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Šulmānu-ašarād I.

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Šulmānu-ašarād I. (in Analogie zu Šulmānu-ašarād IV. Salmanassar I., Šulmānu ist der oberste Gott), Sohn des Adad-nārārī I., regierte nach der assyrischen Königsliste 15 Jahre als König des Assyrischen Reiches.

Autor Regierungszeit Anmerkungen
Landsberger 1954 1550–1535 v. Chr. mittlere Chronologie
Gasche et al. 1998 1538–1524 Ultrakurze Chronologie
Freydank 1991 1263–1234

Er war der Sohn und Nachfolger des Adad-nārārī I. und führte wie seine Vorgänger die Titel „Statthalter des Bel und Priester des Aššur“. Außerdem nannte er sich Großkönig und König der Gesamtheit (nach dem babylonischen rab kiššati).

Bei seiner Thronbesteigung rebellierte das Land Uruadri, das meist mit dem späteren Königreich von Urartu gleichgesetzt wird. Der König hob seine Hand im Gebet, rief seine Armeen zusammen und begann einen Feldzug in die Berge. Er will dabei acht Länder und 51 Städte eingenommen haben. „In drei Tagen warf ich das gesamte Land Uruadri zu den Füßen von Aššur, ihre Männer wurden so niedrig wie Leichen und Furcht erfüllte sie.“ Salmānu-ašarēd belegte das Land mit einem schweren Tribut, was anzeigt, dass er keine dauerhafte Herrschaft einrichten konnte. Auch die rebellische Bergfestung von Arina, „das Heiligtum, auf festem Fels gegründet“[1] unterwarf er und nahm das Land Musri ein, gegen das schon Assur-uballit I. zu Felde gezogen war. Kutmuhu wurde ebenfalls unterworfen. Šalmānu-ašarēd führte zudem einen Feldzug gegen Hanilgabat (eponymer Beamter Aššur-nadin-šumate). Im selben Jahr rebellierte das Land KIRIURI gegen die assyrische Herrschaft.

Šalmānu-ašarēd korrespondierte mit dem Hof der Hethiter. Ein Brief aus Dur Kurigalzu an den König von Babylon erwähnt, dass der Bote des Königs von Assyrien freigelassen wurde, nachdem man ihn drei Jahre in Hatti festgehalten hatte. Er kehrte zusammen mit einem hethitischen Boten nach Aššur zurück.[2] Wenn Faists Vermutung, er sei in die Zeit Salmanassers zu datieren,[3] richtig ist, belegt er ernsthafte Verstimmungen zwischen Assur und Hatti, die vermutlich mit dem assyrischen Angriff auf Šatuara II. von Hanilgabat in Zusammenhang stehen. Nach einem Keilschrifttext aus Boğazkale wurde er von einem kleinen König zu einem Großkönig (KUB XXIII 103:27 und 92:5).[4] Auch dies wird meist mit der Eroberung von Mitanni in Zusammenhang gebracht, passt aber nicht zur vorhergehenden negativen Reaktion der Hethiter.

Salmānu-ašarēd baute einen Palast in Niniveh, restaurierte den dortigen Ištar-Tempel und erneuerte Kalḫu an der Mündung des Oberen Zab in den Tigris.

Eponyme Beamte

  • Aššur-nadin-šumate

Literatur

  • H. Freydank: Beiträge zur mittelassyrischen Chronologie und Geschichte. Berlin 1991.
  • A. T. Olmstead: Kashshites, Assyrians, and the Balance of Power. In: The American Journal of Semitic Languages and Literatures. 36/2, 1920, S. 120–153.
  • Karen Radner: Der Gott Salmānu ('Šulmānu') und seine Beziehung zur Stadt Dūr-Katlimmu. In: Welt des Orients. 29, 1998, S. 33–51.

Einzelnachweise

  1. RIMA I, A.0.77.1:46–50
  2. O. Gurney, Texts from Kur-Durigalzu. Iraq 11, 1949, 148
  3. Betina Faist, Der Fernhandel des assyrischen Reiches zwischen dem 14. und dem 11. Jahrhundert vor Christus. AOAT 265, Münster, Ugarit Verlag 2001, 236
  4. Zur Identifikation als Salmanasser I. s. M. B. Rowton, The Background of the Treaty between Ramesses II. and Hattušiliš III. Journal of Cuneiform Studies 13/1, 1959, Anm. 45


Vorgänger Amt Nachfolger
Adad-nirari I. Assyrischer König
Tukulti-Ninurta I.
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Šulmānu-ašarād I. aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.