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Schraubenbäume

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Schraubenbäume
Pandanus tectorius, Habitus und Blütenstand.

Pandanus tectorius, Habitus und Blütenstand.

Systematik
Unterabteilung: Samenpflanzen (Spermatophytina)
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Schraubenbaumartige (Pandanales)
Familie: Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae)
Gattung: Schraubenbäume
Wissenschaftlicher Name
Pandanus
Parkinson

Die Schraubenbäume (Pandanus), auch Schraubenpalmen oder Pandane genannt, sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae) in der Ordnung der Schraubenbaumartigen (Pandanales). Sie haben eine paläotropische Verbreitung.

Beschreibung

Schraubenbaum-Arten wachsen als immergrüne, baum- oder strauchförmige, ausdauernde Pflanzen. Sie besitzen einfache oder verzweigte Stämme und manchmal Luftwurzeln. Die in dreifacher Spirale stehenden Laubblätter sind groß, einfach, lineal, am Rand und an der Mittelrippe dornig.

Schraubenbaum-Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die männlichen Blüten stehen in meist verzweigten Kolben. Die weiblichen Blüten stehen in einem einfachen Kolben. Es werden ein- bis mehrkammerige Steinfrüchte gebildet.

Verbreitung

Die Gattung Pandanus umfasst mehr als 600 Arten in den wärmeren Ländern der östlichen Halbkugel; die meisten von ihnen sind auf den Inseln des Indischen Ozeans und den Maskarenen verbreitet, wo sie in der Nähe des Meeres wachsen und bisweilen weite Landstriche mit einer undurchdringlichen Vegetation bedecken.

Nutzung

Die auf den Maskarenen und Madagaskar heimische Art Pandanus utilis mit sechs Meter hohem Stamm und sehr langen, schwertförmigen Blättern wird besonders auf den Antillen und auf Mauritius kultiviert; ihre kugeligen, orangenförmigen Früchte sind genießbar, und aus den Blättern werden Fasern gewonnen, die zu Packmaterial verarbeitet werden.

Dies gilt auch von den Blättern von Pandanus tectorius, der ebenso hoch wird, zahlreiche Luftwurzeln treibt, mit roten Dornen besetzte, lange, schwertförmige Blätter, wohlriechende Blüten und kugelrunde, sehr große, gelbliche oder rötliche Früchte trägt. Er wächst auf den Inseln der Südsee, wird dort, in Ostindien und China kultiviert, und seine Früchte bilden auf mehreren Inselgruppen ein wichtiges Volksnahrungsmittel. In Hawaiʻi ist der Baum als hala bekannt und wird vielfach genutzt. Besser als andere Arten, die in Gewächshäusern ebenfalls kultiviert werden, eignet sich Pandanus tectorius besonders für das Zimmer und gedeiht auch in trockener Luft. Ebenso Pandanus furcatus aus Indien, der auch bei uns kolossale Dimensionen erreicht und überraschend schnell wächst. Man hat beobachtet, dass ein Blütenkolben sich in drei Stunden um fast einen Meter verlängert. Eine sehr schöne Blattpflanze ist Pandanus javanicus, von der es auch eine Sorte mit panaschierten Blättern gibt.

Die Blätter von Pandanus amaryllifolius werden als Gewürz verwendet (zum Beispiel in Indonesien); dazu wird das Blatt mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt. Von indigenen Einwohnern der Marschall-Inseln wurden die aufgerollten Blätter der Schraubenbäume zum Dehnen der Ohrlöcher genutzt.[1]

Aus den Blüten von Pandanus odorifer werden in Indien ein ätherisches Öl für die Parfümindustrie und das Kewrawasser gewonnen. Kewrawasser dient in der indischen Küche wie Rosenwasser zum Aromatisieren von Süßspeisen.

Systematik

Die Gattung Pandanus wurde 1773 von Sydney C. Parkinson in Journal of a voyage to the South Seas, S. 46 aufgestellt. Typusart ist Pandanus tectorius Parkinson. Synonyme für Pandanus Parkinson sind Keura Forssk. [2], Dorystigma Gaudich., Foullioya Gaudich., Heterostigma Gaudich., Souleyetia Gaudich., Vinsonia Gaudich..[3]

Arten

Hier eine Auflistung der in Kew-Checklist anerkannten Arten 2007, wobei neben dem botanischen Autorkürzel auch die Veröffentlichung mit Erscheinungsjahr der Erstbeschreibung angegeben ist (entspricht nicht mehr der Kew-Checklist-Version in 2011 oder 2017):[4]

Pandanus candelabrum, Habitus
Pandanus tectorius, Sammelfrucht
Pandanus utilis, Habitus
Pandanus utilis, Fruchtstand

Bilder

Einzelnachweise

  1. Augustin Krämer: Hawaii, Ostmikronesien und Samoa; meine zweite Südseereise (1897-1899) zum Studium der Atolle und ihrer Bewohner, 1906, Seite 409 f.
  2. Pandanus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Vorlage:GRIN/Wartung/Keine Nummer angegeben
  3. Pandanus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  4. Rafaël Govaerts (Hrsg.): Pandanus. In: World Checklist of Selected Plant Families (WCSP) – The Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew. Abgerufen am 2. Oktober 2017.

Weblinks

 Commons: Pandanus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Schraubenbäume aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.