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Zimelie

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Illuminierte Handschrift, Badische Landesbibliothek, Karlsruhe
Handgeschriebene Bibel, Belgien 1407

Als Zimelien (zuweilen auch: Cimelien, von griech. keimelia, Singular keimelion/κειμήλιον: Kleinod, Kostbarkeit) bezeichnen Bibliothekare und Sammler seltene und wertvolle alte Schriften und Drucke wie zum Beispiel Papyri, Handschriften und Inkunabeln, allen voran illuminierte Stücke, die in den Bibliotheken gesondert aufbewahrt werden.

Verbreiteter ist heute der Begriff Rara (als Plural, Sg. = Rarum, von lat. rarus = selten, vereinzelt) für alte und seltene Schriften und Drucke aus Altbeständen von Bibliotheken.

In den Klosterbibliotheken des Mittelalters und der Frühen Neuzeit wurden die wertvollen Schriften und Drucke nicht selten am Lesepult angekettet, um sie sowohl vor dem Herunterfallen als auch vor der Entwendung zu bewahren. Heute werden die Exemplare der Rara-Abteilungen dem Benutzer in der Regel nur auf Antrag und in gesonderten Lesesälen zur Einsicht vorgelegt oder durch Alternativen, zum Beispiel in Form von Faksimileausgaben oder Mikrofilmen, zugänglich gemacht. Besonders kostbare Stücke werden in Tresoren aufbewahrt, wie zum Beispiel das Evangeliar Heinrichs des Löwen, das in der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel in einem Spezialtresor liegt - dem Publikum wird ein Faksimile zur Ansicht bereitgestellt.

Kostbarste Einzelstücke aus kirchlichen und weltlichen Schatzkammern, Wunderkammern und Münzkabinetten werden ebenfalls als Zimelien bezeichnet.

Literatur

  • Helmut Hiller, Stephan Füssel: Wörterbuch des Buches. 7. Auflage. Klostermann, Frankfurt am Main 2006, ISBN 978-3-465-03495-7.
  • Ursula Rautenberg (Hrsg.): Reclams Sachlexikon des Buches. Reclam, Stuttgart 2003, ISBN 978-3-1501-0542-9.

Weblinks

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