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Jüdischer Friedhof (Malchow)

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Der Jüdische Friedhof Malchow ist ein jüdischer Friedhof in Malchow im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern. Er ist ein geschütztes Baudenkmal.

Beschreibung

Der Friedhof befindet am westlichen Stadtrand, unmittelbar neben dem städtischen Friedhof. Auf dem einst ca. 600 m² großen Gelände ist heute lediglich noch ein größerer Grabstein vorhanden.

Geschichte

Die Zeit der Gründung des Friedhofes ist nicht bekannt, wird aber wie in den meisten anderen Städten Mecklenburgs nur wenig nach der Ansiedlung der ersten Schutzjuden in den 1750er Jahren angelegt worden sein. Im April 1920, in einer Zeit des zunehmenden Antisemitismus, wurden acht Grabsteine umgeworfen und beschädigt. Trotz einer ausgeschriebenen Belohnung, konnten die Täter nicht ermittelt werden. In der NS-Zeit erfolgte die erneute Schändung des Friedhofes. Zum Zeitpunkt des Kaufvertrages vom 28. September 1944 zwischen dem Großdeutschen Reich und der Stadt Malchow – das Grundstück war bereits enteignet worden – waren noch zahlreiche Grabmale erhalten, wenn auch zumeist umgestürzt und teils erheblich beschädigt.[1] Ob bereits in dieser Zeit oder erst nach Kriegsende die Beräumung erfolgte, bleibt bisher unbekannt. Das völlig verwahrloste Gelände wurde 1988 hergerichtet und eine Gedenktafel aufgestellt.[2] Nach erneuter Verwahrlosung erfolgte 1994/96 eine erneute umfassende Instandsetzung.

Literatur

  • Michael Brocke / Eckehard Ruthenberg / Kai Uwe Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland (Neue Bundesländer/DDR und Berlin). Institut Kirche und Judentum Berlin 1994, ISBN 3-923095-19-8.
  • Karl-Heinz Oelke: Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Malchow (Meckl.). Malchow 1994

Weblinks

Einzelnachweise

  1. K.-H. Oelke: Aus der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Malchow (Meckl.), 1994, S. 40
  2. Brocke/Ruthenberg/Schulenburg: Stein und Name. Die jüdischen Friedhöfe in Ostdeutschland, S. 496
53.47561111111112.419416666667
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