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Julius Konrad Otto

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Julius Konrad Otto, auch Julius Otto, geboren als Naphthali Margolith (hebräisch נפתלי מרגלית, יוליוס קונרד אותו; * 12. September 1562 vermutlich in Franken oder in Prag; † 1649 in Edinburgh) war Professor für hebräische Sprache an der Akademie Altdorf und der Universität Edinburgh.

Leben

Herkunft

Julius Konrad Otto soll nach älterer Literatur ein Sohn von Martin Philipp und Maria Magdalena in Wien gewesen sein.[1] Jedoch sind weder die christlichen Vornamen der Eltern noch Wien als Geburtsort wahrscheinlich. Prozessakten deuten auf eine Herkunft aus dem württembergisch-fränkischen Raum hin.[2]

Taufe in Würzburg und Konversion in Nürnberg

Otto bezeichnete sich selbst als jemand, der „einst bei den Juden ein Rabbi“ (Rabbi olim apud Judaeos) gewesen ist. Am Dreifaltigkeitsfest (27. Mai) 1600 wurde Naphthali Margolith[3] mit Unterstützung von Bischof Julius Echter von Mespelbrunn in Würzburg getauft[2] und nahm den christlichen Namen Julius Konrad Otto an. In Nürnberg wurde er unter dem Einfluss des Pfarrers an St. Sebald Mag. Johannes Fabricius (1560–1636)[4] evangelisch.[2] Er handelte mit Schmuck, arbeitete in der Druckerei von Elias Hutter als Lektor für die hebräische Sprache[2] und heiratete 1602 in Nürnberg Margaretha, die Witwe von Joachim Lotter.[5]

Überfälle in Michelbach an der Heide und Hengstfeld

1602 warf Julius Konrad Otto seinem Verwandten Jaudas (Judas), dessen Schwiegersohn Klein-Michael und seinem Bruder Groß-Michael aus Michelbach an der Heide und anderen Juden aus Crailsheim und Hengstfeld vor, ihn unter einem Vorwand nach Michelbach in das markgräflich-ansbachische Gebiet gelockt und ihm dort Kleinodien, Geld, Dolch und Rapier abgenommen zu haben. Sie hätten ihn auch wegen seines Übertritts zum Christentums geschlagen, misshandelt und versucht, den ebenfalls getauften Juden Samuel Friderich[6] zu engagieren, um ihn ermorden zu lassen.[2] Die Beamten des Markgrafen Georg Friedrich I. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach im Oberamt Crailsheim führten daraufhin eine Untersuchung durch, bei der in Hengstfeld Wertgegenstände beschlagnahmt und Marx, dessen Sohn Coppel (Jakob) und Berlein wegen Raubes verhaftet wurden.

Johann Konrad von Wollmershausen (1576–1640) zu Amlishagen und Burleswagen, dessen Vater den Juden Marx und Berlein zu Hengstfeld 1598 einen Schutzbrief auf zehn Jahre verkauft hatte,[7] strengte einen Prozess vor dem Reichskammergericht gegen Markgraf Georg Friedrich I. von Brandenburg und seine Beamten Vogt Simon von Haym genannt Eisen (1560–1619), Kastner Wolf Frosch († 1627/31) und Amtsschreiber Philipp Vogtherr (* um 1561; † 1605) an.[8] Nach dem Tod von Georg Friedrich I. 1603 lehnte dessen Nachfolger Markgraf Joachim Ernst von Brandenburg-Ansbach die weitere Beteiligung am Verfahren ab, weil er nicht direkter Universalerbe seines Vorgängers sei, sondern das Lehen kraft Singularsukzession (Einzelrechtsnachfolge) als Stammlehen (ex pacto et providentia) empfangen habe.[9][2]

Professor in Altdorf

1603 bis 1607 war Julius Konrad Otto Professor für hebräische Sprache an der Akademie der Reichsstadt Nürnberg in Altdorf. Er veröffentlichte in dieser Zeit eine hebräische Grammatik und bereitete den Druck eines hebräischen Worterbuchs vor. Otto beabsichtigte außerdem, unter dem Titel ספר הקבלה [= Sēfer haq-qabbālâ] eine Sammlung kabbalistischer rabbinischer Handschriften zu veröffentlichen.[10][11] Es handelt sich bei diesem Projekt vermutlich um seine Darstellung rabbinischer Theologie, die er 1605 unter dem Titel Gali Razia. Occultorum Detectio veröffentlichte. Bei seinen Vorlesungen vermittelte er neben Hebräisch auch Grundzüge der aramäischen Sprache.

Otto korrespondierte in seiner Altdorfer Zeit u. a. mit Johannes Molther d. Ä. (1561–1618) in Marburg, Johann Buxtorf in Basel oder George Babou de La Bourdaisière (* um 1583, † 1615) und Isaac Casaubon in Paris.[12] Durch Ottos Schrift Gali Razia. Occultorum Detectio könnte Jakob Böhme Grundgedanken der jüdischen Kabbala kennengelernt haben.[13]

Julius Konrad Otto verließ Altdorf im Dezember 1607 in Richtung München und Ingolstadt. Seiner Frau gegenüber, die er nebst Schulden zurückließ, soll er geäußert haben, er könne die Bosheit und Heimtücke (malitia & perfidia) der Menschen nicht mehr ertragen, unter denen er lebe.[5]

Aufenthalte in Hamburg und Bremen

Angeblich wandte sich Otto wieder dem Judentum zu.[14] Er hat sich später in Hamburg aufgehalten. Dort erschien 1614 mit Verfasserangabe des „Julius Otto Pragensis“ ein Liber Psalmorum mit einer lateinischen Interlinear-Übersetzung ausgewählter Psalmen.[11] Der Autor wollte in Hamburg Hebräisch unterrichten[15] und versuchte, das Studium der hebräischen Sprache zu erleichtern, indem er die Präfixe und Suffixe hervorgehoben darstellte.[16] Michael Havemann, der um 1610/15 das Gymnasium in Hamburg besucht hatte, würdigte Julius Konrad Otto als seinen Hebräisch-Lehrer.[17]

Am 26. September 1617 wurde der Jude Jacobus Margarita, der angeblich Rabbi in Krakau gewesen war, mit Zustimmung des Antistes (Superintendenten) Johann Jakob Breitinger durch Diakon Felix Weiß (* um 1572; † 1628) im Grossmünster Zürich auf den Namen „Johannes“ getauft.[18] Hans Felix Balber (1596–1664),[19] der auf dem Gymnasium Illustre Bremen Theologie studiert hatte, versicherte jedoch wenig später, dass er denselben Mann 1615 in Bremen als getauften Christen kennengelernt hatte, der sich damals „Otto“ nannte. „Johannes“ floh daraufhin am 11. November nachts aus Zürich. Es ist nicht sicher, ob es sich bei ihm um Julius Konrad Otto gehandelt hat oder ob Balber jemanden mit diesem verwechselte. Otto dürfte sich aber 1615 in Bremen aufgehalten haben.

Professor in Edinburgh

Für das folgende Vierteljahrhundert ist bisher nichts über Ottos Leben bekannt. Am 26. Januar 1642 wurde Julius Conradus Otto für ein Gehalt von 1200 Mark der erste Professor für Hebräisch und orientalische Sprachen an der Universität Edinburgh.[20] Anmerkungen in zwei Manuskripten der Universitätsbibliothek Edinburgh[21] legen nahe, dass es sich tatsächlich um Johann Konrad Otto selbst[22] und nicht um einen gleichnamigen Sohn handelte.[23]

Durch Tod oder Rücktritt Ottos war die Stelle seit etwa 1650/51 vakant, bis sie 1659 mit Alexander Dickson, einem Pfarrer aus Newbattle, wiederbesetzt wurde.[20] Sein Kollege Robert Baillie (1602–1662) schrieb 1653 über Otto als „Professore nuper Edinburgino“, was dessen Tod voraussetzt. Nach den Edinburgher Ratsprotokollen erfolgte die letzte Gehaltszahlung an ihn für das zweite Quartal 1649.[24]

Quellen

  • Prozessakten Johann Konrad von Wollmershausen zu Amlishagen und Burleswagen ./. Markgraf Georg Friedrich von Brandenburg, dessen Beamte in Crailsheim …, „uff die pfandung drei gefangene juden … bet(reffend) Verletzung kläg. Obrigkeit in Hengstfeld durch bewaffneten Überfall, … Plünderung der Häuser der kläg. schirmverwandten Juden Marx und Berlein, wobei neben Schuldverschreibungen und Kostbarkeiten auch der 800 Goldgulden umfassende Schatz der Frau des Marx abhanden kam. Gefangennahme beider Juden und des Coppel, Sohn des Marx, mit anschließender Verschleppung der Gefangenen nebst fünf Truhen nach Crailsheim; Mißhandlung unter dem Vorwand, daß sie des Raubs schuldig seien“, 1602-1618. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 (W 4733), S. 288f
  • Schreiben von Bürgermeister und Rat von Nürnberg an die Regierung in Ansbach mit beiliegender Supplik ihres Einwohners Julius Otto, getaufter Jude, betr. Beraubung durch seine Verwandten Jude Jaudas, dessen Tochtermann gen. Klein Michael und dessen Bruder gen. der Groß Michael zu Michelbach, und andere Juden von Crailsheim und Hengstfeld, 1602. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 – Q 5/6, S. 288f, bes. S. 289
  • Briefe von Isaac Casaubon aus Paris an Scipio Gentilis in Altdorf vom 4. Januar 1605, 28. März 1606 und 18. März 1607 sowie an Konrad Rittershausen in Altdorf von (April) 1606. In: Theodoor Jansson ab Almeloveen (Hrsg.): Isaaci Casauboni Epistolae. Fritsch & Böhm, Rotterdam 1709, Teil II, Nr. CCCCXXXIII, S. 231, Nr. CCCCXCIV, S. 263, Nr. CCCCXCIX, S. 265, und Nr. DXLVII, S. 285f (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München)
  • Briefe von Julius Conradus Otto an Isaac Casaubon aus Altdorf vom 5. Dezember 1604, von 1605, 1606 und aus dem Dezember 1606, Note on Julius Conradus Otto's versions of Hebrew alphabets and the divine name, Brief von Isaac Casaubon an Julius Conradus Otto aus Paris von 1606.[25] In: Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. University Press, Harvard 2011, S. 234–256
  • Ratsprotokoll des Stadtrats von Edinburgh, 26. Januar 1642. In: Alexander Bower: The history of the University of Edinburgh, Bd. I. Alexander Smellie, Edinburgh 1817, S. 200f (Google-Books)

Werke

  • (mit Beiträgen von Konrad Rittershausen, Nicolaus Taurellus, Johann Conrad Rhumel,[26] Michael Virdung[27] und Daniel Schwenter) גלי רזיא [= Galî rāzyâ].[28] Gali Razia. Occultorum Detectio, Hoc est: Monstratio Dogmatum, Quae Omnes Rabbini Recte Sentientes, Ante Et Post Christi nativitatem, de unitate essentiae divinae, Trinitate personarum & de Messia posteritati reliquerunt … Das ist: Entdeckung der Lehr unnd meynung aller Rabbinen, die vor und nach Christi Geburt von dem Messia und gantzem Göttlichen Wesen, zur warheit deß Evangelij, geschrieben haben … Durch Julium Cunradum Ottonem Rabbi der Hebraischen Sprach und Professorn der Hohenschul zu Altorff. Sebastian Körber, Nürnberg 1605 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München), (Google-Books)
  • (Vorlesungs-Manuskript; verschollen) Grammatica Syriaca cum expositione iudaico-germanica.[29] Altdorf, um 1605
  • (Probedruck; verschollen) Lexicon radicale, sive Thesaurus coronam Sacrae Scripturae complectens, in quo iuxta ordinem alphabetarium ponuntur nomina, verba, serviles et radicales literae et voces inde derivatae et radicales cognatae, quae cum in hebraica lingua, tum in Talmud et aliis rabbinorum scripta exstant. Nürnberg, um 1605 (1607?)
  • דקדוק לשון הקדש [= Diqdûq lešôn haq-qōdeš].[30] Grammatica Hebraea, methodice tractata, Pro more Rabbinorum; Cui annexa est demonstratione usus sanctae linguae ex primo capite Geneseos; Cum abbreviaturis Rabbinicarum, secundum ordinem Alphabeti. Authore Julio Conrado Ottone, Rabbi olim apud Judaeos, jam verò Professore Hebraeae Linguae Altorfii Norocorum publico. Catharina Dietrich (Theodericus), Nürnberg 1605 (Google-Books)
  • (unsicher) Julius Otto Pragensis: ספר תהלים [= Sēfer tehillîm]. Hoc est: Liber Psalmorum [Hebraicè], nova eaque utili forma,[31] Hamburg 1614[32][11][15][16]

Literatur

  • Johann Christoph Wolf: Julius Conradus Otto. In: ders.: Bibliothecae Hebraea, Bd. III. Catharina Sophia Felginer, Hamburg / Leipzig 1727, S. 365f (Google-Books)
  • Siegmund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, S. 105–108 und 117 (Google-Books)
  • Johann Heinrich Zedler: Margolith (Naphthali). In: ders. (Hrsg.): Grosses vollständiges Universal-Lexicon Aller Wissenschaften und Künste, Bd. XIX. Johann Heinrich Zedler, Leipzig und Halle 1739, Sp. 1389f (Google-Books); vgl. Otto (Julius) und Otto (Julius Conrad), Bd. XXV, Sp. 2439 (Google-Books)
  • Georg Andreas Will: Nürnbergisches Gelehrten-Lexicon, Bd. III. Lorenz Schüpfel, Nürnberg und Altfdorf 1757, S. 106–108 (Google-Books)
  • George F. Black: The Beginnings of the Study of Hebrew in Scotland. In: Louis Ginzburg (Hrsg.): Studies in Jewish Bibliography and Related Subjects. Festschrift A. S. Freidus. Alexander Kohut Memorial Fund, New York 1929, S. 463–478.
  • Martin Friedrich: Zwischen Abwehr und Bekehrung. Die Stellung der deutschen evangelischen Theologie zum Judentum im 17. Jahrhundert. (Beiträge zur historischen Theologie 72). Mohr (Siebeck), Tübingen 1988, S. 42–45, 68 und 152 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Wolfgang Mährle: Academia Norica. Wissenschaft und Bildung an der Nürnberger Hohen Schule in Altdorf (1575–1623). (Contubernium. Tübinger Beiträge zur Universitäts- und Wissenschaftsgeschichte 54). Steiner, Stuttgart 2000, S. 267–269 und 391 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. University Press, Harvard 2011 ([Google-Books]; eingeschränkte Vorschau)
  • Karin Schuff: Jakob Böhmes Sophia. Eine Einführung. epubli, Berin 2014, S. 31, 140–144 und 198 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Weblinks

  • Kupferstich von August Christian Fleischmann (* vor 1690; † nach 1732). In: Sigismund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Johann Daniel Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, vor S. 104 (Digitalisat der Porträtsammlung der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel)

Einzelnachweise

  1. Andreas Calagius: Natales Illustrium Virorum, Foeminarum, Urbium, Academiarum, Et Monasteriorum. Friedrich Hartmann, Frankfurt an der Oder 1609, S. 287 (Digitalisat der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen). Spätere Literatur ist von dieser Darstellung abhängig.
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 2,5 Prozessakten, 1602-1618. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 (W 4733), S. 288f.
  3. Nach hebräisch מרגלית margalith „Perle“, vgl. etymologisch verwandt griechisch μαργαρίτα margaríta, lateinisch margarita „Perle“ und den jüdischen Familiennamen „Perlmann“; Leopold Zunz: NameFelix Balbern der Juden. Eine geschichtliche Untersuchung. Gerstenberg, Leipzig 1837, S. 71.
  4. Aus Fürth, Theologe und Rechenmeister, Sohn von Johann Baptista Fabricius (1532-1578); Matthias Simon: Nürnbergisches Pfarrerbuch. Die evangelisch-lutherische Geistlichkeit der Reichsstadt Nürnberg und ihres Gebietes. Verein für Bayerische Kirchengeschichte, Nürnberg 1965, S. 60.
  5. 5,0 5,1 Siegmund Jakob Apinus: Vitae Professorum philosophiae qui a condita Academia Altorfina ad hunc usque diem claruerunt. Tauber Erben, Nürnberg und Altdorf 1728, S. 106.
  6. Gemeint ist Samuel Friedrich Brenz aus Breitenau, der 1601 im ansbachischen Feuchtwangen getauft wurde und Jüdischer abgestreiffter Schlangen-Balg. Balthasar Scherf, Nürnberg 1614 verfasste (Google-Books).
  7. Freiheits- und Schirmbrief des Hans Werner von Wollmershausen (1561–1600) zu Amlishagen und Burleswagen für die Juden Marx und Berlein zu Hengstfeld auf zehn Jahre, 1598. In: Alexander Brunotte, Raimund J. Weber (Bearb.): Akten des Reichskammergerichts im Hauptstaatsarchiv Stuttgart. Inventar des Bestands C 3, Bd. VII. Kohlhammer, Stuttgart 2005, Nr. 4867 – Q 7, S. 288f, bes. S. 289.
  8. Hans Gräser: Die Niederadelsfamilie von Wollmershausen. Crailsheimer Historischer Verein, Crailsheim 2018, S. 192–209, bes. S. 200 (PDF bei Crailsheimer Historischer Verein e. V.).
  9. Der nächste gemeinsame Vorfahr von Georg Friedrich I. und Joachim Ernst von Brandenburg war Kurfürst Albrecht Achilles von Brandenburg (1414–1486).
  10. Brief von Julius Conradus Otto an Isaac Casaubon vom 5. Dezember 1604, Brief von Isaac Casaubon aus Paris an Scipio Gentilis in Altdorf vom 4. Januar 1605.
  11. 11,0 11,1 11,2 Vgl. Johann Christoph Wolf: Bibliothecae Hebraea, Bd. III. Catharina Sophia Felginer, Hamburg / Leipzig 1727, S. 366.
  12. Anthony Grafton, Joanna Weinberg (Bearb.): Have Always Loved the Holy Tongue. Isaac Casaubon, the Jews, and a Forgotten Chapter in Renaissance Scholarship. University Press, Harvard 2011, S. 234–236.
  13. Karin Schuff: Jakob Böhmes Sophia. Eine Einführung. epubli, Berin 2014, S. 143f.
  14. Johann Christoph Wagenseil: Sota. Hoc est: Liber mischnicus De uxore adulterii suspecta. Henrich Schönnerstädt, Altdorf 1674, S. 131f (Google-Books; rückläufig paginiert) u. a.; bezweifelt von Martin Friedrich: Zwischen Abwehr und Bekehrung. Die Stellung der deutschen evangelischen Theologie zum Judentum im 17. Jahrhundert. (Beiträge zur historischen Theologie 72). Mohr (Siebeck), Tübingen 1988, S. 42.
  15. 15,0 15,1 Jacob Georg Christian Adler: Bibliotheca Biblica Serenissimi Würtenbergensium Ducis Olim Lorckiana. Johann David Adam Eckhardt, Altona 1787, S. 22 (Google-Books).
  16. 16,0 16,1 Verkaufskatalog Thomas Rodd (Hrsg.): Catalogue of Books for MDCCCXXXVII, Bd. I. Compton & Richie, London 1837, S. 1. (Google-Books).
  17. Gustav Leopold Plitt: Michael Havemann. In: Saat auf Hoffnung. Zeitschrift für die Mission der Kirche an Israel 9 (1872), S. 17–25, bes. S. 18.
  18. Zum Folgenden Johann Caspar Ulrich: Sammlung jüdischer Geschichten. Basel 1768, S. 308 (Digitalisat der Österreichischen Nationalbibliothek Wien); Johannes Friedrich Alexander de Le Roi: Die evangelische Christenheit und die Juden, Bd. I. (Schriften des Institutum Indaicum Berlin 9). Reuther, Karlsruhe 1884, S. 132f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  19. Aus Zürich, im Sommersemester 1615 als „Joh. Felix Balberus Tig. Helv.“ am Paedagogium in Bremen verzeichnet, er hinterließ dort 10 Taler und 31 Grote Schulden an Verpflegungsgeld (Brief von Ludwig Crocius an Markus Rütimeyer (1580–1647) vom 23. März 1623; Leo van Santen: Bremen als Brennpunkt reformierter Irenik. (Brill's series in church history and religious culture 69) Brill, Leiden 2014, S. 100), im Juni 1615 immatrikuliert in Basel, 1615/16 an der Hohen Schule Herborn, 1620–1629 Diakon, ab 1629 Pfarrer, ab 1630 Dekan in Uster.
  20. 20,0 20,1 Andrew Dalzel: History of the University of Edinburgh from Its Foundation, Bd. II. Edmonston und Douglas, Edinburgh 1862, S. 121, 156, 169f und 175 (Google-Books).
  21. Handschriften Grammatica Hebraea et Syrica (Dc. 5.41) und Grammatica Hebraica (DC. 5.69).
  22. Morris Zamick: Julius Conradus Otto. Manuscript Remains in the University Library. In: University of Edinburgh Journal 4 (1931), S. 229–235, bes. S. 234.
  23. Dies vermutet George F. Black: The Beginnings of the Study of Hebrew in Scotland. In: Louis Ginzburg (Hrsg.): Studies in Jewish Bibliography and Related Subjects. Festschrift A. S. Freidus. Alexander Kohut Memorial Fund, New York 1929, S. 463–478.
  24. Abraham Levy: Origins of Scottish Jewry (1958). In: Transactions of the Jewish Historical Society of England 19 (1960), S. 129–162, bes. S. 133.
  25. Im Britischen Museum London (MS Burney Nr. 365, Bl. 257, 258, 261, 263 und 270; Nr. 367, Bl. 185).
  26. Johann Conrad Rummel (Rhumel; Rhumelius) d. Ä. (1574–1630), Arzt und Dichter aus Nördlingen, tätig in Neumarkt in der Oberpfalz und Wöhrd bei Nürnberg.
  27. Michael Virdung (1575–1637) aus Kitzingen, gekrönter Dichter, seit 1605 Professor der Beredsamkeit und Geschichte in Altdorf, ab 1624 Professor der Politik.
  28. Aramäisch = „Enthüllung der Geheimnisse“; vgl. Dan 2,29 EU; Johann Buxtorf: De abbreviaturis Hebraicis. Waldkirch, Basel 1613, S. 283 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Neubearb. Andreae, Herborn 1708, S. 57f (Google-Books).
  29. Wohl nicht Jiddisch, sondern Deutsch-Hebräisch (deutsche Worte mit hebräischen Lettern); vgl. dazu Steven M. Lowenstein: Deutsch in hebräischen Lettern. In: Aschkenas. Zeitschrift für Geschichte und Kultur der Juden 18-19/2 (2008/09), S. 367–375.
  30. Hebräisch = „Grammatik der heiligen Sprache“.
  31. Anm. von Thomas Rodd jun. (1796–1849): „In a new and singular type, the author having endeavoured to facilitate the study of the Hebrew Language by giving the prefixes and suffixes in outline = In einer neuen und einzigartigen Art hat der Autor versucht, das Erlernen der hebräischen Sprache zu erleichtern, indem er die Präfixe und Suffixe hervorgehoben darstellt.“
  32. Der Druck ist bibliothekarisch nicht mehr nachweisbar.
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