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Alfred M. Bloch

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Alfred M. Bloch (geb. 1904 in Weiden, Bayern; gest. 11. Mai 1979) war ein deutsch-britischer Ingenieur.

Leben und Tätigkeit

Nach dem Schulbesuch studierte Bloch an der Technischen Hochschule in München, wo er ein Doktorat im Bereich Ingenieurwesen erwarb. Von 1929 bis 1933 war er als Assistent für angewandte Mechanik an dieser Hochschule beschäftigt. Außerdem arbeitete er bei der Staatseisenbahn in München, wo er ein fortschrittliches Signalweiterleitungssystem entwickelte.

Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 wurde Bloch aufgrund seiner – nach nationalsozialistischer Definition – jüdischen Abstammung aus dem Universitätsleben verdrängt. Er siedelte 1934 nach Dublin über, wo er am Trinity College forschte. Zu dieser Zeit erfand er ein gerät zur Messung des Oberflächenwiderstandsströmung (Surface resistance strain). 1936 wechselte er zur General Electric Company für die er bis 1964 als Elektroingenieur tätig war.

Von den nationalsozialistischen Polizeiorganen wurde Bloch Ende der 1930er Jahre als Staatsfeind eingestuft: Im Frühjahr 1940 setzte das Reichssicherheitshauptamt in Berlin ihn auf die Sonderfahndungsliste G.B., ein Verzeichnis von Personen, die im Falle einer erfolgreichen Invasion und Besetzung der britischen Inseln durch die Wehrmacht von den Besatzungstruppen nachfolgenden Sonderkommandos der SS mit besonderer Priorität ausfindig gemacht und verhaftet werden sollten.[1]

1966 wurde Bloch, dessen Spezialgebiet hochfrequente Schwingungen waren, zum beigeordneten Dozenten für Elektroingenieurswesen (Associate Reader) an der Brunel University ernannt. 1977 erhielt er die Ehrendoktorwürde dieser Universität.

Literatur

  • Longmans Who's Who of British Scientists 1969/70.
  • William D Rubinstein/ Michael Jolles/Hilary L. Rubinstein: The Palgrave Dictionary of Anglo-Jewish History, S. 101f.

Einzelnachweise

  1. Eintrag zu Bloch auf der Sonderfahndungsliste G.B. (Wiedergabe auf der Website des Imperial War Museums in London).


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