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1913: Der Sommer des Jahrhunderts

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1913: Der Sommer des Jahrhunderts ist ein Buch von Florian Illies. Es wurde erstmals am 23. Oktober 2012 im S. Fischer Verlag veröffentlicht und beschäftigt sich mit den teils politischen, vor allem aber kulturellen Ereignissen von 1913, dem Jahr vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Inhalt

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Das 1913 erschienene Buch Totem und Tabu von Sigmund Freud über dessen Entstehung in 1913: Der Sommer des Jahrhunderts unter Anderem berichtet wird.

Florian Illies berichtet in Abschnitten, die teilweise aus einigen Seiten, oft aber auch nur aus einem Satz bestehen, von den Ereignissen des Jahres 1913. Hauptsächlich konzentriert er sich dabei auf gesellschaftliche Vorgänge und Anekdoten, die er in der Gegenwartsform erzählt und ironisch kommentiert. Vor allem der Kunstbetrieb steht im Mittelpunkt seines Interesses. Besonders viel Raum widmet Florian Illies dem Leben von Franz Kafka, Sigmund Freud, Rainer Maria Rilke sowie Heinrich und Thomas Mann.

Das Buch ist in Kapitel aufgeteilt, die jeweils einem Monat des Jahres entsprechen und denen ein Bild vorangestellt ist.

Rezeption

1913: Der Sommer des Jahrhunderts, erschienen am 25. Oktober 2012, erreichte bereits am 12. November 2012 Platz 4 der Bestsellerliste Sachbuch des Spiegel und landete am 7. Dezember 2012 erstmals auf Platz 1.

Das Buch ist für Matthias Matussek (Der Spiegel, 22. Oktober 2012) das „Porträt einer apokalyptischen Übergangszeit“. Der Kulturjournalist sieht darin „ein brillantes Spiel aus Originalzitaten und Nachzeichnungen“, ein „Abenteuer der Gegenwärtigkeit“.

Alexander Wallasch schreibt in der taz vom 25. Oktober 2012: „Ein besonderes Kunststück des Autors besteht dabei darin, die feinen und weniger feinen Bande dieser Avantgarde zu einem großen und dichten Beziehungsnetz zu verweben“. Er urteilt ferner, dass „[j]eder Satz sitzt, wie Wort für Wort hundertfach ab- und nachgewogen, bis alles ganz wundersam locker in Schwingungen gerät.“

Claudius Seidl behauptet in der Sonntagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 21. Oktober 2012, dass das Buch „absolut kein Werk der Beunruhigung und der apokalyptischen Ängste“ sei, sondern „ein Text der Freude, was schon daran liegt, dass Illies, wie Illies’ Leser wissen, einen notorisch gutgelaunten Stil schreibt“.

Ulrich Weinzierl (Die Welt) hält 1913 für „ein vorzügliches, ein faszinierendes Buch“ und sein Kollege Mara Delius erkennt an, dass das Werk Anlass zu einer „intellektuellen Zeitdiagnostik“ biete.[1]

Gustav Seibt von der Süddeutschen Zeitung attestiert Florian Illies „enormem Fleiß und großes Geschick“ und bezeichnet das Buch als „schönes Lesebuch“ und als „gewaltigen Teaser, der Lust darauf macht, sich mit den Hervorbringungen dieser schöpferischsten Phase der noch jungen Moderne zu beschäftigen.“.[2] Sein Fazit: „Vielleicht will uns Florian Illies, der empfindsame Diagnostiker des Zeitgeistes, mit seiner Installation nur eine einfache Wahrheit vor Augen führen: Solche Herrlichkeiten, solcher Reichtum können über Nacht zugrunde gehen, kein Friede, kein Wohlstand ist sicher vor dem Weltkrieg. 1913 wäre dann das opulenteste Buch zur Krise.“

Oliver Pfohlmann von der Neuen Zürcher Zeitung findet, das Buch sei eine „aufregende Textur der Zeit, in die zahlreiche Spannungsfäden gewebt sind“, und die der Autor „souverän und mit grosser Spielfreude“ darstelle.[3]

Verkaufserfolg

Nach seinem Erscheinen erreichte 1913: Der Sommer des Jahrhunderts bereits am 12. November 2012 Platz 4 der Bestsellerliste Sachbuch des Spiegel und besetzte am 7. Dezember 2012 erstmals den 1. Platz.

Ausgabe

  • Florian Illies: 1913. Der Sommer des Jahrhunderts. S. Fischer, Frankfurt am Main 2012, ISBN 978-3-10-036801-0.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Mara Delius: Florian Illies reist ins Jahr 1913 zurück. In: Die Welt. 22. Juni 2012, abgerufen am 20. März 2013 (deutsch).
  2. Gustav Seibt: Am Vorabend der Katastrophe. In: Süddeutsche Zeitung. 25. Oktober 2012, abgerufen am 20. März 2013 (deutsch).
  3. Oliver Pfohlmann: Eine nervöse, überdrehte Zeit. In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Dezember 2012, abgerufen am 20. März 2013 (deutsch).


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