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Ulrich Johannes Schneider

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Ulrich Johannes Schneider im August 2007.

Ulrich Johannes Schneider (* 4. Mai 1956 in Gelnhausen) ist ein deutscher Bibliothekar und Philosophiehistoriker. Er ist derzeit Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig und außerplanmäßiger Professor für Philosophie am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.

Leben

Schneider, aufgewachsen in Frankfurt am Main, studierte an der Technischen Universität Berlin Philosophie und erreichte 1980 den Magister Artium. Zwischen 1983 und 1988 war er wissenschaftlicher Assistent am philosophischen Institut der TU. 1988 promovierte er und erhielt ein sechsmonatiges Forschungsstipendium der Fritz Thyssen Stiftung für London. Von 1988 bis 1989 war er Mitglied des Getty Center for the History of Art and the Humanities in Santa Monica, 1989–1991 PostDoc-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1989–1995 Directeur de Programme am Collège International de Philosophie in Paris. Diese Beschäftigung ergänzte ein einjähriges Forschungsstipendium des DAAD, das er ab 1991 in der Pariser Maison des Sciences de l’Homme zubrachte. Von 1992 bis 1998 war er wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Universität Leipzig, wo er sich 1998 habilitierte. Von 1998 bis 2005 war er Leiter der Abteilung Forschungsprojekte und Forschungsplanung der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel. Seit 2004 ist er außerplanmäßiger Professor für Philosophie an der Universität Leipzig und seit 2006 am Institut für Kulturwissenschaften. Im November 2005 wurde er Direktor des Frankreichzentrums der Universität Leipzig und ist seit Januar 2006 Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig.

Schneider leitete von 2004 bis 2007 das DFG-Forschungsprojekt „Sachliche Erschließung von Johann Heinrich Zedlers Universal-Lexicon“. Von 2007 bis 2009 leitete er das DFG-Projekt „Vorlesungsverzeichnisse als Quellen disziplinär organisierter Wissenschaft“.

Seit 2004 ist Schneider mit Riccardo Pozzo aus Verona Mitherausgeber der Reihe „Forschungen und Materialien zur Universitätsgeschichte“, seit 2002 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für französischsprachige Philosophie (2005 wiedergewählt). Außerdem ist er Gründungsmitglied (1994) der International Society for Intellectual History.

Vor allem durch Ausstellungen, Artikel in Zeitungen und als Moderator des Thomasius-Club bemüht sich Schneider um Wissenschaftsvermittlung in der Öffentlichkeit.

Forschungsschwerpunkte

Neben der Geschichte, insbesondere Kulturgeschichte der Philosophie beschäftigt sich Schneider mit der Geschichte der Universitäten im Zeitalter der Aufklärung. Außerdem befasst er sich mit der französischen Philosophie des 20. Jahrhunderts und mit Bibliotheksgeschichte.

Veröffentlichungen

  • Die Erfindung des allgemeinen Wissens. Enzyklopädisches Schreiben im Zeitalter der Aufklärung. Akademie Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-05-005780-4.[1]
  • Das Wissen der Welt : Deutschland braucht eine öffentliche digitale Bibliothek, in: Süddeutsche Zeitung, 2. März 2010, Seite 11.

Weblinks

 Commons: Ulrich Johannes Schneider – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Als das Alphabet das Kommando übernahm in FAZ vom 16. Januar 2013, Seite 26
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Ulrich Johannes Schneider aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.