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Freilichtmalerei

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Freilichtmaler
Karikatur eines deutschen Freilichtmalers in der Wochenschrift Fliegende Blätter, Carl Stauber, 1845

Freilichtmalerei oder Pleinairmalerei (französisch: en plein air: unter freiem Himmel) bezeichnet eine Malerei, bei der der Künstler das abzubildende Objekt direkt, in natürlichem Licht und natürlichem Umfeld darstellt. Diese Form der Malerei steht damit im Gegensatz zur Ateliermalerei.

Bedeutung

Claude Monet: Impression, Sonnenaufgang, 1872, Musée Marmottan, Paris
Peder Severin Krøyer: Sommeraften ved Skagen Sønderstrand, 1893
Arnold Lyongrün: Weg in der Lüneburger Heide, 1909

Bereits in der Renaissance beschäftigten sich die Künstler mit dem natürlichen Licht. Leonardo da Vinci befasste sich mit dem Thema in seinem „Traktat über die natürliche Malerei“. Die niederländischen Maler des 16. und 17. Jahrhunderts arbeiteten zwar nach Studien im Freien, führten aber die weiteren Arbeiten am Gemälde im Atelier aus. Die Landschaftsdarstellung wurde dabei weitgehend unabhängig vom Vorbild der Natur nach Kompositionsregeln aufgebaut.

Begründet wurde die Freilichtmalerei am Anfang des 19. Jahrhunderts in England von John Constable und Richard Parkes Bonington. Die Ausstellung von Constables Werk 1824 in Paris veranlasste viele französische Maler zur Arbeit in der Landschaft und inspirierte besonders die französischen Impressionisten.[1] Künstler wie Jean-Baptiste Camille Corot, Jean-François Millet, Camille Pissarro, Pierre-Auguste Renoir, Giovanni Segantini und nicht zuletzt Claude Monet trugen mit ihren Werken dazu bei, dass sich die Pleinairmalerei etablierte.

Unter den Künstlern der Schule von Barbizon und des Impressionismus bekam diese Malweise eine neue, große Bedeutung. Nicht ganz unwichtig für das Malen en plein air waren auch die Entwicklung der Künstlerfarben in Tuben. Bis zu diesem Zeitpunkt musste jeder Künstler seine Farben aufwändig selbst anmischen, doch jetzt wurden die Farben „malfertig“ in wiederverschließbaren, transportablen Tuben hergestellt.

Skagenmaler nannte sich eine dänische Künstlergruppe in dem Fischerort Skagen – wie beispielsweise Peder Severin Krøyer und Anna Ancher, die Ende des 19. Jahrhunderts zu überregionaler Bedeutung gelangte und sich vor allem der Freiluftmalerei nach dem Vorbild der Schule von Barbizon verschrieb, ebenso die Künstler der Newlyn School. Beispiele aus Deutschland umfassen die Künstlerkolonien Dachau, Ahrenshoop und Worpswede sowie den Hamburgischen Künstlerklub. Als Ernst Oppler 1904 zurück in Deutschland sich in Berlin der Freilichtmalerei widmete, wurde dies als Kuriosität abgetan.

Literatur

  • Peter Galassi: Corot in Italien. Freilichtmalerei und klassische Landschaftstradition. Hirmer, München 1996, ISBN 3-7774-5490-7.
  • Petra Belli (Red.): FreiLichtMalerei. Der Künstlerort Dachau 1870–1914. Zweckverband Dachauer Galerien und Museen, Dachau 2001, ISBN 3-930941-26-0.

Einzelnachweise

  1. Freilichtmalerei. kronberger-maler.de, abgerufen am 21. Dezember 2009.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Freilichtmalerei aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.