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Ch. Links Verlag

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Die Ch. Links Verlag GmbH ist ein deutscher Sachbuchverlag. Er wurde am 1. Dezember 1989 in Ost-Berlin von Christoph Links gegründet und im Januar 1990 notariell eingetragen. Wenige Wochen nach dem Fall der Mauer war dies eine der ersten privaten Verlagsgründungen in der noch bestehenden DDR. Die friedliche Revolution in der DDR und die daraus resultierende Abschaffung der Zensur hatten die Neugründung eines unabhängigen Sachbuchverlages möglich gemacht.

Programm

Das Hauptanliegen des Verlages war es, die jüngste deutsche Geschichte frei von politischen Zwängen aufzuarbeiten und die sozialen Verhältnisse der Gegenwart zu analysieren. Diverse Bundeseinrichtungen und Institute wie etwa die Bundeszentrale für politische Bildung, das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin oder die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur unterstützen titelbezogen die Arbeit dieses nach wie vor unabhängig agierenden Verlages. Das Programm umfasst neben Büchern zu Politik und Zeitgeschichte (beispielsweise das biografische Nachschlagewerk Wer war wer in der DDR?) auch historische Reiseführer („PastFinder“), Länderporträts, anspruchsvolle Ratgeber sowie großformatige Bild-Text-Dokumentationen zu markanten Orten deutscher Geschichte (Buchtitel z. B. Die Grenze – Ein deutsches Bauwerk, Paradiesruinen – Das KdF-Seebad der Zwanzigtausend auf Rügen oder Görings Reich – Selbstinszenierungen in Carinhall).

Ein weiterer Programmbereich sind Bildbände über den Untergrund deutscher und ausländischer Metropolen wie Paris, New York, Wien, Hamburg oder Berlin (Buchtitel: Dunkle Welten – Bunker, Tunnel und Gewölbe unter Berlin). Wirklichkeitsnahe Literaturformen (Essays, Kolumnen, Porträts) sowie Reisereportagen, etwa die des niederländischen Bestsellerautors Frank Westerman, runden das Programm ab.

Seit 2001 wird ferner eine populärwissenschaftlich gehaltene Buchreihe zur deutschen Kolonialgeschichte publiziert („Schlaglichter der Kolonialgeschichte“), die inzwischen auch um einen wissenschaftlichen Ableger („Studien zur Kolonialgeschichte“) erweitert wurde.

Der Verlag ist in der Kulturbrauerei in Berlin-Prenzlauer Berg ansässig und hatte 2009 zehn fest angestellte Mitarbeiter.

Literatur

Weblinks


Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ch. Links Verlag aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.