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Jüdischer Friedhof (Hamm-Heessen)

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Der Jüdische Friedhof Hamm-Heessen befindet sich in Hamm-Heessen, einem Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Hamm. Er lag an der Kleistraße, etwa einen Meter die Böschung herunter, versteckt hinter hohem Gebüsch und Baumen.

Geschichte

Erste Erwähnung fand dieser ehemalige Friedhof in der Urkarte aus dem Jahr 1829. Dort ist er als 81 m² großer Begräbnisplatz im Flurstück 157 eingetragen. Er ist jedoch weitaus älter. Die erste aktenkundige Beerdigung fand im Mai 1822 statt. Es war der am 9. März 1822 geborene und am 30. April 1822 gestorbene Leeser Isaac. In den Sterberegister sind Bestattungen für die Jahre 1828 und 1838 zu finden.

Schon 1859 gab es erste Schändungen. Am 25. April 1859 ließ der Amtman W. Freiherr von Böselager verkünden, dass Personen, die sich an der Einfriedung des jüdischen Kirchhofes zu schaffen machen, mit strengsten Bestrafungen zu rechnen hätten.

1867 gehörte das Gelände der jüdischen Gemeinde. Im Jahre 1902 erfolgte ein weiterer Besitzerwechsel. Isaac Blumenthal überschrieb das Gelände seinem Sohn Abraham.

Die letzte Beerdigung findet im Jahre 1883 statt. Es handelte sich um die Bestattung der 52jährigen Julie Blumenthal. In der Folgezeit wurde der Friedhof aufgelassen. Die jüdischen Gemeinde bestattete fortan ihre Verstorbenen auf dem Friedhof in der Ostenallee statt.

1944 wurde dieser Friedhof bei einem Bombenangriff total zerstört. Nur ein Bombentrichter und eine alte Eiche erinnern an diesen Friedhof.

Bis 1956 erschien das Grundstück noch in den Katasterkarten. 1985 wurde das Gelände überbaut.

Literatur

  • Rita Kreienfeld, Hammer Gschichtsverein e. V. Rückblicke 3 „ Sie waren so beliebt“. Die Geschichte der Blumenthals in Heesen. Hamm 2000
51.7049777.850171