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Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953)

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Die Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (ZfG) ist eine monatlich erscheinende deutschsprachige geschichtswissenschaftliche Fachzeitschrift. Die ZfG wurde 1953 in Ost-Berlin begründet und 1993 vom Metropol Verlag übernommen.

Geschichte

DDR

Die ZfG wurde 1953 in Ost-Berlin begründet. Sie hatte bis 1989 eine streng marxistisch-leninistische Ausrichtung.

Nachwendezeit

Mit der Wende und der Wiedervereinigung wandelte sich die Zeitschrift grundlegend. Die Änderungen waren nicht frei von Konflikten. Die ZfG stand vor der Frage, ob sie sich inhaltlich weiterhin vorrangig mit der deutschen Geschichte befassen sollte oder ob stattdessen eine Neuausrichtung zu bevorzugen sei, indem man sich internationalen Themen und Autoren öffnet und so den „an den Rand gedrängten ostdeutschen Historikern und ihren internationalen Gesprächspartnern dafür ein Forum“ reserviert.[1] Die für die Zeitschrift Verantwortlichen präferierten die Öffnung für internationale Themen.

Zunächst veränderte die ZfG ihr äußeres Erscheinungsbild. Der grüne Umschlag aus DDR-Zeiten wurde durch Cover mit stets wechselnden Farben abgelöst. Dem äußeren Wandel folgte auch im Inneren eine grundlegende Veränderung.

Thematische Schwerpunkte

In der DDR hatten die Geschichtswissenschaften eine „zentrale politische und ideologisch bedeutsame Stellung“ inne.[2] Sie sollten die Menschen im Osten Deutschlands „im Geist des sozialistischen Patriotismus und proletarischen Internationalismus [mit der Aufgabe] der Herausbildung eines eigenen nationalen Bewusstseins“[3] erziehen.

Bereits vor der Wende lag der Schwerpunkt auf Untersuchungen zur Neueren und Neusten Zeit. Auch nach 1995 steht die jüngere Nationalgeschichte im Mittelpunkt des Interesses. Gerade der Aufbereitung der Zeit des Nationalsozialismus sowie der Erforschung des Holocaust und seiner Folgen kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Themen der Antike und der Mediävistik kommen in der Zeitschrift hingegen selten vor.

Nach 1990 gehört die Geschichtsschreibung in der Tradition der „materialistischen Geschichtsauffassung“ auch in der ZfG der Vergangenheit an. Der Anteil der Historiker aus Berlin nahm nach der Wende deutlich ab. Sie öffnete sich vor allem für Autoren aus den alten Bundesländern. Der Anteil der nicht-deutschen Autoren ist trotz der versuchten Öffnung für internationale Themen allerdings gering.[4]

Herausgeber

Die Herausgeber wurden in einer Übergangsphase von 1990 bis 1994 fast vollständig ausgetauscht. Der derzeitige Herausgeberkreis besteht aus Wolfgang Benz, Michael Borgolte, Georg G. Iggers, Fritz Klein, Peter Steinbach und Ludmila Thomas. Die redaktionelle Arbeit findet im Telefunken-Hochhaus der TU Berlin statt, am Sitz des Zentrums für Antisemitismusforschung, dessen Leiter Wolfgang Benz bis zum Jahr 2011 war.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Matthias Middell: Erst grün, dann bunt – Die ZfG vor und nach 1989. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Bd. 50, Heft 11, 2002, S. 981–988, hier S. 983.
  2. Günther Heydemann: Geschichtswissenschaft im geteilten Deutschland. Entwicklungsgeschichte, Organisationsstruktur, Funktionen, Theorie- und Methodenprobleme in der Bundesrepublik Deutschland und in der DDR (= Erlanger historische Studien. Bd. 6). Lang, Frankfurt am Main u. a. 1980, ISBN 3-8204-6179-5, S. 140 ff. (Zugleich: Erlangen-Nürnberg, Universität, Dissertation, 1980).
  3. Edgar Wolfrum: Geschichte als Waffe. Vom Kaiserreich bis zur Wiedervereinigung (= Kleine Reihe V & R 4028). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, ISBN 3-525-34028-1, S. 96 ff.
  4. Matthias Middell: Erst grün, dann bunt – Die ZfG vor und nach 1989. In: Zeitschrift für Geschichtswissenschaft. Bd. 50, Heft 11, 2002, S. 981–988, hier S. 984 f.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Zeitschrift für Geschichtswissenschaft (1953) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.