Jewiki unterstützen. Jewiki, die größte Online-Enzy­klo­pädie zum Judentum.

Helfen Sie Jewiki mit einer kleinen oder auch größeren Spende. Einmalig oder regelmäßig, damit die Zukunft von Jewiki gesichert bleibt ...

Vielen Dank für Ihr Engagement! (→ Spendenkonten)

How to read Jewiki in your desired language · Comment lire Jewiki dans votre langue préférée · Cómo leer Jewiki en su idioma preferido · בשפה הרצויה Jewiki כיצד לקרוא · Как читать Jewiki на предпочитаемом вами языке · كيف تقرأ Jewiki باللغة التي تريدها · Como ler o Jewiki na sua língua preferida

Erich Hoffmann (KPD)

Aus Jewiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Erich Hoffmann (geb. 13. Februar 1906 in Zerbst; gest. 14. Februar 1959 in Berlin) war ein deutscher Politiker (KPD).

Leben und Beruf

Erich Hoffmann stammte aus einer Arbeiterfamilie. Nach einer Lehre als Kernmacher in Kiel zog er 1927 nach Hamburg. Ab 1928 absolvierte er ein Volontariat bei der kommunistischen Hamburger Volkszeitung, für die er anschließend bis 1932 auch als Redakteur tätig war. Das Reichsgericht verurteilte ihn wegen seiner gegen die Weimarer Republik gerichteten Artikel zu elf Monaten Festungshaft, die er 1931 auf der Festung Gollnow absaß. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde er am 3. März 1933 verhaftet und im KZ Fuhlsbüttel schwer mißhandelt. Im Juni 1933 wurde er freigelassen und war zunächst in der Illegalität Leiter des verbotenen Roten Frontkämpferbundes in Hamburg, floh aber noch im selben Jahr nach Dänemark. Nachdem er wegen seiner Tätigkeit für die Rote Hilfe im März 1934 aus Dänemark ausgewiesen worden war, zog er zunächst in das Saargebiet und von dort im Februar 1935 weiter nach Frankreich. Später ging er nach Moskau. Im Mai 1937 schloss er sich im spanischen Bürgerkrieg den Internationalen Brigaden an, für die er zunächst als Panzerfahrer tätig war. Nachdem er im Juli desselben Jahres in der Nähe von Madrid eine schwere Kopfverletzung erlitten hatte, wurde er Politkommissar im Sanitätsservice. Im Mai 1939 wurde er bei der Flucht aus Spanien an der französischen Grenze festgenommen und in Frankreich interniert und im Mai 1942 gemeinsam mit Kurt Goldstein und Hermann Axen vom Vichy-Regime nach Deutschland ausgeliefert. Nachdem er zunächst im KZ Auschwitz inhaftiert war, kam er von Januar bis April 1945 in das KZ Buchenwald.

Nach der Befreiung aus dem Konzentrationslager kehrte er nach Hamburg zurück. Von Mai 1946 bis 1950 arbeitete er als Chefredakteur wieder für die Hamburger Volkszeitung. Nach dem KPD-Verbot war er als freier Journalist tätig. Schwer krank übersiedelte er 1958 nach Ost-Berlin, wo er mit 53 Jahren starb.

Politik

Hoffmann trat bereits als Jugendlicher 1922 dem KJVD bei, dessen Unterbezirk Hamburg er 1927/28 leitete. Später engagierte er in der KPD, für die er von November 1931 bis zum Mai 1932 der Hamburgischen Bürgerschaft angehörte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er am Wiederaufbau der KPD in Hamburg beteiligt und war zunächst Agitpropleiter der KPD-Wasserkante. 1946/47 gehörte er dem Zonenbeirat der Britischen Besatzungszone an. Im Februar 1950 wurde er als Organisationsleiter einer der einflussreichsten KPD-Funktionäre in der Hansestadt. Am 14. Dezember 1951 rückte er für Friedrich Dettmann, der auf Parteibeschluss in die DDR übergesiedelt war, in die Bürgerschaft nach und wurde dort KPD-Fraktionsvorsitzender. Als die KPD bei der Bürgerschaftswahl 1953 an der neu eingeführeten 5-%-Hürde scheiterte, schied Hoffmann aus der Bürgerschaft aus.

Literatur

  • Christian Sonntag: Medienkarrieren. Biographische Studien über Hamburger Nachkriegsjournalisten 1946–1949, Martin Meidenbauer Verlagsbuchhandlung, München 2006, Seiten 207 ff., ISBN 3-89975-577-4.

Weblinks

Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Erich Hoffmann (KPD) aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.