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ANNO – AustriaN Newspapers Online

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AustriaN Newspapers Online
ANNO
http://anno.onb.ac.at/
Motto Historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften Online
Kommerziell nein
Beschreibung Retrodigitalisierung und Onlinedatenbank österreichischer Periodika
Registrierung nein
Sprachen de (ISO639 Deutsch)
Urheber Österreichische Nationalbibliothek
Erschienen 2003

Unter dem Namen ANNO – AustriaN Newspapers Online betreibt die Österreichische Nationalbibliothek zur Schonung historischer Zeitungen das Projekt, besonders wertvolle und stark nachgefragte Zeitungen zu scannen. Ende Mai 2014 verfügte ANNO über mehr als 11,5 Millionen aufrufbare Seiten. Bereits 3 Millionen Seiten aus dem Zeitraum 1700–1875 sowie 1914-1918 sind online im Volltext durchsuchbar.

Organisation

Die Prioritätenliste für die Digitalisierung wird periodisch aktualisiert. Die Reihung erfolgt nach Gesichtspunkten der Dringlichkeit, das heißt nach dem physischen Zustand und der Papierqualität des vorhandenen Materials. Gibt es noch keinen Mikrofilm, ist das ebenfalls ein Grund für vorrangige Behandlung. Außerdem muss aus urheberrechtlichen Gründen das digitalisierte Material in der Regel mindestens 70 Jahre alt sein.

Zahlreiche Zeitungen sind bereits größtenteils digitalisiert und online, darunter etwa die seit dem Jahr 1703 erscheinende Wiener Zeitung, die als eine der ältesten existierenden Tageszeitungen weltweit gilt und daher von besonders großem Forschungsinteresse ist. Allerdings wurden bei der Digitalisierung der Wiener Zeitung die manchmal unvollständigen Exemplare der Technischen Universität verwendet, was dazu führte, dass auch scheinbar vollständig digitalisierte Ausgaben der Wiener Zeitung auf ANNO Lücken aufweisen.[1]

Teilweise operiert die Nationalbibliothek dabei mit anderen Sammlungen (beispielsweise Parlamentsbibliothek); teilweise gibt es auch Drittmittelfinanzierungen privater Sponsoren.

Nachdem die Österreichische Nationalbibliothek im Rahmen von ANNO nicht nur Zeitungen sondern auch historische österreichische Rechtstexte zu retrodigitalisieren begann, entschied man sich in der Folge, diese auszulagern und auf einer gesonderten Internetplattform anzubieten; deshalb wurde im Herbst 2006 das Schwesterprojekt ALEX – Historische Rechts- und Gesetzestexte Online gegründet.[2]

Seit Mai 2013 steht eine ANNO-Suche (Volltextsuche in ANNO) für die Jahre 1700–1875 und seit Mai 2014 auch für 1914-1918 zur Verfügung.

Digitalisierte Zeitungen/Zeitschriften

Der Bestand wird laufend erweitert.[3]

Literatur

  • AustriaN Newspapers Online. ANNO – historische österreichische Zeitungen und Zeitschriften online. (Elektronische Ressource). Österreichische Nationalbibliothek, Wien 2003–,OBV.
  • ANNO – AustriaN Newspapers Online. A digitisation initiative of the Austrian National Library. Ein Vortrag bei der Postkonferenz “Newspapers and the press in Central and Eastern Europe: access and preservation” bei der 69. IFLA Konferenz im August 2003 in Berlin. Präsentation (Powerpoint, 1,2 MB; deutsch)
  • Massendigitalisierung von Bibliotheksbeständen. Allgemeines am Beispiel „ANNO – AustriaN Newspapers Online“ – einer Initiative der Österreichischen Nationalbibliothek. Ein Vortrag von Wilhelm Dikovich und Christa Müller am 28. Österreichischen Bibliothekartag in Linz am 22. September 2004. (Präsentation, Powerpoint, 0,9 MB; deutsch)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Z.B. die Ausgabe der WZ vom 16. Dezember 1807 (online auf anno.onb.ac.at), die auf S. 5830 mitten in der Ausgabe endet.
  2. Josef Pauser: ALEX – Das Online-Portal der Österreichischen Nationalbibliothek für Historische Rechts- und Gesetzestexte. In: Arbeitshefte. Arbeitsgemeinschaft der Parlaments- und Behördenbibliotheken. Band 58.2008. Bibliothek des Deutschen Bundestages, München 2008, ISSN 0518-2220, S. 44–57. — Volltext online (PDF; 1,0 MB), abgerufen am 3. April 2011.
  3. Zu Bestand und Neuerfassungen siehe Neu bei ANNO, vollständiger, chronologisch aufgebauter Index ab August 2003.


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel ANNO – AustriaN Newspapers Online aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.