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Benutzer:Michael Kühntopf/Gemeindezeitung Ffm Dez. 2018

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Salomon Korn, S. 3 (...) In Deutschland ist mit der AfD eine Partei in den Bundestag eingezogen, in deren Reihen sich Mitglieder nationalistisch, rassistisch und antisemitisch äußern. So sprach der Berliner AfD-Abgeordnete Gottfried Curio in nationalsozialistischer Wortwahl von „Umvolkung“ und „Messermigration“, hetzt gegen Flüchtlinge und will Angela Merkel ausbürgern. Den Bundestag benutzt die AfD nicht zur konstruktiven Arbeit für Demokratie, sondern lediglich als Bühne, um ihre nationalistischen und rassistischen Botschaften zu verkünden. Juden in der AfD: Alibi– oder Funktionsjuden? Bedauerlicherweise haben sich auch Juden der AfD angeschlossen; dabei kann dahingestellt bleiben, ob diese der AfD als „Funktionsjuden“ gegen die Anwesenheit von Muslimen in Deutschland dienen oder in ihrer Rolle als „Alibijuden“ sich selbst eine vermeintlich wichtige Funktion zuschreiben – traurig und beschämend ist dieser Vorgang allemal. Ein Blick nach Israel zeigt, dass es in der jüdischen Welt auch hoffnungsvolle Nachrichten gibt: Die israelische Wirtschaft zählt mit ihrem gegenwärtigen Wachstum zu den erfolgreichsten Wirtschaftssystemen der Welt. Der Tourismus zeigt in diesem Jahr bereits heute neue Rekordzahlen, und es gibt in keinem anderen Land so viele „Start-ups“ pro Kopf der Bevölkerung wie in Israel. Die gute Nachricht aus Deutschland lautet: Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland,wird sich auf der nächsten Ratsversammlung des „Zentralrats“ erneut zur Wahl stellen. Zu den aktuellen Erfolgen seiner Amtszeit zählt unter anderem, dass er kürzlich in Verhandlungen mit dem Bund den Zuschuss des Bundes an den „Zentralrat“ um drei Millionen Euro auf 13 Millionen Euro steigern konnte.


Anton Jakob Weinberger, S. 34 Wie erklären sie sich das? Das hat meiner Meinung nach mehrere Gründe. Das eine ist die jüdische Identität der Akteure. Die wenigsten sind in einer jüdischen Gemeinde eingebunden [Woher will er das wissen?! Vermutlich kennt er keinen einzigen Mitgründer. Andererseits hat er natürlich recht, wenn er unter "eingebunden sein" "Erfüllungsgehilfen des Regimes sein" meint], bei einigen ist sogar ihre jüdische Identität anzuzweifeln. Ferner sind einige der Protagonisten in Ländern jenseits des Eisernen Vorhangs sozialisiert worden [Kommentar Vlad Cohen: "Ja, das ist wahr! Und genau deswegen spüren wir, die "aus der Kälte kamen", wo die Demokratie aufhört und die Diktatur anfängt. Im Unterschied zu den Leuten im Westen wissen wir aus der EIGENEN Erfahrung, dass in D. ein totalitäres System im Anmarsch ist]. Es ist nichts Neues, dass Menschen, die in solchen Systemen aufgewachsen sind, auch später in autoritären Strukturen denken und handeln. Einen weiteren Grund sehe ich in der Angst bzw. in der Feindschaft gegenüber „dem Islam“. Wenn ich von einigen historischen Parallelen absehe, sehe ich darin die Quellen für dieses Verhalten. An welche historischen Parallelen denken Sie dabei? Kurz nach Hitlers Machtübernahme haben nationalkonservative Juden den „Deutschen Vortrupp. Gefolgschaft deutscher Juden“ gegründet. Der Geburtsfehler dieser kleinen Gruppe verblendeter jüdischer Akademiker war, dass sie sich mit den Nationalsozialisten zusammentun wollten, aber ohne deren Antisemitismus. Sie sahen im Nationalsozialismus einen Teil der erwünschten „völkischen Erneuerung“ Deutschlands. Dass dieser Verein 1935 verboten und aufgelöst, dessen Gründer deportiert wurden oder auswandern mussten, spricht Bände über seinen politischen Erfolg. [Kommentar Vlad Cohen: "Da versucht Herr Weinberger das Publikum zu täuschen, damit er suggeriert, daß "Hitlers Machtübernahme"=AfD und "kleine Gruppe verblendeter jüdischer Akademiker"=JAfD. So wird ein Schuh draus: "Hitlers Machtübernahme"="Mainstream damals" und "Merkels/Gutmenschen Machtübernahme"="Mainstream heute". Die opportunistischen Profi-Juden, die den Tugendterror ((C) Sarrazin) aktiv unterstützen, kann man m. M. n. mit Kollaborateuren von damals vergleichen. Und die AfD mit der Résistance].


Richard Chaim Schneider, S. 68 (Wiederabdruck eines schätzungweise zwei Monate alten Aufsatzes aus tachles): Das Ende des jüdischen Zeitalters in Europa – ebenso das Erscheinungsjahr 2020. Und so eloquent,wie Richard Chaim Schneider das Ende des liberalen Zeitalters und das Erstarken des Rechtspopulismus [die Islamisierung Europas stört ihn offensichtlich überhaupt nicht!] in Europa ... beschrieb, erschien es, als sei das neue Buch längst geschrieben. (...) Und dann sagte Schneider doch noch etwas über die AfD. Man solle es sich nicht so einfach machen und diese als „Nazi-Partei“ denunzieren, warnte er. Gleichwohl ist auch er davon überzeugt, dass die meisten ihrer Mitglieder antisemitisch eingestellt seien, aller öffentlich zur Schau getragenen Sympathie für Israel zum Trotz. „Eine politische Partei, die das Schächten und die Beschneidung verbieten will, zeigt, wo sie steht.“ [Die Argumente sind falsch oder lächerlich oder erlogen]