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Eric Cantor

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Eric Cantor (2012)

Eric Ivan Cantor (* 6. Juni 1963 in Richmond, Virginia) ist ein US-amerikanischer Politiker. Er ist Mitglied der Republikanischen Partei und war von 2001 bis 2014 Vertreter für den siebten Kongresswahlbezirk von Virginia im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. Er war Whip der Republikaner seit 2009 und wurde am 3. Januar 2011 Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses.

Biografie

Eric Cantor wuchs in einem konservativen jüdischen Elternhaus auf. Seine Vorfahren stammen aus Osteuropa und wanderten Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA ein. Cantors Vater war 1980 Schatzmeister des Wahlkampfteams Ronald Reagans.[1] Cantor besuchte die Privatschule Collegiate School in Richmond und studierte an der George Washington University, wo er 1985 einen Bachelor of Arts erhielt und am College of William & Mary, das er 1988 mit einem Juris Doctor abschloss. An der Columbia University studierte er zudem Real estate development und erhielt dafür 1989 einen Master of Science.

Bereits 1981, als Studienanfänger an der George Washington University, arbeitete er für Tom Bliley, den damaligen Vertreter des 7. Distrikts von Virginia im Repräsentantenhaus. Im Wahlkampf 1982 betätigte er sich als Blileys Fahrer. Nach seinem Studium hat Cantor als Geschäftsmann und Anwalt im Betrieb seiner Familie gearbeitet.

Von 1992 bis zum 1. Januar 2001 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Virginia. Seit dem 3. Januar 2001 ist er Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus. Während seiner ersten Amtszeit war er Vorsitzender der Congressional Task Force on Terrorism and Unconventional Warfare. Außerdem diente er im House Financial Services Committee und im Committee on Ways and Means. In den folgenden drei Amtsperioden fungierte er als Deputy (d. h. stellvertretender) Whip. Am 19. November 2008 wurde Cantor einstimmig zum Whip der Republikaner gewählt.

Im August 2008 galt Cantor als ein möglicher Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten bei den Präsidentschaftswahlen 2008.[2]

Am 10. Juni 2014 unterlag Cantor bei den Vorwahlen der Republikanischen Partei in Virginia überraschenderweise seinem weitgehend unbekannten Herausforderer, dem Tea-Party-Anhänger Dave Brat. Cantors Niederlage bei den Vorwahlen war von erheblichen medialen Interesse begleitet.[3] Unmittelbar darauf kündigte Cantor an, die Funktion des Mehrheitsführers im Repräsentantenhaus zum 31. Juli 2014 niederzulegen.[4] Obwohl Cantor zunächst ankündigte sein bis Januar 2015 dauerndes Mandat zu beenden, legte er am 18. August 2014 auch sein Amt als Abgeordneter nieder. Damit schied er vollständig aus dem Kongress aus.[5] Brat setzte sich sowohl bei der fälligen Nachwahl als auch bei der regulären Kongresswahl durch und trat am 4. November 2014 Cantors Nachfolge im Kongress an.

Politische Positionen

Cantor hat zusammen mit den Abgeordneten Kevin McCarthy und Paul Ryan im September 2010 ein Buch mit dem Titel Young Guns - eine neue Generation konservativer Führer veröffentlicht, in welchem die Autoren das republikanische Establishment kritisieren und eine Rückbesinnung der Republikaner auf konservative Werte und eine strikte Anti-Ausgaben-Politik fordern.[6]

Nachdem die Republikaner in den Wahlen im November 2010 Sitze gewonnen und die Mehrheit im Repräsentantenhaus errungen hatten, wurde Cantor am 3. Januar 2011 zum Mehrheitsführer des Repräsentantenhauses des 112. Kongresses gewählt und ist somit nach dem Speaker John Boehner die Nummer zwei der Republikanischen Partei.

Von den 45 Abgeordneten jüdischen Glaubens im 111. Kongress war Cantor der einzige Republikaner.[7] Seit 1989 ist er mit Diana Fine Cantor verheiratet. Sie haben drei Kinder, Evan, Jenna und Michael.

Cantor will das Bildungssystem verbessern und fordert ein einfacheres Steuersystem.[8]

Literatur

  • Eric Cantor, in: Internationales Biographisches Archiv 39/2011 vom 27. September 2011, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Artikel zu Cantors Biographie (engl.)
  2. Bob Lewis (AP Writer): In veep search, McCain asks Cantor for records. FoxNews, 2. August 2008 (englisch)
  3. Rolf Büllmann: Vorwahlen der US-Republikaner: Überraschungserfolg für Tea Party. tagesschau.de, 10. Juni 2014, abgerufen am 11. Juni 2014.
  4. Time.com Cantor to resign as Majority Leader vom 12. Juni 2014
  5. timesdispatch.com: Cantor to resign from congress
  6. Eric Cantor, Paul Ryan, Kevin McCarthy : Young Guns: A New Generation of Conservative Leaders. Simon and Schuster, New York 2010 ISBN 978-1-4516-0734-5, auszugsweise online (englisch)
  7. http://en.wikipedia.org/wiki/Members_of_the_111th_United_States_Congress#Religious_demographics>.
  8. http://www.sueddeutsche.de/politik/amerikas-konservative-republikaner-auf-der-suche-nach-mehr-herz-1.1592655
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Eric Cantor aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.