Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzyklopädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

(Spendenkonto siehe Impressum). Vielen Dank für Ihr Engagement!

Opfer des Faschismus

Aus Jewiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Opfer des Faschismus 1947
OdF-Kundgebung auf dem Bebelplatz in Berlin, 1984
Der OdF-Platz in Köthen (Anhalt)

Unter Opfer des Faschismus (OdF) verstand man insbesondere im Sprachgebrauch in der DDR die Verfolgten des Nationalsozialismus. Damit wurden sowohl die Ermordeten und Toten bezeichnet, als auch die Überlebenden unter anderem etwa im Sinne des Bundesentschädigungsgesetzes (im Unterschied zu diesem auch die international Verfolgten).

In der DDR gab es genaue Kriterien, wie Inhaftierung oder Berufsverbot, um als anerkanntes Opfer des Faschismus zu gelten. Es gab für die anerkannten OdF innerhalb der DDR keine Wiedergutmachung (Entschädigung), jedoch ab Ende der 1960er Jahre eine Ehrenpension, die als VdN-Rente bezeichnet wurde und die für Berufstätige als Teilrente neben dem Gehalt gezahlt wurde. Weitere Regelungen wie eine jährliche Gesundheitsüberprüfung und Regelungen für die Ausbildung der Kinder kamen hinzu. Eine von den Opfern des Faschismus unterschiedene Gruppe war das Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer, auch als Kämpfer gegen den Faschismus bekannt. Beide Gruppen zusammen galten als Verfolgte des Naziregimes (VdN).

Auf Beschluss des Berliner Magistrats gibt es seit 1945 an jedem zweiten Sonntag im September einen Gedenktag für die Opfer des Faschismus, der im Volksmund auch als OdF-Tag bezeichnet wird. Ab 1947 war die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) Träger des OdF-Tages. Nach der Auflösung der VVN in der DDR führte das Komitee der Antifaschistischen Widerstandskämpfer gemeinsam mit der Nationalen Front und der SED den OdF-Tag weiter. Nach der Wende wurde er vom Bund der Antifaschisten organisiert, der dann ein Teil der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN) wurde.

Literatur

  • Hans Coppi, Nicole Warmbold: Der zweite Sonntag im September. Gedenken und Erinnern an die Opfer des Faschismus. Zur Geschichte des OdF-Tages. VVN-BdA: Berlin 2005

Weblinks

 Commons: NS-Opfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Siehe auch


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Opfer des Faschismus aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.