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Andrew Soltis

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Andy Soltis 2015.jpeg
Andrew Soltis, 2015
Land Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten
Geboren {{{Geburtsdatum}}}
Hazleton (Pennsylvania)
Titel Internationaler Meister (1974)
Großmeister (1980)
Aktuelle Elo-Zahl 2407 (März 2011)
Beste Elo-Zahl 2480 (Januar 1981)
Karteikarte bei der FIDE (englisch)

Andrew Eden Soltis (* 28. Mai 1947 in Hazleton, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Schachspieler. Seit 1980 trägt er den Titel eines Großmeisters. Soltis ist ein produktiver Autor von Schachliteratur.

Leben

Andrew „Andy“ Soltis wuchs im New Yorker Stadtteil Astoria auf. Das Schachspiel erlernte er im Alter von 10 Jahren durch ein Buch, das er sich aus einer Bücherei ausgeliehen hatte. 1962 nahm er an einer Simultanveranstaltung von Larry Evans im Marshall Chess Club teil und wurde dort Klubmitglied. Später gewann er neunmal (1967, 1969, 1970, 1971, 1974, 1977, 1979, 1986 und 1989) die Vereinsmeisterschaft.

Im Jahr 1969 machte er seinen Abschluss am City College of New York. Er entschied sich gegen eine Karriere als Schachprofi und begann, als Journalist bei der New York Post zu arbeiten. Seit 1972 betreute er dort eine wöchentliche Schachkolumne. Außerdem schrieb er ab 1979 die monatliche Kolumne Chess to enjoy in der Zeitschrift Chess Life. 1988 wurde er von der United States Chess Federation als Schachjournalist des Jahres ausgezeichnet.

Soltis nahm sechsmal mit der US-Mannschaft an Studentenolympiaden teil: Harrachov 1967 (2. Platz), Ybbs 1968 (5. Platz), Dresden 1969 (7. Platz), Haifa 1970 (1. Platz), Mayagüez 1971 (2. Platz) und Graz 1972 (4. Platz). Beim Titelgewinn 1970 erreichte er außerdem das beste Einzelergebnis am zweiten Brett.[1] Beim Turnier in Reggio Emilia kam Soltis 1970 mit 10 Punkten aus 15 Partien auf Platz 4, ein Jahr später gewann er dort mit 8,5 Punkten aus 11 Partien. Für diese Erfolge wurde ihm 1974 der Titel eines Internationalen Meisters verliehen. Der Großmeistertitel folgte sechs Jahre später, nachdem er 1980 die letzte erforderliche Norm bei einem Turnier in New York erfüllt hatte.

In den Jahren 1977 und 1982 kam er auf den geteilten ersten Platz bei den US Open Chess Championships.

Im Jahr 2011 wurde er in die US Chess Hall of Fame aufgenommen.[2] Seine Elo-Zahl beträgt 2407, allerdings ist er seit 2002 inaktiv.

Soltis schrieb eine Vielzahl von Schachbüchern, von denen einige auch in andere Sprachen übersetzt wurden. Seine Biographien über Frank Marshall (1994) und Michail Botwinnik (2014) wurden von der English Chess Federation als Book of the Year ausgezeichnet. Die Bücher Soviet Chess 1917–1991 (2000) und Why Lasker Matters (2006) erhielten den Cramer Award.[3] Der Schachhistoriker Edward Winter kritisierte jedoch, dass in einigen der von Soltis verfassten Bücher ausreichende Quellenangaben fehlen.[4]

Seit 2014 ist Soltis im Ruhestand, schreibt aber weiter über Schach. Er ist verheiratet, seine Ehefrau arbeitete ebenfalls als Journalistin bei der New York Post.

Nach Soltis ist eine Zugfolge in der Drachenvariante benannt, die er 1970 in die Praxis einführte: 1. e4 c5 2. Sf3 d6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sf6 5. Sc3 g6 6. Le3 Lg7 7. f3 Sc6 8. Dd2 0-0 9. Lc4 Ld7 10. 0-0-0 Tc8 11. Lb3 Se5 12. h4 h5.[5]

Werke

Einzelnachweise

  1. OlimpBase :: World Student Team Chess Championship :: Andrew Soltis. In: OlimpBase. Wojciech Bartelski, abgerufen am 15. Mai 2017 (english).
  2. Andrew (Andy) Soltis auf worldchesshof.org, abgerufen am 14. Mai 2017
  3. Mark Weeks: Award Winning Chess Books, Oktober 2012
  4. Chess: the Need for Sources, Chesshistory.com, 1. April 2017
  5. Eric Schiller: History of Opening Theory: Soltis Variation of the Dragon, Chess.com, 17. Januar 2020

Literatur

  • Andrew Soltis: Confessions of a grandmaster. Thinker's Press, Davenport 1990. ISBN 0-938650-46-7.
  • Johannes Fischer: Andrew Soltis: New Yorker, Großmeister, Autor. In: KARL 2015,3, S. 54–60.

Weblinks

 Commons: Andrew Soltis – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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