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Mythos

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mythos (Begriffsklärung) aufgeführt.

Ein Mythos (maskulin, von altgriechisch μῦθος, „Laut, Wort, Rede, Erzählung, sagenhafte Geschichte, Mär“, lateinisch mythus; Plural: Mythen) ist in seiner ursprünglichen Bedeutung eine Erzählung, mit der Menschen und Kulturen ihr Welt- und Selbstverständnis zum Ausdruck bringen. Im traditionellen religiösen Mythos wird durch den Mythos das Dasein der Menschen mit der Welt der Götter verknüpft.[1]

Mythen erheben einen Anspruch auf Geltung für die von ihnen behauptete Wahrheit. Kritik an diesem Wahrheitsanspruch gibt es seit der griechischen Aufklärung bei den Vorsokratikern (z. B. Xenophanes, um 500 v. Chr.). Für die Sophisten steht Mythos im Gegensatz zum Logos, der durch verstandesgemäße Beweise versucht, die Wahrheit seiner Behauptungen zu begründen.[2]

In einem weiteren Sinn bezeichnet Mythos auch Personen, Dinge oder Ereignisse von hoher symbolischer Bedeutung[3] oder auch einfach nur eine falsche Vorstellung oder Lüge.[4]

Eine bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gebräuchliche, heute seltene Verdeutschung ist „die Mythe“ als weiblicher Singular.

Das Ensemble aller Mythen eines Volkes, einer Kultur, einer Religion wird als Mythologie (weiblich, von griechisch μυθολογία „Sagendichtung“) bezeichnet.[5] So spricht man z. B. von der Mythologie der Griechen, der Römer, der Germanen. (zu weiteren Bedeutungen dieses Begriffs siehe Hauptartikel Mythologie)

Begriffsgeschichte

Antike

Die Vorstellung von Autorität, höherer Wahrheit und allgemeiner Relevanz (mitsamt dem Verdacht der Verblendung) ist nicht ursprünglich mit dem Begriff Mythos verbunden. Für Platon kann mythos Wahres und Falsches enthalten; Dichter werden dazu aufgefordert, möglichst wahre mythoi zu dichten. Die literarische Gattung des so genannten platonischen Mythos hingegen kann ganz Unterschiedliches umfassen: Ein Gleichnis, eine Metapher oder auch ein Gedankenexperiment. Platon schuf in seinem Dialog Timaios auch einen Mythos von der Entstehung der Welt (Kosmogonie), von dem wesentliche Aspekte im Mittelalter stark rezipiert wurden.

Aristoteles billigt einem Mythos nur die Möglichkeit einer Annäherung an die Wahrheit zu. Er verstand unter Mythos die Nachahmung von Handlung, also von etwas Bewegtem, im Unterschied zu den statischen Charakteren, die seiner Auffassung nach noch keine Dichtung ausmachen. Mythos wäre also, vom Gehen eines Menschen zu sprechen, statt bloß seinen Gang zu charakterisieren. Aristoteles sah seinen Text als eine Art Gebrauchsanleitung für Dichter. Mythos war für ihn ein Merkmal einer gelungenen Tragödie. Ebenfalls bei Aristoteles findet die Verengung des Begriffs Mythos auf die bis heute gebräuchliche Bedeutung statt, nämlich den typischen griechischen Mythos von Göttern und Helden.

Renaissance und Aufklärung

Die Gegenüberstellung von Mythos und Religion stammt aus der Zeit des Renaissance-Humanismus, in der das Christentum stets noch vorherrschte, aber von der klassischen Mythologie mehr und mehr die Rede war, ohne dass sie im religiösen Sinne ernst genommen wurde. Die antiken Epen wurden mit der Zeit zur Konkurrenz der biblischen Erzählungen. Die französische Klassik im 17. Jahrhundert kleidete moderne politische Themen ins Gewand antiker Mythen. Das Drama wurde als höchste Gattung der Dichtung betrachtet.

Johann Christoph Gottsched übersetzte Mythos mit „Fabel“ (Versuch einer critischen Dichtkunst vor die Deutschen, 1730). Mythos konnte in dieser Bedeutung sowohl das Grundgerüst einer erzählten Handlung sein, als auch die Sittenlehre bezeichnen, die einer Erzählung zugrunde liegt. Die Vorstellung vom Mythos als Sittenlehre hat in der Folge die ältere erzähltechnische Bedeutung verdrängt. Kritik am antiken Mythos konnte damals von seiten der konkurrierenden christlichen Sittenlehre stammen.

Die Aufklärung verstand „den“ Mythos als kindliche Vorstufe zum begrifflichen Denken und hielt ihn durch dieses für überwunden. Der Machtverlust der Kirchen in jener Zeit forderte in vielen Augen einen Ersatz für biblische Stoffe, die ihrer Autorität beraubt waren. Traditionell übernahmen die antiken Epen und Dramen diese Aufgabe. Die Welt der antiken Mythen schuf nach wie vor einen Freiraum gegenüber konservativen religiösen Vorstellungen (so noch in der Weimarer Klassik).

Romantik und 19. Jahrhundert

In der Romantik konnte der Mythos nun, statt eine Gegenwelt zum Religiösen zu sein, als Erneuerung des Religiösen verstanden werden. Die Dichter der Romantik griffen neben den griechischen Mythen zunehmend auf mittelalterliche „nordische“, später auch auf indische Mythologie zurück. In Schellings Philosophie ist der Mythos nicht mehr vom Menschen erdacht, sondern der Mensch scheint umgekehrt ein Instrument des Mythos zu sein. Die verlorene und zugleich beschworene Autorität dieses Mythos wird zu einem wesentlichen Thema der Zeit. Auch nach Friedrich Nietzsche ist das Unbehagen in der Kultur der Moderne Ausdruck des Mythosverlusts. Der Mythos sei eine „Abbreviatur der Erscheinung“ (Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, 1872). Diese Rhetorik hat bis heute Tradition: „Dem mythenlosen Menschen der Moderne fehlt die Kraft der Abbreviatur, der Horizontbegrenzung, die der Mythos leistet. Der Mythos ist die Matrix des Weltbildes – er stellt ein Bild von der Welt und umstellt die Welt mit Bildern“ (Norbert Bolz, Eine kurze Geschichte des Scheins, 1991).

Der Mythos schafft Wissen durch Erzählung im Gegensatz zur wissenschaftlichen Erklärung. Diese von Aristoteles eher zur Einteilung der Wissenschaften gebrauchte Unterscheidung wird im 19. Jahrhundert durch den Vormarsch der Naturwissenschaften zu einer Rechtfertigung des Erzählens gegenüber dem Erklären, oft verbunden mit einem romantischen Glauben an die Existenz und Relevanz von Volksmärchen oder Volksliedern. So wurde der Mythos oft mit mündlicher Überlieferung zusammengebracht, die als Beleg für gemeinsame Autorschaft und uraltes Einvernehmen eines „Volks“ gesehen wurde.

Im selben historischen Zusammenhang steht die Rechtfertigung des Irrationalen gegenüber dem Rationalen. Als Gegensatz zum Mythos wird oft der Logos begriffen, der dem rationalen Diskurs zugänglich ist. Im Unterschied zur Historie lassen sich die Gegenstände des Mythos nicht nachprüfen und hängen eher mit einem kollektiven Glauben an seine Wirklichkeit oder Wahrheit zusammen. Dem Logos ist heute die wissenschaftliche Geschichtsschreibung zuzuordnen, während sich mit dem Mythos die Glaubenslehre, die Literaturwissenschaft und die Soziologie befassen.

Mit dem Begriff Mythos wird seit dem 19. Jahrhundert oft die Vorstellung einer wiederholten Bestätigung im Erleben und Erzählen verbunden, die sich einem linearen Zeitbegriff und einem Fortschrittsdenken entgegenstellt. Abgesehen von Schöpfungsmythen behandelt der Mythos nach dieser Auffassung regelhaft wiederkehrende Konstellationen und Konflikte. Goethe verstand den Mythos als „Menschenkunde in höherem Sinne“. Hinsichtlich seiner Wiederholungsstruktur nannte er ihn „die abgespiegelte Wahrheit einer uralten Gegenwart“ (1814). Nietzsche prägte das Wort von der „ewigen Wiederkunft“ (1888). Thomas Mann definierte das Wesen des Mythos als „zeitlose Immer-Gegenwart“ (1928).

20. Jahrhundert

Um 1900 verbanden sich romantische und neuhumanistische Vorstellungen mit einer beginnenden wissenschaftlichen Ethnologie und Psychologie. Von Sigmund Freud ging die Vorstellung aus, dass Mythen als Projektionen menschlicher Probleme und Erfahrungen auf übermenschliche Wesen deutbar seien. Oft wird im Mythos das Handeln und Wirken von Göttern in Anlehnung an menschliche Verhältnisse (anthropomorph) dargestellt (Götterfamilien, Göttergeschlechter). Dass mit diesem Begriff des Mythos Eigenschaften der griechischen Mythologie auf Außereuropäisches ausgeweitet werden, trug ihm den Vorwurf des Eurozentrismus ein. Freuds Interesse am Mythos wurde, mit abweichenden Lehrmeinungen, von C. G. Jung geteilt.

Der moderne Begriff des Mythos dient oft dazu, trotz zunehmendem Pluralismus etwas Allgemeinmenschliches und Allgemeingültiges zu suchen und zu behaupten (was stets noch das Erkenntnisinteresse von Claude Lévi-Strauss war). Mythen als tradierte Erzählungen berichten darüber, wie die Gegenwart in der Vergangenheit begründet ist, schildern etwa die Entstehung der Götter, der Menschen, des Kosmos oder endzeitliches und jenseitiges Geschehen.

Hans Blumenberg rehabilitierte den Mythos im 20. Jahrhundert. Für ihn sprechen sich im Mythos existenzielle Grunderfahrungen aus, die den Menschen überlasten. Das „Narrativ“ des Mythos lehre einen Umgang mit diesen Situationen und stelle somit eine „Entlastungsfunktion“ (Arnold Gehlen) für den Menschen dar. Dabei lasse sich der Mythos nicht in klare, nicht-bildhafte Sprache überführen. Gerade seine Polyvalenz gebe ihm seinen Reichtum und mache seine Interpretierbarkeit und Anwendbarkeit (im Sinne eines Nachvollzugs) in unterschiedlichsten Krisen möglich.

Unterschiedliche Typen von Mythen

Wenn man den Mythos als Erzählung betrachtet, kann man verschiedene Typen oder Funktionen unterscheiden. Ätiologische Mythen erklären irgendwelche Besonderheiten in der Welt. Soteriologische Mythen erzählen vom Kommen eines Retters, der der Welt das Heil bringen soll. Eschatologische Mythen erzählen von den Letzten Dingen (Eschata), die am Ende der Zeit oder nach dem Tod geschehen werden. Kosmogonische und kosmologische Mythen erzählen von der Entstehung der Welt und erklären den Lauf der Welt. Theogonien erzählen von der Entstehung und dem Schicksal der Götter.[6]

Obwohl die Mythen unterschiedlicher Kulturen sich in vielen Elementen deutlich unterscheiden, gibt es doch Kulturen übergreifende Mythologeme, d.h. übereinstimmende, invariante Elemente. (z. B.: Kindermord, Urkind, der männliche Ursprung des Lebens,[7])

Der Mythos als Denkform

Ernst Cassirer charakterisiert den Mythos als „Denkform“ mit folgenden Merkmalen: Der Mythos ebenso wie das religiöse Ritual machen keine Unterscheidung zwischen verschiedenen Realitätsstufen (Immanenz/Transzendenz). Der Mythos kenne zudem keine Unterscheidung zwischen „Vorgestelltem“ und „wirklicher“ Wahrnehmung (Traum/Wacherlebnis) und keine scharfe Trennung zwischen der Sphäre des Lebens und des Todes. Er kenne keine Kategorie des „Ideellen“, denn alles (auch Krankheit und Schuld) habe „Dingcharakter“. Er betrachte Gleichzeitigkeit oder räumliche Begleitung als „Ursache“ von Ereignissen („post hoc ergo propter hoc“). Diese Merkmale lassen sich laut Cassirer nicht nur im „echten Mythos“, also der Göttererzählung, finden, sondern auch in anderen Textarten wie in Gebeten und Liedern.[8]

Die Struktur des Mythos

Mythos als Welterklärung

Der Mythos als Weltdeutung des imaginären Denkens ist die wohl früheste Antwort auf das menschliche Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit angesichts des „Absolutismus der Wirklichkeit“ (Blumenberg). Er entspricht der ursprünglichen Struktur menschlichen Denkens. Weil „Angst immer wieder zu Furcht rationalisiert werden muss“, erfindet der Mensch „Kunstgriffe wie den der Supposition des Vertrauten für das Unvertraute, der Erklärungen für das Unerklärliche, der Benennungen für das Unnennbare“: „Was durch den Namen identifizierbar geworden ist, wird aus seiner Unvertrautheit durch die Metapher herausgehoben, durch das Erzählen von Geschichten erschlossen in dem, was es mit ihm auf sich hat“[9].

Die etymologische Definition der „mythologia“ als das Erzählen („legein“) von Geschichten („mythoi“) verweist erst auf den zweiten Blick auf den „Grundtext“, den der Mythos beständig variiert. „Erzählen ist in der Mythologie schon Begründen“[10]. Der Mythos liefert eine vorstellbare Weltdeutung, die weder belegt noch begründet werden muss: „Die Wahrheit der Mythen ist kein Wissen. Sie sprechen in bildbegründeten Ansprüchen und Massstäben.“[11]. Strukturbildend ist im Mythos nicht die Form, sondern der Inhalt: „Die Substanz des Mythos liegt weder im Stil noch in der Erzählweise oder der Syntax, sondern in der Geschichte, die darin erzählt wird.“[12] Der Mythos ist nicht hinterfragbar, er erzählt, statt zu belegen, er ist „die Beschwörung der Dauerhaftigkeit der Welt im Ritual“[13].

Der Mythos ist zeitlos, „seit jeher war er ungetrennt beides; Gegenwärtiges und Vergangenes. Diese Paradoxie des Gleichzeitigen und Vergangen war im Mythos immer schon da“[14]. „Mythen wie magische Riten meinen die sich wiederholende Natur. Sie ist der Kern des Symbolischen; ein Sein oder ein Vorgang, der als ewig vorgestellt wird, weil er im Vollzug des Symbols stets wieder Ereignis werden soll“[15]. Derart „wird der Mythos durch den Verlust der historischen Eigenschaft der Dinge bestimmt. Die Dinge verlieren in ihm die Erinnerung an ihre Herstellung“[16].

Er ist „vorbewusst“, „denn Mythos ist Lebensgründung: er ist das zeitlose Schema, die fromme Formel, in die das Leben eingeht, indem es aus dem Unbewussten seine Züge reproduziert“[17]. In der Konsequenz setzt er die Weltordnung als gegebene, ewig geltende und somit bereits vorab bestimmte voraus, das ihm immanente magische Denken ist „die Übersetzung eines unbewussten Erfassens der Wahrheit des Determinismus“[18]. Der Interpretation bietet sich derart „ein Schema, das dauernde Wirkung besitzt“[19] und wenn Kerenyi von der Psychologie als Individualmythologie und der Mythologie als Kollektivpsychologie spricht[20], weist dies auf die tiefe Verwurzelung des Mythos im menschlichen Denken zur „Erhaltung des Subjekts durch seine Imagination gegen das unerschlossene Objekt“[21] auch angesichts des Traums als „reiner Ohnmacht gegenüber dem Geträumten, völlige Ausschaltung des Subjekts“ und „reine(r) Herrschaft der Wünsche“ [22].

Historischer Abriss des philosophischen Mythos-Begriffs

Mythos als Weltdeutung wird schon durch die Vorsokratiker in den Gegensatz zur Erkenntnis des Logos gesetzt, wobei die auf Thales von Milet zurückgeführten ersten Anfänge wissenschaftlichen Denkens bereits seit Aristoteles als Anfang der Philosophie überhaupt interpretiert werden. Der Mythos bleibt in der Folge der Dichtung vorbehalten, bis die Kirchenväter die griechischen Götter, die „so sind, wie nicht einmal Menschen sein dürfen“[23] quasi auf den Index setzten. Dieser „theologische Absolutismus“ wirkt nach bis hin zu Renaissance und Barock, als in Dichtung und Malerei die Götter längst wieder Einzug gehalten hatten, jedoch philosophisch mittels Allegorese nahtlos ins christliche Weltbild eingepasst werden konnten.

Erst der Gottesbegriff Spinozas und der Umschlag in die „Suprematie des Subjekts“[24] durch Bacons Wissenschaftsbegriff und den durch Hobbes und Locke weiter vorangetriebenen Empirismus erlaubten 1725 dem Frühaufklärer Giambattisto Vico in seiner „Scienza nuova“ den Entwurf einer Geschichtsphilosophie, in der die poetologische Wahrheit der Mythen in der Frühzeit des Menschen abgelöst wird durch einen Aufschwung zum rationalen Bewusstsein, das jedoch die Imagination schwächt und somit wieder zum Abstieg führt, bis eine „neue Wissenschaft“, die Vico in seiner Zeit gekommen sah, den endgültigen Aufstieg sichert [25].

Mit Beginn der Moderne sieht sich die Theologie dann angesichts des „Massenatheismus“ außerstande, die Legitimation der bestehenden Ordnung gegenüber der sich im revolutionären Umbruch befindlichen Gesellschaft zu sichern. Andererseits kann auch die mit der Aufklärung zur neuen Richtschnur gewordene empirische Wissenschaft nicht als Religionsersatz dienen, da „ihre Geltungsansprüche grundsätzlich hypothetisch formuliert sind. Hypothesen reichen aber nicht hin zur Legitimation von staatlicher Macht“[26]. In diesem Umfeld verstärkt sich entsprechend die Bedeutung von Philosophie und unter dem neuen Primat der Freiheit sind es schließlich Kants Postulate der praktischen Vernunft, die „Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus“-gleichermaßen Hegel wie Schelling zugeschrieben – 1797 aufgreift, um die Forderung nach einer „Neuen Mythologie“ als „Mythologie der Vernunft“ zu formulieren: „Die Philosophie muss mythologisch werden, um die Philosophen sinnlich zu machen“. Der Mythos bleibt in der Folge ein zentrales Thema des Deutschen Idealismus. Schelling bezeichnet noch 1842 im „Prozess der Mythologie“ Mythen als „Erzeugnisse der Substanz des Bewusstsein selbst“ und als grundlegend für das menschliche Bewusstwerden.

Vermittelt durch den Schelling-Schüler Johann Jakob Bachofen wurde dann, gewissermaßen als Erbe der „Nachtseite der Romantik“ der „nicht-olympische Grund unterhalb der apollinischen Heiterkeit der homerischen Götterwelt“[27], den Schelling in seinem Spätwerk anspricht, schließlich bei Nietzsche zum Gegenpol der hellenistischen Klassizität. Bachofen sah auch nach erfolgtem Übergang vom Mutterrecht zum Patriarchat den Göttervater Zeus noch unter der Herrschaft der Schicksalsgöttin Moira und setzte in diesem Zusammenhang das Dyonisische gegen das Apollonische, Dieser Gegensatz wird dann 1871 zentrales Thema in Nietzsches „Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik“. Hier zeigt sich deutlich die latente Sprengkraft der „entsubjektivierenden“ Mythenrezeption Nietzsches: „Trotz Furcht und Mitleid sind wir die Glücklich-Lebendigen, nicht als Individuen, sondern als das eine Lebendige, mit dessen Zeugungslust wir verschmolzen sind.“[28]. Der endgültige Schritt zur „Remythisierung“[29] als Grundstein der wiedererlangten Geltendmachung des Mythos im 20 Jahrhundert dürfte dann 1885 durch Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ erfolgt sein mit der dort postulierten „ewigen Wiederkunft des Gleichen“.

Die wohl wirkungsmächtigste Tradition der Philosophie der Gegenwart führt von Nietzsche aus weiter über Freud und den französischen Strukturalismus bis zur Postmoderne, wobei die Struktur des Mythos ein zentrales Thema bleibt.

Freud spricht bereits 1896 von „endopsychischen Mythen“, auf denen er eine „Metapsychologie“ als „Orientierung für das Konstrukt der inneren Dramaturgie“ aufbauen will (wobei hier erstmals auch Ödipus erwähnt wird), verwirft diese These aber wieder, da sie in letzter Konsequenz zurück den „eingeboren Ideen“ Platons geführt hätte, um schließlich 1937 den Mythos als „Latenz vorgeschichtlicher Menschheitserfahrung“ zu definieren. [30]

1949 erscheinen Claude Lévi-Strauss’ „Elementare Strukturen der Verwandtschaft“, 1964-1971 das vierbändige Hauptwerk „Das Rohe und das Gekochte“. Mythos ist hier grundliegende Struktur menschlichen Denkens aller Kulturen, wobei die Diachronie in der Synchronie aufgehoben ist: „Man wird nicht zögern, Freud nach Sophokles zu unseren Quellen des Ödipusmythos zu zählen. Ihre Versionen verdienen dieselbe Glaubwürdigkeit wie andere, ältere und dem Anschein nach „authentischere“.[…] Da ein Mythos aus der Gesamtheit seiner Varianten besteht, muss die Strukturanalyse sie alle mit dem gleichen Ernst betrachten“.[31]

Die bleibende und aktuelle Gültigkeit der Struktur des Mythos ist auch Thema der Semiologie, etwa in Roland Barthes „Mythen des Alltags“, wobei dieser sich jedoch kritisch zur „Lesbarkeit“ des Mythos äußert: „Der Verbraucher des Mythos fasst die Bedeutung als ein System von Fakten auf. Der Mythos wird als ein Faktensystem gelesen, während er doch nur ein semiologisches System darstellt“ (S. 115). Kritisch ist auch die Stellung der Postmoderne zum Mythos als Welterklärungsmodell, wie schon am Titel des „Anti-Ödipus“ (Frankfurt 1974) von Deleuze/Guattari ersichtlich. Im Vorwort zum zweiten Band „Mille Plateaux“ heißt es zu Nietzsche: „Nietzsches Aphorismen brechen die lineare Einheit des Wissens nur auf, um im gleichen Zuge auf die zyklische Einheit der ewigen Wiederkehr zu verweisen, die im Denken als Nichtgewusstes anwesend ist“[32].

Zeitgenössische Mythen

Zu den politischen Mythen siehe den Hauptartikel Politischer Mythos.

Heutige Mythen, die im Sinne von Roland Barthes Natur und Geschichte verwechseln oder Alltägliches vergöttern, sind in der Regel nicht mehr religiös legitimiert. Sie beruhen auf nicht (mehr) verifizierbaren kollektiven Erinnerungen: auf einem Cocktail aus Erzählungen von Bekannten, Darstellungen im Film und in anderen Medien, Überlieferungen und/oder kollektiven Erlebnissen, an die man sich verklärend erinnert. In Form von kollektiven Irrtümern können Mythen sozialen Zusammenhalt erzeugen und Herrschaft sichern, aber auch Subkulturen und Untergrundbewegungen legitimieren.

Im allgemeinsten Sinn kann ein Mythos nach dieser Vorstellung ein Begriff, ein Erklärungsmuster oder ein Produkt mit großer öffentlicher Ausstrahlung sein. Entsprechende Personen werden auch als Stars bezeichnet, entsprechende Gegenstände auch als Kultobjekte oder Ikonen, entsprechende Ereignisse auch als „Ereignisse von Kultstatus“. Diese Auffassung ist nicht unumstritten; sie ist vor allem im angelsächsischen Raum zu beobachten, wenn dort etwa vom Mythos Rhein oder vom Mythos Marilyn Monroe die Rede ist. Ein erzählerischer „Mythos“ ist dagegen das Aufstiegsszenario vom Tellerwäscher zum Millionär.

Die moderne Werbewirtschaft macht sich die Mythologisierung von Produkten zunutze. Damit wird ein Effekt verstärkt, der unter marxistischen Kritikern als elementarer Bestandteil des Kapitalismus gesehen wird: das Phänomen des Warenfetischismus.

Verwandtes

Eng verwandt mit Mythen sind moderne Sagen (Urban Legends), Hoax sowie auch Verschwörungstheorien. Sie werden meist zu einem bestimmten politischen, psychischen oder sozialen Zweck konzipiert und tradiert. Während Legenden ursprünglich den (im Lauf der Erzähltradition modifizierten) Lebenslauf eines/einer Heiligen zum Kern haben, ist eine Sage „eine volksläufige, zunächst auf mündlicher Überlieferung beruhende kurze Erzählung objektiv unwahrer, oft ins Übersinnlich-Wunderbare greifender, phantastischer Ereignisse, die jedoch als Wahrheitsbericht gemeint sind und den Glauben der Zuhörer ernsthaft voraus setzen.“ (Gero von Wilpert)

Beispiele in der Literaturgeschichte

Bedeutend für die europäische Kultur sind die griechisch-römischen Mythen, die seit Homer (Ilias, Odyssee) und Hesiod (Theogonie) zum Stoff der Dichtung wurden, in der römischen Zeit etwa von Ovid (Metamorphosen) behandelt wurden und vom Humanismus an bis ins 18. Jahrhundert hinein literarische Motive lieferten. Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts wurde die klassische Mythologie als Zeichen einer Überwindung der aristokratischen Französischen Klassik (siehe Tragödie) von mittelalterlichen und exotischen Stoffen abgelöst, die ihrerseits mythischen Stellenwert bekamen. Die Weimarer Klassik versuchte dagegen, die antiken Stoffe zu verbürgerlichen und auf diese Weise am Leben zu halten. Antike Mythen kommen seit dem Ende des 19. Jahrhunderts wieder auf.

Mythen werden in Mythologien zusammengefasst, überliefert und gedeutet. Ob außereuropäische Erzählungen mit dem europäischen Begriff des Mythos bezeichnet werden können, bleibt ein Gegenstand der Diskussion. Auch die Bibel, die traditionelle Gegenwelt zum „Mythos“, wurde schon selbst als Mythos betrachtet, was bei David Friedrich Strauß 1836 noch eine große Provokation bedeutete. Die Genesis des Pentateuch enthält in diesem Sinne mythische Erzählungen wie zum Beispiel über die Erschaffung der Welt in sieben Tagen, über den Garten Eden oder Tod und Wiedergeburt eines Gottes.

Zu den Mythen-Niederschriften, die nicht auf die griechisch-römische Tradition zurückgehen, gehören:

Beispiele für in der Neuzeit entstandene Mythen sind:

Weitere Auffassungen

Psychologie

In der Psychologie werden Mythen oft wie Märchen aufgefasst. Der Begriff der Projektion ist in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Besonders die Tiefenpsychologie beschreibt Mythen seit Carl Gustav Jung mit der Kategorie des Archetypus. Göttermythen spiegeln leicht erkennbar das Handeln und Wirken von Menschen wider; schon ihre – deswegen anthropomorph genannte – Darstellung erfolge meist analog zu menschlichen Gegebenheiten oder Erfahrungen (z. B. Göttergeschlechterfolgen oder Götterfamilien in der Griechischen Mythologie).

Der Antagonismus zwischen Mythos und Aufklärung kann nach wie vor zu Gunsten des Mythos gedeutet werden: Der Mythos wird etwa als rituelle Wiederholung von Urereignissen betrachtet, als erzählerische Aufarbeitung menschlicher Urängste und -hoffnungen. In dieser Funktion habe er einen unaufholbaren Vorsprung gegenüber Begriffssystemen. Mythen können nach dieser Auffassung als bildhafte Weltauslegungen und Lebensdeutungen in Erzählform allgemeine Wahrheiten enthalten.

Deutungen und Darstellungen

Eric Voegelin setzt sich in seinem monumentalen Werk Order and History (5 Bde.) mit dem Zusammenhang zwischen Mythos und Politik von den klassischen Mythen (Mesopotamien, Ägypten, Griechenland) über das Judentum und Christentum bis hin zu den modernen „politischen Mythen“ auseinander.

Kurt Hübner legt im letzten Kapitel seines Buches Kritik der wissenschaftlichen Vernunft (Alber Verlag 1978) und in seinem Buch Die Wahrheit des Mythos eine systematische und inhaltliche (nicht: funktionalistische oder strukturalistische) Deutung des Mythos als einer eigenständigen Wirklichkeitsauffassung vor. Weiter setzt er sich kritisch mit den klassischen und aktuellen Mythosdeutungen, sowie mit den Ansprüchen der Naturwissenschaften auseinander. In Abgrenzung zur naturwissenschaftlichen Ontologie versucht er die Frage nach der Rationalität und Wahrheit des Mythos zu klären.

Der amerikanische Mythologe Joseph Campbell, Schüler des Indologen Heinrich Zimmer, untersucht den Mythos aus tiefenpsychologischer Sicht. Campbell gilt dabei als einer der Begründer der Vergleichenden Mythologie, die Gemeinsamkeiten in Mythen aus aller Welt herauszukristallisieren versucht. Der Religionswissenschaftler Mircea Eliade hingegen betont die grundsätzliche Eigenständigkeit mythischer Erfahrungen gegenüber wissenschaftlichen Methoden.

Missbrauch und Kritik

Die Oper nahm sich seit ihrer Entstehung um 1600 mythische Stoffe zur Grundlage. Richard Wagners Opernzyklus Der Ring des Nibelungen (1851–1874) war ein Versuch, den „Mythos“ zu modernisieren, was von Nietzsche zunächst enthusiastisch begrüßt, dann schroff abgelehnt wurde. Die Neukonstruktion autoritärer Mythen seit dem 19. Jahrhundert zog zahlreiche Möglichkeiten des Missbrauchs nach sich.

Es gab eine ausgeprägte Vorliebe für germanische Mythologie im Nationalsozialismus. Der Ideologe Alfred Rosenberg schrieb 1930 Der Mythus des 20. Jahrhunderts, ein Werk, mit dem er sich gegen das Christentum richtete und das weite Verbreitung fand. Die Blut-und-Boden-Ideologie, nach Michel Foucault,

„[…] verband sich mit einem träumerischen Schwärmen von einem höheren Blut, das sowohl den systematischen Völkermord an anderen wie auch die Bereitschaft zur totalen Selbstaufopferung einschloss. Und die Geschichte hat es gewollt, daß die hitlerische Sexualpolitik eine lächerliche Episode geblieben ist, während sich der Mythos vom Blut in das größte Massaker verwandelte, dessen sich die Menschen bis heute erinnern können“

Michel Foucault: Der Wille zum Wissen[33]

Max Horkheimer und Theodor W. Adorno behandelten in ihrer Dialektik der Aufklärung (1944) das „Scheitern der Aufklärung“ im Nationalsozialismus. Mit dem Versuch, die Natur zu beherrschen, wird ihrer Auffassung nach der einst mythische Zugang zur Welt seit der Aufklärung rational gemacht, als „Herrschaft“ aber schlage Aufklärung selbst in Mythos zurück, in den „Positivismus“ einer Affirmation des Bestehenden. Seit diesem Scheitern stehen die Mythen der Moderne wie Fortschritt und Nationalismus verstärkt in der Kritik. Ernst Cassirer, Georges Sorel oder Elias Canetti brachten kritische Begriffe wie „Mythos des Staates“, Geschichtsmythos, politischer Mythos ins Gespräch.

Die Mythenkritik hat im 20. Jahrhundert auch durch Roland Barthes eine Neufassung erfahren. Anlass für seine Untersuchungen war

„[…] Meistens ein Gefühl der Ungeduld angesichts der ‚Natürlichkeit‘, die der Wirklichkeit von der Presse oder der Kunst unaufhörlich verliehen wurde, einer Wirklichkeit, die, wenn sie auch die von uns gelebte ist, doch nicht minder geschichtlich ist. Ich litt also darunter, sehen zu müssen, wie ‚Natur‘ und ‚Geschichte‘ ständig miteinander verwechselt werden.“

Roland Barthes: Mythen des Alltags[34]

Nach Barthes ist es eine wesentliche Funktion des Mythos – wie beispielsweise die conditio humana des klassischen Humanismus –, an Stelle der Geschichte der Dinge, eine sich vorgestellte „Natur“ zu stellen. Es verberge sich dahinter ein „ideologischer Missbrauch“[35], dem er in seinen Mythen des Alltags nachging.

Mythos und Schicksal

Mit der Emanzipation der antiken Mythen gegenüber den biblischen Erzählungen hat auch die geläufige Verbindung von Mythos und unabwendbarem Schicksal zu tun. Sie geht auf die Theorie der antiken Tragödie und ihre christliche Rezeption zurück: Das tragische Schicksal eines Helden wie Ödipus ist vorbestimmt und unausweichlich. Die christlichen Vorstellungen der Prädestination gehen dagegen von den fortbestehenden Möglichkeiten der Reue und verzeihenden Gnade aus, also von einer grundsätzlichen Freiwilligkeit, bei der Gut und Böse freilich genau definiert sind.

In der Betonung der Unausweichlichkeit mythischer Vorgaben, auch in modernen Varianten eines wissenschaftlichen Determinismus (zum Beispiel Archetypus, Ödipuskonflikt, Elektra-Komplex, Schicksalsanalyse), liegt daher eine zur Tradition gewordene Auflehnung gegen christliche Moralvorstellungen. – Sisyphos als potenziell selbstbestimmten und daher glücklichen Menschen stellte Albert Camus in Der Mythos des Sisyphos (1942) dar: In der beharrlichen Sinnlosigkeit einer Sisyphosarbeit zeige sich eher die Freiheit des Menschen als in seiner Ergebenheit gegenüber Autoritäten.

Ständeklausel

Die aristotelische Auffassung, dass die Tragödie von „besseren Menschen“ handeln solle, führte seit dem 17. Jahrhundert zur sogenannten Ständeklausel, die den Mythos einer aristokratischen Welt von Göttern und Adligen vorbehielt und die Bürgerlichen ausschloss. Als Abschwächung dieser einstmals brisanten Abgrenzung erklärt sich die Auffassung, dass der Mythos von Göttern handle und die Sage von Menschen (obwohl Ödipus zum Beispiel ein Adliger und kein Gott ist).

Zitate

„‚Mythen‘ – man erschrecke nicht vor diesem Worte – sind Göttergeschichten, im Unterschiede von den Sagen, deren handelnde Personen Menschen sind.“

„Nur solches Denken ist hart genug, die Mythen zu zerbrechen, das sich selbst Gewalt antut.“

„Mythos ist immer als das Ergebnis einer unbewussten Tätigkeit und als ein freies Produkt der Einbildungskraft bezeichnet worden.“

Ernst Cassirer, 1946

„Jeder Mythos erzählt, wie eine Realität entstand, sei es nun die totale Realität, der Kosmos oder nur ein Teil davon: Eine Insel, eine Pflanzenart, eine menschliche Einrichtung.“

Mircea Eliade, 1957

„Der Mythos verbirgt nichts und stellt nichts zur Schau. Er deformiert. Der Mythos ist weder eine Lüge noch ein Geständnis. Er ist eine Abwandlung.“

Roland Barthes, 1957

„Mythen sind Geschichten von hochgradiger Beständigkeit ihres narrativen Kerns und ebenso ausgeprägter marginaler Variationsfähigkeit.“

Hans Blumenberg, 1979

Siehe auch

Literatur

Symbolkundliche Forschungen

Sozialpsychologische Ansätze

Linguistische Ansätze

Literaturwissenschaftliche Ansätze

  • Almut-Barbara Renger: Zwischen Märchen und Mythos: die Abenteuer des Odysseus und andere Geschichten von Homer bis Walter Benjamin. Eine gattungstheoretische Studie, Stuttgart [u.a.]: Metzler, 2006, ISBN 3-476-01986-1, 978-3-476-01986-8 Gb., XX,441 S. Inhaltsverzeichnis
  • Dieter Borchmeyer: Mythos. In: Ders. / V. Zmegac (Hrsg.): Moderne Literatur in Grundbegriffen. Tübingen 1994, S. 292-308.

Politikwissenschaftliche Ansätze

  • William Hardy McNeill: Mythistory, or Truth, Myth, History, and Historians. In: The American Historical Review 91, 1986, S. 1–10 (ebenfalls in: ders.: Mythistory and other essays. University of Chicago Press, Chicago 1986, ISBN 0-226-56135-6).
  • Michael Ley: Mythos und Moderne. Über das Verhältnis von Nationalismus und politischen Religionen. Wien / Köln /Weimar 2005, ISBN 3-205-77312-8.

Ethnologische Ansätze

Religionswissenschaftliche Ansätze

Philosophische Ansätze

Bibliografien

  • Thomas Blisniewski: Auswahlbibliographie zur antiken Mythologie und ihrem Fortleben, Köln 1993.

Leseproben

  • Wilfried Barner (Hrsg,): Texte zur modernen Mythentheorie, Reclam Stuttgart 2003, ISBN 3-15-017642-5.

Weblinks

Wikiquote: Mythos – Zitate
Wiktionary: Mythos – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Karen Armstrong: Eine kurze Geschichte des Mythos, München 2007, S. 7–16; Carl-Friedrich Geyer: Mythos. Formen, Beispiele, Deutungen, München 1996, S. 7–10.
  2. Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg 1962, Bd. 7, S. 146.
  3. [1] z. B.: Mythos Rhein, abgerufen am 12. November 2011
  4. Karen Armstrong: Eine kurze Geschichte des Mythos, München 2007, S. 12.
  5. Karl Kerényi: Was ist Mythologie? In: Karl Kerényi (Hrsg.): Die Eröffnung des Zugangs zum Mythos, 5. Auflage, Darmstadt 1996, S. 216.
  6. Rudolf Jöckel: Götter und Dämonen. Mythen der Völker, Fourier, Wiesbaden, o.J., Einleitung, S. 11
  7. Karl Kerényi: Hermes, Guide of Souls: The Mythologem of the Masculine Source of Life (Dunquin Series, No 7) Spring Pubns (1986)
  8. Ernst Cassirer: Philosophie der symbolischen Formen. Zweiter Teil. Das Mythische Denken, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1973, S. 59 - 77
  9. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 9-12
  10. Karl Kerenyi, Die Mythologie der Griechen, München 1966., S. 12
  11. Karl Jaspers, Mythos und Philosophie, in: Kurt Hoffmann(Hrsg.): Die Wirklichkeit des Mythos, München 1965, S. 55
  12. Claude Levy-Strauss, Die Struktur der Mythen, in: Günther Schiwy: Der französische Strukturalismus, Reinbek 1969, S. 136
  13. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 108
  14. Karl Kerenyi, Die Eröffnung des Zugangs zum Mythos, Darmstadt 1976, S. 189
  15. Adorno/Horkheimer, Dialektik der Aufklärung, Frankfurt 1971, S. 19
  16. Roland Barthes, Mythen des Alltags, Frankfurt 1976, S. 130
  17. Thomas Mann: Freud und die Zukunft, Nachwort zu Sigmund Freud, Abriss der Psychoanalyse Frankfurt 1973, S. 146
  18. Claude Levy-Strauss, Die Struktur der Mythen, in: Günther Schiwy: Der französische Strukturalismus, Reinbek 1969, S. 52
  19. Claude Levy-Strauss, Die Struktur der Mythen, in:Günther Schiwy: Der französische Strukturalismus, Reinbek 1969, S. 136
  20. Karl Kerenyi, Die Mythologie der Griechen, München 1966, S. 8
  21. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 16.
  22. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 19
  23. Tertullian, Brief an die Heiden,in: Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 24
  24. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 16
  25. Vgl. Max Horkheimer, Anfänge der bürgerlichen Geschichtsphilosophie, Stuttgart 1930. Cap. IV
  26. Manfred Frank, Der kommende Gott, Vorlesungen über die Neue Mythologie Frankfurt 1982, S. 167
  27. Manfred Frank, Neue Mythologie, S. 89
  28. Friedrich Nietzsche, Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, München o.J., S. 169
  29. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, S. 36
  30. Hans Blumenberg, Arbeit am Mythos, Frankfurt 1979, S. 66
  31. Claude Lévi-Strauss, Die Struktur der Mythen, in: Günther Schiwy: Der französische Strukturalismus, Reinbek 1969, S. 142
  32. Deleuze/Guattari, Rhizom, Berlin 1977, S. 10
  33. Michel Foucault, Der Wille zum Wissen, Frankfurt am Main 1983, S. 178, unten.
  34. Roland Barthes: Die große Familie der Menschen. In: Roland Barthes: Mythen des Alltags. Frankfurt/M. 1964, S. 7; vgl. The Family of Man
  35. Roland Barthes: Die große Familie der Menschen. In: Roland Barthes: Mythen des Alltags. Frankfurt/M. 1964, S. 7
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