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Krimtschaken

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Die turkstämmigen Krimtschaken (krimtschak. Кърымчах/Qrımçah, Кърымчахлар/Qrımçahlar) sind eine auf der Krim (Ukraine) ansässige turksprachige Minderheit jüdischen Glaubens. Sie gehören der talmudischen Richtung des Judentums an. Ihre Sprache ist fast ausgestorben.

Die Annahme einer möglichen Herkunft der Krimtschaken von den Chasaren des Mittelalters wird von der Mehrheit der Forscher nicht geteilt. Für die Mehrheit der Europäer des Mittelalters waren die Krimtschaken jedoch die Nachfahren der „Krimskythen“ (Qrım = Krim, çak = Sake/Skythe).[1]

Gemäß einer Notiz des Kriegstagebuchführers Walter Bußmann hat der SD „bis Anfang Dez. 1941 die Krimtschaken, deren Zahl etwa 6000 beträgt, ... liquidiert“.[2]

Eine genaue Größe ihrer Kopfzahl ist nicht mehr zu ermitteln: Bei der Volkszählung der Ukraine wurden (1990) in den größeren Städten der Krim wieder 1000 Krimtschaken gezählt.

Die Krimtschaken sind nicht mit den ebenfalls jüdischen und turksprachigen Karaim zu verwechseln.

Einzelnachweise

  1. siehe Artikel Kiptschaken
  2. Walter Bußmann: „Notizen“ aus der Abteilung Kriegsverwaltung beim Generalquartiermeister (1941/42). In: Klaus Hildebrand, Reiner Pommerin (Hrsg.): Deutsche Frage und europäisches Gleichgewicht. Festschrift für Andreas Hillgruber zum 60. Geburtstag. Böhlau, Köln 1985, ISBN 3-412-07984-7, S. 240.


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