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Gedalja Eisemann

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Gedalja Eisemann

Raw Gedalja Eisemann (geb. 1910 in Polen; gest. 2011 am Zom Gedalja in Jerusalem im Alter von 101 Jahren) war jüdischer Gelehrter und über fünfzig Jahre geistiger Leiter der Jeschiwa Kol Tora. Er war der älteste Maschgiach unserer Zeit.

Leben

Er wurde 1910 in Polen in eine Familie von Alexander-Chassidim geboren. Im Alter von 18 Jahren lernte er zwei Jahre lang in der Kletzker Jeschiwa, wo Rabbi Jecheskel Levenstein, der später Ponivescher Maschgiach, damals wirkte, und zu dem er eine enge Beziehung aufbaute. Als er später nach Eretz Jisrael kam, lernte er mit diesem regelmässig. In dieser Jeschiwa lernte er auch Rav Schach kennen, mit dem er später in Eretz Jisrael ebenfalls Kontakt pflegte.

Später wechselte er in die Kamenitzer Jeschiwa, wo er bei Rabbi Baruch Ber Leibowitz lernte, mit dem er eng verbunden war. Noch vor dem Krieg wanderte er zur Vermeidung des Militärdienstes nach Jerusalem aus, wo er heiratete und sich zur Schülergruppe von Raw Eisik Schor, dem Slobodker Rosch Jeschiwa, gesellte.

1943 wurde er zum Maschgiach der Kol Tora Jeschiwa ernannt, eine Funktion, die er fünfzig Jahre lang ausfüllte - in den ersten Jahren gemeinsam mit den Rosche Jeschiwa Raw Schlesinger und Raw Kunstadt, danach mit dem Rosch Jeschiwa Rabbi Schlomo Salman Auerbach. Anfangs der 1980er-Jahre beschloss er, sein Amt als Maschgiach der Jeschiwa niederzulegen, weil er sich von den Bachurim nicht mehr genügend ernst genommen fühlte.

In den letzten Jahren sammelte seine Familie einige seiner Sichot zum Thema Jamim Noraim, die im Sefer "Gidule Mussar" erschienen.

Seine Chochma und Mussar-Grösse hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Jeschiwa-Welt. Er galt als begnadeter Mechanech und hatte Zehntausende Schüler, unter ihnen z. B. der Maschgiach Raw Don Segal, Raw Jehuda Adas - der Rosch Jeschiwa von Kol Jakov, Raw Avigdor Nebenzahl, Raw Schlomo Machpud und Raw Jisrael Meir Lau.

Wegen seiner Schwäche verliess er sein Haus in den letzten Jahren nicht mehr, kam jedoch noch allmorgendlich zum Gebet in die Jeschiwa.

Er ist begraben auf dem Har Hamenuchot, Zehntausende nahmen an seiner Lewaja teil.

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