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Fuhrmann (Beruf)

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Schärjer-Denkmal in Neuwied

Ein Fuhrmann oder regional auch Kärrner war eine Person, die die Fuhre ausführte oder Waren mit einem Hand-, Pferde-, Ochsenkarren oder einer Schubkarre transportierte.

Die heutigen Berufe für diese Dienstleistung sind die des Spediteurs und Fernfahrers.

Der Terminus des Kärrners ist besonders in Franken und Thüringen verbreitet auch in der Schreibung Kärer, Karrer, Kärcher, die sich von der Karre = Wagen ableiten. Der Fuhrmann fuhr die Ware. In der Umgebung von Neuwied war die Bezeichnung Schärjer gebräuchlich, der Rheinschiffe mit Bimssteinen belud. Dieser Begriff ist von „Schar“, mundartlich für Karre abgeleitet oder wurde aus dem Französischen übernommen.

Schärjer wie Kärrner waren ungelernte Arbeiter von geringem Ansehen und unterschieden sich insoweit von den Schrötern, die Zunftangehörige waren. Im deutschen Sprachraum steht „Kärrnerarbeit“ als Synonym für eine besonders schwere körperliche Arbeit verbreitet. Im übertragenen Sinne wird es benutzt, wenn eine Problemlösung besondere Anstrengungen erfordert.

Sonstiges

  • Dem Kärrner wurde in Neuwied in der Mittelstraße das Schärjer-Denkmal gesetzt. Dargestellt ist ein Schiff, das sich im Wasser befindet, die Planke und die Kaimauer. Der Schärjer belädt gerade das Schiff. Die Skulptur ist so ausgerichtet, dass der Arbeiter Richtung Rhein läuft.
  • Im Oberbergischen war die Fracht der Fuhrmänner oft Schwarzpulver aus den Pulvermühlen. Beim Transport dieser gefährlichen Ladung kam es oft zu schweren Unfällen. Zur Sicherheit musste jeder Pulverwagen mit einem P gekennzeichnet sein.
  • Frammersbach im Spessart hat den Fuhrmann nach einem Holzschnitt von Jost Amman von 1577 in seinem Wappen, da die Fuhrleute aus diesem Marktflecken an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit mit ihren Wagen bis Antwerpen unterwegs waren.

Literatur

Weblinks


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