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Assonanz (Lyrik)

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Die Assonanz (von lateinisch assonare = „anklingen“; aus lateinisch ad = „zu, an“ und sonare = „klingen“) ist als vokalischer Halbreim eine literarische Stilfigur oder ein rhetorisches Schmuckelement, bei dem die betonten Silben zweier oder mehrerer benachbarter Wörter den gleichen vokalischen Laut (Phonem) besitzen, zum Beispiel Schwindsucht / Bindung oder kehren / Segen, aber auch Ledas Schwan / Megastar.

Die Assonanz galt besonders in den vokalreichen romanischen und keltischen Sprachen neben dem Vollreim als gleichberechtigt. Sie entstand früh in Spanien (Cantar de mío Cid) und verbreitete sich im mittelalterlichen Provenzalischen (La Chanson de Roland). In der althochdeutschen Dichtung tritt sie bei Otfried von Weißenburg aus Reimnot als unreine Vorstufe des Reims neben dem Endsilbenreim auf.[1]

Sie dient in der Lyrik als Mittel der Versbindung, oft neben anderen Reimtypen und ähnelt dort dem Binnenreim. Die Assonanz wird bereits in althochdeutscher Dichtung bei Otfried von Weißenburg genutzt und gilt spätestens seit der Romantik (Tieck, Arnim, Brentano) als eines der am häufigsten verwendeten lyrischen Stilmittel überhaupt. Heute erfreut sie sich, nicht selten in Kombination mit dem vielsilbigen Reim oder der Alliteration, u.a. im Rap großer Beliebtheit.

Einzelnachweise

  1. Gero von Wilpert: Sachwörterbuch der Literatur. Stuttgart Körner 2001, S. 51

Weblinks

 Wiktionary: Assonanz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen


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