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1300 v. d. Z.

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Ereignisse

  • ab 1300 v. d. Z.: Das 14. vorchristliche Jahrhundert war im östlichen Mittelmeerraum eine Zeit des Friedens und der wirtschaftlichen Blüte, die hauptsächlich dem internationalen Handel zu verdanken war. Doch all das änderte sich grundlegend im 13. Jahrhundert, als die Macht des ägyptischen und des hethitischen Grossreichs verfiel, die mykenische Kultur in Griechenland unterging, die Blütezeit Zyperns jäh endete und viele der Stadtstaaten Kanaans zerstört wurden. Die politischen Wirren brachen gewaltsam in das Leben zahlloser Menschen ein, und manche von ihnen wurden auf der Suche nach einer neuen Heimat in ferne Gegenden verschlagen. Das 13. Jhdt. v. Chr. erlebte einen ständig anwachsenden Strom von Einwanderungswilligen aus der Fremde, die vom Meer her kamen und auf dem Weg nach Süden durch die Levante zogen. Wir kennen diese Invasoren unter dem Namen „Seevölker“ – so nannte man sie in Ägypten. Vereinzelte kleinere Gruppen, die schon vor dem 13. Jhdt. ins Land kamen, waren von der ägyptischen Gesellschaft absorbiert worden; häufig wurden sie als Söldner beschäftigt. Bald jedoch wurde ihre schiere Masse einfach zu gross. Städte, Länder, Reiche brachen unter dem Druck der Immigranten zusammen, und im Lauf des 13. Jhdts. v. d. Z. wurde jene Zivilisation der Späteren Bronzezeit, die in der Levante, in Kleinasien, Syrien und Ägypten geblüht hatte, weitgehend zerstört. Zu diesen Seevölkern gehörten auch jene Siedler an der Küste ganz im Süden der Levante, die uns aus der Bibel unter dem Namen Philister (in ägyptischen Hieroglyphen „plst“, mit Vokalen „Peleset“, hebräisch „plischtim“) bekannt sind. Die typische Keramik dieser Nation findet sich in weiten Teilen des südlichen Kanaan. Die Philister, ein nichtsemitisches Volk von den ägäischen Inseln (Kreta? Zypern? biblisch: Kaftor), liessen sich an der Küstenebene des Mittelmeers (auf dem Gebiet, das dem heutigen Israel und dem Gazastreifen entspricht) nieder – daher auch der Name „Palästina“ (griechisch: Philistia) für dieses Gebiet. Nachdem die Philister einmal an der Küste im Süden Kanaans Fuss gefasst hatten, gründeten sie mindestens fünf Städte ("fünf Fürstenstädte"): Aschdod, Aschkelon und Gaza am Meer, dazu Gat und Ekron im Landesinneren. Andere „Seevölker“ waren z. B. (laut Papyrus Harris) die Scherden, Weschesch, Denjen, Tjekker. – Philisterkriege: unter Simson, Samuel, Saul, David



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