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Arachin (Mischnatraktat)

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Arachin מַסֶּכֶת עֲרַכין („Schätzungswert“) ist ein Traktat der Mischna in der Ordnung Kodaschim.[1] Grundlage des Traktates ist Lev. 27.

Der Traktat hat 9 Kapitel und behandelt Bestimmungen zum Schätzungswert עֵרֶךְ einer Person, die dem Heiligtum zufällt. Geregelt wird ebenso der Geldwert einer Person, d.h. die Geldsumme, welche die Person auf dem Sklavenmarkt erbringen würde. Dabei können für Kohanim, Leviten, Israeliten, Frauen und Sklaven ein Schätz- sowie Geldwert bestimmt werden, vorausgesetzt es handelt sich um eine eindeutig zuzuordnende männliche oder weibliche Person. „Unbestimmt- und doppelgeschlechtliche[2][3] Personen sowie Kinder, die noch nicht einen Monat alt sind, haben jedoch keinen Schätzwert. Ebensowenig Personen, die im Sterben liegen oder die zur Hinrichtung geführt werden.

Einzelnachweise

  1. David Hoffmann u.a.: Mischnajot. Die sechs Ordnungen der Mischna. Teil V Ordnung Kadaschim übersetzt und erklärt von John Cohn, 3. Auflage, Victor Goldschmidt Verlag Basel 1986, S. 291f.
  2. David Hoffmann u.a.:Mischnajot. Die sechs Ordnungen der Mischna. Teil V Ordnung Kadaschim übersetzt und erklärt von John Cohn, 3. Auflage, Victor Goldschmidt Verlag Basel 1986, S. 293.
  3. vgl. Bechorot VI, Noten 92 und 93.

Literatur

  • David Hoffmann u. a.: Mischnajot. Die sechs Ordnungen der Mischna. Hebräischer Text mit Punktation, deutscher Übersetzung und Erklärung. Berlin 1887ff, Neuausgabe: Basel 19683)
  • Michael Krupp (Hrsg.): Mischnatraktat Arachin: nach Handschriften und Erstdrucken 1967
  • Michael Krupp (Hrsg.): Mischnatraktat «Arakin». Computergesteuerte textkritische Ausgabe, H 1977;
  • Michael Krupp (Hrsg.): Arakhin (Schätzungen) Text, Übersetzung und Erklärung nebst einem textkritischen Anhang, Walter de Gryter Verlag, Berlin und New York 1971.( siehe online)
  • Michael Krupp (Hrsg.): Arakhin, Hildesheim und New York: Georg Olms Verlag, 1977, ISBN 3-487-06356-5
  • Jacob Neusner: A History of the Mishnaic Law of Holy Things: Arakhin, Temurah, translation and explanation. Brill, 1979


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