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Mathematiker

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Leonhard Euler, einer der produktivsten Mathematiker
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Sofja Kowalewskaja erhielt 1884 als erste Frau eine Professur für Mathematik

Mathematiker beschäftigen sich mit der Bewahrung und Weiterentwicklung des Fachgebiets der Mathematik und mit der Anwendung der Erkenntnisse auf praktische Belange. Die Anwendung mathematischer Methoden führt zu exakten Erkenntnissen und Aussagen, in bestimmten Teilgebieten auch zu quantitativen Ergebnissen (z. B. aus der Numerik und der Statistik).

Die zunehmende Mathematisierung des Alltags führt dazu, dass Mathematiker in vielen Bereichen eingesetzt werden, insb. in der Forschung, in den Wirtschaftswissenschaften, in Versicherungsunternehmen, im Öffentlichen Dienst (Schulen und Universitäten, Statistik), im Marketing, in der Meteorologie, in der Logistik, in der Bildverarbeitung, in der Sicherheitstechnik und natürlich in der Informationstechnik.

Sie können auf Spezialgebieten tätig sein, so z. B. Numerische Mathematik, Statistik, Mathematische Logik, Algebra, Geometrie, Analysis, Modelltheorie und Wahrscheinlichkeitstheorie. Da viele Verfahren und Techniken sich auch auf andere Teilbereiche übertragen lassen, ist eine Abgrenzung in der Praxis eher schwer.

Ausbildung

Der akademische Grad Diplom-Mathematiker wird durch ein Studium an einer Universität erworben, Fachhochschulen verleihen den Grad Diplom-Mathematiker (FH). Die Regelstudienzeit an der Universität beträgt an den meisten Universitäten neun Semester, an Fachhochschulen acht Semester. Nach der Umstellung auf das europäische Studiensystem beträgt die Studiendauer bis zum Bachelor sechs Semester, die zum darauf aufbauenden Master weitere vier Semester. Inwiefern diese Richtwerte mit der tatsächlichen Studiendauer übereinstimmen, wird sich noch zeigen, wenn die ersten Absolventen nach dem neuen System ihr Studium abschließen.

Weiteres hierzu unter Mathematikstudium.

Studieninhalte

Studieninhalte im Grundstudium umfassen in der Regel: Analysis, Lineare Algebra, Numerik, Stochastik, ein Wahlpflichtfach und ein Nebenfach.

Im Hauptstudium werden Bereiche der reinen und angewandten Mathematik vertieft, beispielsweise in Richtung Differentialgeometrie, Topologie, Funktionalanalysis oder Optimierung. Dazu kommt ein Nebenfach, das die Anwendung der Mathematik in anderen Fächern behandelt, beispielsweise Wirtschaftswissenschaften, Informatik oder Physik.

Akademische Grade

Aufgrund der bestandenen Diplomprüfung werden folgende Grade verliehen:

Deutschland

  • Diplom-Mathematiker
  • Diplom-Biomathematiker
  • Diplom-Mathematiker (Technomathematik)
  • Diplom-Technomathematiker
  • Diplom-Mathematiker (Wirtschaftsmathematik)
  • Diplom-Wirtschaftsmathematiker
  • Diplom-Finanz- und Wirtschaftsmathematiker
  • Diplom-Computermathematiker

Österreich

  • Magister/Magistra der Naturwissenschaften
  • Magister/Magistra der Wirtschaftswissenschaften
  • Diplom-Ingenieur/Diplom-Ingenieurin der Technischen Mathematik

Siehe auch

Weblinks

 Wikiversity: Mathematik – Kursmaterialien, Forschungsprojekte und wissenschaftlicher Austausch
 Wiktionary: Mathematiker – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Mathematiker aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.