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1066

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Ereignisse

  • 1066: In England war die Lage der kleinen jüdischen Minderheit seit ihrer Ansiedlung im Jahre 1066 besser als auf dem europäischen Festland. Sie wurden als belebender Wirtschaftsfaktor begrüsst. Der Prior der Westminster Abbey, Gilbert Crispin, gewährte einem jüdischen Gelehrten sogar die Ehre einer offenen religiösen Diskussion. Dabei ging es um die allegorische oder wörtliche Auslegung des Alten Testaments. Der jüdische Vertreter schlug vor, Christen könnten sich auch bei übertragener Bedeutung an den Wortlaut halten, damit die Tora erfüllt und zum Segen für beiderseitiges Wohlergehen würde. Dies war ein seltenes Beispiel eines toleranten Gedankenaustauschs.
  • 30. Dezember 1066: Massaker von Granada/Blutbad an Juden in Granada. Wenn eine islamische Gesellschaft den Eindruck gewann, dass es den Juden zu gut erginge, flackerte der Antisemitismus auf, häufig mit verheerenden Folgen. Am 30. Dezember 1066 wurde Joseph Ha-Nagid, der jüdische Wesir von Granada, vom arabischen Mob gekreuzigt; danach wurde das jüdische Viertel der Stadt geschleift und seine 5 000 Bewohner niedergemetzelt. Der Aufruhr war von muslimischen Predigern angezettelt worden, aus Angst, der politische Einfluss der Juden könnte zu gross werden.
  • Seit 1066: Trier (wo es vermutlich seit römischer Zeit Juden gibt): seit 1066 Juden in Trier bezeugt; die Familiennamen Treves, Dreifuss usw. nach Trier benannt

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