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Imke Barnstedt

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Imke Barnstedt (* 31. Oktober 1942 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin, Diseuse und Neonazi-Funktionärin (u.a. Bauernhilfe, Deutschland-Bewegung, Bund Freier Bürger).[1][2][3][4]

Leben

Nach ihrem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Berlin hatte sie erste Publikumserfahrung in Nebenjobs als Verkäuferin oder Schaffnerin und war darauf in vielen Theatern Deutschlands zu sehen, u.a. der Landesbühne Iserlohn, dem Hebbeltheater, der Akademie der Künste, dem Hansatheater oder dem Kabarett Die Wühlmäuse.

Ihre erste Kinorolle hatte sie 1980 in Sigi Rothemunds Filmkomödie Heiße Kartoffeln. Es folgten Hauptrollen in Filmen von Regisseuren wie Sohrab Shahid Saless (Utopia, 1982; Hans – ein Junge in Deutschland, 1985), Dagmar Beiersdorf (Die Wolfsbraut, 1984; Eine Tunte zum Dessert, 1992) und Lothar Lambert (Gestatten, Bestatter, 1986). Im Fernsehen war sie in unter anderem in Der rote Strumpf und in Serien wie Ich heirate eine Familie, Molle mit Korn, Liebling Kreuzberg, Unser Lehrer Doktor Specht, Praxis Bülowbogen, Unser Charly und Berlin, Berlin zu sehen. In der Fernsehserie Hinter Gittern – Der Frauenknast spielte sie eine Zeit lang die Rolle der Marlies Teubner.

Zudem wurde Imke Barnstedt durch ihre selbst produzierten Soloprogramme in Berlin bekannt, darunter Wer schmeißt denn da mit Lehm?, Besser gut gehängt als schlecht verheiratet oder Küsse lassen sich nicht schreiben.

Imke Barnstedt lebt in Oldenburg.

Rechtsradikale Aktivitäten

Barnstedt hat sich 2003 der Aktion des Anwalts Horst Mahler angeschlossen und eine Selbstanzeige wegen Verbreitung von volksverhetzenden Schriften gestellt, da sie einen Aufsatz von Fritjof Meyer zu den Opferzahlen des Holocaust weiterverbreitet hätte.[5] Diese Selbstanzeige war darauf ausgerichtet, den Strafbestand der Volksverhetzung als Angriff auf die Meinungsfreiheit zu diskreditieren. Außerdem soll sie bis 2007 Schatzmeisterin der Bauernhilfe, einer rechtsextremen, mit dem Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten eng verbundenen Organisation (am 7. Mai 2008 verboten), gewesen sein.[6]

Filmografie

  • 1980: Heiße Kartoffeln
  • 1982: Utopia
  • 1983: Kein Reihenhaus für Robin Hood
  • 1984: Wie im Leben. Sehr verschiedene Geschichten laut DRA-Online-Dienste
  • 1985: Sylter Novelle
  • 1986: Ich heirate eine Familie: Angie muss sich entscheiden
  • 1986: Gestatten, Bestatter
  • 1988–1990: Liebling Kreuzberg (Fernsehserie)
  • 1989: Molle mit Korn (Mehrteiler)
  • 1990: Wie gut, dass es Maria gibt: … der werfe den ersten Stein
  • 1991: Gesucht wird Ricki Forster
  • 1991–1992: Unser Lehrer Doktor Specht (Fernsehserie)
  • 1995: Nich' mit Leo
  • 1996: Praxis Bülowbogen: Topfit
  • 1997: Für alle Fälle Stefanie: Risiko
  • 1997–1998: Hinter Gittern - Der Frauenknast (Fernsehserie)
  • 1999: Unser Charly: Sieg der Wahrheit
  • 2002: Berlin, Berlin (Fernsehserie)
  • 2002: Vater braucht eine Frau
  • 2004: Übers Wasser wandeln
  • 2007: Der letzte Zeuge: Tödliche Schönheit
  • 2007: Jakobs Bruder

Weblinks

Einzelnachweise

  1. TAZ 8. März 2010 Oldenburgerin sieht überall "Holocauste"
  2. TAZ 15. Juni 2009 Altnazi im Übermorgen
  3. Junge Freiheit 5. Februar 1999 Parteien, Verbände, Personen Frieden 2000
  4. Zweiter Zwischenbericht zur Beobachtung des Vereins Deutsche Sprache e.V.
  5. Jungle-World.com: Auftritt von rechts, Artikel von Janett Bielau in der Jungle World 15/05 vom 13. April 2005, abgerufen am 21. Juli 2010
  6. Altnazi im Übermorgen - Artikel von Benno Schirrmeister auf den Webseiten von die tageszeitung vom 16. Juni 2009
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Imke Barnstedt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.