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Königshofen (Lauda-Königshofen)

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Königshofen
Stadt Lauda-Königshofen
Wappen von Königshofen
Koordinaten: 49° 33′ N, 9° 44′ O49.54730189.7313085Koordinaten: 49° 32′ 50″ N, 9° 43′ 53″ O
Fläche: 13,81 km²
Einwohner: 2.569 (1. Aug. 2012)[1]
Eingemeindung: 1. Jan. 1975
Postleitzahl: 97922
Vorwahl: 09343

Königshofen ist ein Stadtteil von Lauda-Königshofen.

Geographie

Königshofen liegt im Main-Tauber-Kreis, dem nördlichsten Landkreis Baden-Württembergs, in der historisch als Tauberfranken bekannten Region. Königshofen hat 2.569 Einwohner (Stand: August 2012) und nimmt eine Fläche von 13,81 km² ein.[2]

Geschichte

Urgeschichte

Südlich von Königshofen liegt das schnurkeramische Gräberfeld Wöllerspfad.

Mittelalter und frühe Neuzeit

1492 erfolgte die Verleihung des Marktprivilegs an Königshofen durch Kaiser Friedrich III. Im Bauernkrieg fand am 2. Juni 1525 auf dem Turmberg bei Königshofen eine Schlacht zwischen den vereinigten Neckartaler und Odenwalder Haufen und der Ritterschaft unter Georg Truchsess von Waldburg-Zeil statt, in der mehrere Tausend Bauern zu Tode kamen.

Neuzeit

Im Rahmen der Säkularisierung aufgrund des Reichsdeputationshauptschlusses kam Königshofen an das Fürstentum Leiningen, nach dessen Auflösung durch die Rheinbundakte 1806 an das Großherzogtum Baden. Durch den Anfall an Baden in eine zunächst ungünstige Randlage geraten, kamen Weinbau und Weinhandel fast vollständig zum Erliegen. Erst nach der Mitte des 19. Jahrhunderts besserte sich das mit dem Bau der Eisenbahn.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs fanden auf dem Turmberg zu Ostern 1945 beim Einmarsch der US-amerikanischen Truppen heftige Gefechte statt, in deren Folge Königshofen am 1. April 1945 zu drei Vierteln zerstört wurde.

Am 1. Januar 1972 wurde das württembergische Deubach nach Königshofen eingemeindet und kam so vom Landkreis Mergentheim zum Landkreis Tauberbischofsheim; am selben Tag wurden auch Messelhausen und Sachsenflur nach Königshofen eingemeindet. Bereits ein Jahr später wurde der Landkreis Tauberbischofsheim im Rahmen der Kreisreform aufgelöst. Seither gehört das Gebiet der heutigen Stadt zum Main-Tauber-Kreis. Am 1. Januar 1975 vereinigte sich die Stadt Königshofen mit der Stadt Lauda und der Gemeinde Unterbalbach im Rahmen der Gebietsreform in Baden-Württemberg zur Stadt Lauda-Königshofen.

Religionen

Jüdische Gemeinde Königshofen

In Königshofen bestand eine jüdische Gemeinde von der Zeit des 17. Jahrhunderts bis zu ihrer Auflösung 1906.

Die jüdische Gemeinde Königshofen besaß eine Synagoge und an die jüdischen Kinder wurde Religionsunterricht erteilt. Die Toten der jüdischen Gemeinde Königshofen wurden im jüdischen Friedhof Unterbalbach bestattet. Ein eigener Religionslehrer war angestellt, der zugleich als Vorbeter und vermutlich auch als Schochet tätig war. Seit 1832 gehörte die jüdische Gemeinde Königshofen zum Bezirksrabbinat Wertheim (möglicherweise zunächst zum Bezirksrabbinat Merchingen, wie Ausschreibungen einer Lehrerstelle nahe legen).[3]

Als es am 31. März 1906 zur Auflösung der jüdischen Gemeinde kam, wurden die noch in Königshofen lebenden Juden der jüdischen Gemeinde Tauberbischofsheim zugeteilt.[3]

Bauwerke

Die Königshofener Warte östlich des Ortes ist ein im 16. Jahrhundert errichteter 8 m hoher ehemaliger Wartturm, der heute als Aussichtsturm genutzt wird[4]

Weblinks

Einzelnachweise

Vorlage:Navigationsleiste Stadtteile von Lauda-Königshofen

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Königshofen (Lauda-Königshofen) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.