/ARTE--The-Channel-_5Bengl-_5D/2197470,CmC=2197452.html
  4. § 11b Abs. 4 Nr. 2 RStV
  5. 5,0 5,1 Interview mit Programmdirektor Christoph Hauser www.arte.tv/de/arte-magazin/2991342.html
  6. Laut IVW, Stand 2011 Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu
  7. ARTE Creative
  8. ARTE Live Web
  9. ARTE: Entscheidungs- und Beratungsgremien. 30. September 2011, abgerufen am 5. Februar 2012.
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