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Irland (Insel)

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Irland
Echtfarben-Satellitenbild von Irland
Gewässer Atlantik
Inselgruppe Britische Inseln
Geographische Lage 53° 28′ N, 7° 46′ W53.462222222222-7.76251041Koordinaten: 53° 28′ N, 7° 46′ W
Länge 450 km
Breite 260 km
Fläche 84.421 km²
Höchste Erhebung Carrauntoohil
1.041 m
Einwohner 6.197.100 (2008)
73 Einw./km²
Hauptort Dublin
Karte von Irland

Die Insel Irland ist ca. 450 km lang und ca. 260 km breit und liegt im Atlantik. Insgesamt hat sie eine Fläche von etwa 84.421 km². Sie ist damit die drittgrößte Insel Europas und die zwanzigstgrößte der Welt.

Man bezeichnet Irland auch als die „Grüne Insel“. Der englische Name der Insel lautet Ireland, der irische Name Éire. Der lateinische Name lautet Scotia oder Hibernia (vom älteren Ivernia, eine latinisierte Form des griechischen Namens Ierne („Irland“), der von dem antiken Geographen Claudius Ptolemäus stammt).

Auf der Insel liegen die Republik Irland und Nordirland, das ein Teil des Vereinigten Königreichs ist. (Siehe auch: Liste geteilter Inseln.)

An der Küste gelegene Berge umgeben zentrale Ebenen. Der Carrauntuohill im County Kerry ist mit 1.041 Metern der höchste Berg. Der Shannon teilt die Insel in zwei nicht gleichgroße Teile und ist mit ca. 370 km, von denen knapp 250 km schiffbar sind, der längste Fluss.

Flora und Fauna

Irland ist im Allgemeinen weniger artenreich als das europäische Festland oder die Nachbarinsel Großbritannien. Dies liegt vor allem daran, dass Irland durch den nach der Eiszeit relativ schnell ansteigenden Meeresspiegel isoliert wurde. Von den nur 31 in Irland heimischen Säugetieren sind einige wie der Dachs, der Rotfuchs oder der Igel sehr häufig, während andere wie der Rothirsch nur in Nationalparks anzutreffen sind. Schlangen wird man hier vergeblich suchen.

Außerdem gibt es in Irland keine größeren Naturwälder mehr, da diese im 17. Jahrhundert bedingt durch die zerstörerische Politik Oliver Cromwells größtenteils gerodet wurden. Der Holzbedarf von Schiffswerften, Glashütten und Metallschmelzen sorgte dafür, dass im Jahre 1901 nur noch 1 Prozent der Insel mit Wald bedeckt war. 1997 waren es dank der EU-Fördermittel bereits 5 Prozent. Aufgeforstet wurde vor allem mit Nadelgehölzen der Koniferenfamilie, da diese den in Irland beheimateten Vogelarten die meiste Nahrung bieten sollen. 2002 galten bereits 10 Prozent der Landesfläche als bewaldet und wurden forstwirtschaftlich genutzt. Die irische Regierung beabsichtigt, diese Prozentzahl bis 2030 auf 17% zu erhöhen.

Irische Provinzen

Irland wurde vom 6. Jahrhundert in vier (zeitweise fünf) Provinzen (engl. province, ir. cúige) eingeteilt: Ulster im Norden, Connacht (früher geläufige englische Schreibung Connaught) im Westen, Munster im Südwesten und Leinster im Südosten und Osten. Die Provinzen waren in der Frühzeit wichtige eigenständige Regionen bzw. Königreiche, sind aber (außer in Nordirland) seit langer Zeit politisch bedeutungslos. Jedoch fühlen sich viele Iren „ihrer“ Provinz zutiefst zugehörig.

Heute sind die Provinzgrenzen im Allgemeinen entlang der Grafschaftsgrenzen gezogen:

Hungersnot in Irland

Datei:Population of Ireland since 1500.png
Bevölkerungsentwicklung der Insel Irland

1845 bis 1849 wütete in Irland eine Hungersnot, die noch heute als die Große Hungersnot bekannt ist. Sie war die schrecklichste von mehreren Hungerkatastrophen in Irland während des 19. Jahrhunderts. Diese fünf Jahre andauernde große Hungersnot bestand aus vier Hungersnöten, die in den Jahren 1845, 1846, 1848 und 1849 dicht aufeinanderfolgten.[1]

Wegen eines explosionsartigen Bevölkerungswachstums hatte die Einwohnerzahl in Irland um 1845 etwa 8,5 Millionen erreicht. Im Jahr 1845 wurde dann beinahe die gesamte Kartoffelernte durch die Kraut- und Knollenseuche zerstört. Trotz der drohenden Hungersnot lehnte die damals noch britische Regierung jede finanzielle Unterstützung ab. Außerdem begann sie erst 1847 damit, Suppenküchen für die Hungernden einzurichten. Um die wegen der spärlichen Hilfeleistungen unruhige Bevölkerung unter Kontrolle zu halten, wurden 1847 16.000 Soldaten nach Irland entsandt und wurde in manchen Regionen das Kriegsrecht ausgerufen.

Durch die Hungersnot und die Folgekrankheiten (Typhus und Cholera) starben ungefähr eine Million Menschen. Weitere 700.000 wanderten nach Nordamerika aus. Im Zuge dieser Krise beschleunigte sich auch der Rückgang der irischen Sprache in Irland.

Siehe auch

Referenzen

  1. Cecil Woodham-Smith, The Great Hunger, London, 1962.

Weblinks

 Commons: Irland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien


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