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Zweitaktgemisch

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Zweitaktgemisch ist ein umgangssprachlicher Begriff der die semantisch richtige Bezeichnung Zweitaktmischung meint. Diese wiederum ist eine Mischung aus Kraftstoff und Schmierstoff (Zweitaktöl) für kurbelgehäusegespülte Zweitakt-Motoren nach dem Ottoprinzip.Motoren nach Dieselprinzip können folgerichtig wegen ihrer heterogenen Gemischbildung (Kraftstoff + Luft, der Kraftstoff wird hier in die bereits komprimierte Luft erst eingespritzt) nicht mit einer Zweitaktmischung geschmiert werden. Kurbelgehäusegespulte Diesel bedürfen unbedingt einer Frischölschmierung.

Beim Zweitaktottomotor werden die beweglichen Motorenteile häufig durch Ölzusatz (mögliche Mischungsverhältnisse: 1:16 bis 1:100, je nach Anforderung des Motorenherstellers) im Kraftstoff geschmiert (Mischungsschmierung) – wie heute noch bei vielen Motorrollern, Mofas, Außenbordmotoren, Motorsägen, Rasenmähern u.a., seltener bei Motorrädern. Bei PKW war dies teilweise bis Ende der 1980er Jahre der Fall, am bekanntesten sind wohl die DDR-Zweitakter wie Trabant 601, Wartburg 353 oder Barkas B 1000.

Wenn diese Mischungsschmierung nicht gewünscht ist (Bedienungskomfort, Verkaufsargument, gefühlte Fortschrittlichkeit), so wird der Motor durch eine Frischöl- oder Getrenntschmierung mit Öl versorgt. Hierbei wird das separat mitgeführte Öl durch eine Pumpe gezielt entweder in den Ansaugbereich des Motors oder direkt an die zu schmierenden Teile, wie z. B. Kurbelwellenlager, gefördert. Die Dosierung kann je nach Ausführung last- und drehzahlabhängig gestaltet sein, treibt aber den Ölverbrauch gegenüber einer Mischung von 50:1 letztlich nurmehr in die Höhe.

Beiden Verfahren gemeinsam ist, dass das in den Zylinder gelangende Gemisch Ölbestandteile aus der sogenannten Verlust-Schmierung enthält: das verbrannte Schmieröl bleibt dem Motor nur teilweise erhalten, mehrheitlich verlässt es das Kurbelgehäuse über den Brennraum in den Auspuff.


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