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Jagur

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Jagur (Israel)
Jagur
Jagur

Jagur (hebr. יגור) ist ein Kibbuz im Norden Israels am Ostrand des Karmelgebirges an der Straße Haifa-Nazaret.

Kibbuz Jagur wurde am 30. Dezember 1922[1] von jüdischen Pionieren gegründet, nachdem das Land von Jehoschua Hankin erworben worden war. Die ersten Siedler legten die Sümpfe und den Fluss Kischon trocken, worauf ein landwirtschaftlicher Betrieb entwickelt wurde. Der Name des Kibbuz ist vom arabischen Dorf Jadschur abgeleitet, das sich früher in der Nähe befand. In der Bibel Jos 15,21 EU ist ein Ort Jagur erwähnt, welcher jedoch im Negev lokalisiert wird und dem Stammesgebiet von Juda zugerechnet wurde.

Im Jahr 1946 entdeckte die britische Besatzungsmacht in der Siedlung ein großes Waffenlager der jüdischen Untergrundorganisation Hagana; viele zionistische Führer wurden daraufhin im Rahmen der britischen Operation Agatha verhaftet.

Die Siedlung war lange Zeit die größte Kollektivsiedlung Israels; auch heute noch ist Jagur einer der größten Kibbuzim. Wichtige wirtschaftliche Tätigkeitsfelder des Kibbuz sind die Landwirtschaft und die Industrie.

Einzelnachweise

  1. Mordecai Naor: Eretz Israel, Könemann, Köln, 1998, ISBN 3-89508-594-4, Seite 119


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Jagur aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.