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Moritz Duschak

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Moritz Mordechai Duschak (hebräisch מרדכי דושאק) (geboren am 14. November 1815 in Triesch, Mähren; gestorben am 21. Juli 1890 in Wien) war ein österreichischer Rabbiner, Religionslehrer und Autor.[1]

Leben und Wirken

Moritz Duschak ging im Alter von dreizehn Jahren nach Trebitsch, wo er bei Joachim Pollak studierte. Später wurde er ein Talmud-Schüler von Moses Sofer aus Preßburg, der dort seit dem Jahre 1806 als Rabbiner lehrte. Bedingung für die Ernennung zum Rabbiner war zu dieser Zeit die Aufnahme eines philosophischen Studiums, so schrieb sich Duschak an der Universität in Prag ein. Nach seinem Studium an der Universität Prag, wurde er dort im Jahre 1842 zum „doctor philosophiae“ promoviert.[2][3]

Er war lange Zeit Rabbiner in den mährischen Städten Habern, Aussee und Gaya. Im Jahre 1877 wurde er Prediger in Krakau und Religionslehrer am dortigen Gymnasium. Nach mehreren Dienstjahren verließ er 1888 Krakau und ließ sich, als Pensionär, in Wien nieder, wo er bis zuletzt lebte.[4] Als journalistischer Autor schrieb er für verschiedene jüdische Zeitungen, so dem Literaturblatt des Orients[5], dem Ben Chananja[6] und dem Ha-Maggid.

Er war mit Veronika Duschak, geborene Lechner (geboren 1822[7]) verheiratet, das Paar hatte zwei Töchter und zwei Söhne.[8]

Veröffentlichungen (Auswahl)

  • Die Theilnahme an dem Schicksale unserer Brüder. W. Pascheles, Prag 1847.
  • Umriss des biblisch-talmudischen Synagogen-Rechtes mit Rücksicht auf die jetzige Stellung der österreichischen Juden. E. Hölzel, Olmütz 1853.
  • Mor Deror. Wien 1864.
  • Das Mosaisch-Talmudische Eherecht mit Besonderer Rücksicht auf die Bürgerlichen Gesetze. W. Braumüller, Wien 1864.[9]
  • Gideon Brecher, eine Biographische Skizze. Prossnitz 1865.
  • Geschichte und Darstellung des Jüdischen Cultus. J. Schneider, Mannheim 1866.
  • Das Mosaisch-Talmudische Strafrecht. W. Braumüller, Wien 1869.
  • Zur Botanik des Talmuds. I. Neuer, Pest 1870.
  • Schulgesetzgebung und Methodik der Alten Israeliten. W. Branmüller, Wien 1872.
  • Die Biblisch-Talmudische Glaubenslehre. W. Branmüller, Wien 1873.
  • Die Moral der Evangelien und des Talmuds. B. Epstein, Brünn 1877.
  • Yerushalayim ha-Benuya. Krakau 1880.
  • Tor Esier.1883.
  • Das mosaisch-talmudische Eherecht mit besonderer Rücksicht auf die bürgerlichen Gesetze. Wien 1864.
  • Geschichte der Verfassung mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen Israeliten. Wien 1888.

Literatur

  • Alicja Maślak-Maciejewska: The Association of Progressive Jews in Kraków and its Synagogue in the Last Quarter of the 19th Century. Scripta Judaica Cracoviensia (2015) Volume 13, S. 55–65
  • Marie Crhová (Hrsg.): Reframing Jewish Life. Moravian Jewry In The Modern Period. Univerzita Palackého v Olomouci, Olomouc 2020, ISBN 978-80-244-5850-2.
  • David ben Mordechai Deutsch: Noch ein Wort an Herrn Dr. Duschak. Jeschurun: ein Monatsblatt zur Förderung jüdischen Geistes und jüdischen Lebens in Haus, Gemeinde und Schule, Jg. 7, Heft 6 (März 1861), S. 329–337, auf sammlungen.ub.uni-frankfurt.de [10]

Weblinks

  • Adat Shalom’s Holocaust Torah Scroll
  • GemeindeView:Usov, Liste der Rabbiner und Beschreibungen des Ortes, auf jewishgen.org [11]
  • Fotografie seiner letzten Ruhestätte in Wien, Jüdischer Zentralfriedhof. Duschak Moritz Dr., Privatier, Rabbiner und Prediger, gest. 21.07.1890 im 74. Lebensjahre in 1090 Wien, Alserstraße 4, Grabstelle ZFH-Wien, I. TOR, Gruppe 006, Reihe 030, Grab-Nr.: 030, auf grave-pictures.at [12]

Einzelnachweise

  1. Isidore Singer, Peter Wiernik: Duschak, Moritz. Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com [1]
  2. Susanne Blumesberger, Michael Doppelhofer, Gabriele Mauthe: Handbuch österreichischer Autorinnen und Autoren jüdischer Herkunft: 18. bis 20. Jahrhundert. Band 1, Österreichische Nationalbibliothek, K. G. Saur, München 2011, ISBN 3-598-11545-8, auf books.google.de [2] hier S. 240
  3. Bedřich Nosek: DUSCHAK Moritz 14.11.1815-21.7.1890. Biografický slovník, auf biography.hiu.cas.cz [3]
  4. William Zeitlin: Kiryat sefer. Bibliotheca hebraica post-Mendelssohniana, K. F. Koehler, Leipzig 1891, auf archive.org [4] hier S. 71
  5. Herman Rosenthal, Schulim Ochser: Literaturblatt des Orients. Jewish Encyclopedia, auf jewishencyclopedia.com [5]
  6. Compact Memory Universitätsbibliothek, der Goethe Universität, Frankfurt am Main, auf sammlungen.ub.uni-frankfurt.de [6]
  7. Genealogie von Waronika Lechner [7]
  8. Genealogie des Moritz Mordechai Duschak [8]
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Moritz Duschak aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.