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Yatirwald

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Der Yatirwald ist ein Waldgebiet an den südlichen Hängen des Mount Hebron in Israel.

Geografie

Der Yatirwald liegt am nördlichen Rand der Negevwüste und unmittelbar südlich der Grenze der Palästinensergebiete zu Israel. Dieser größte gepflanzte Wald in Israel umfasst 30 km² und liegt östlich der Siedlung Meitar und nördlich der Stadt Arad. Der Wald liegt in einem Gebiet mit trockenem Klima, in dem eine niedrige Luftfeuchtigkeit vorherrscht. In Höhen zwischen 400 und 850 Metern über dem Meeresspiegel fallen durchschnittlich 300 bis 350 mm Niederschlag im Jahr. Die Böden bestehen aus kalkhaltigen Gesteinen.

Geschichte

Die Anlage des Yatirwaldes erfolgte ab 1964 durch den Jüdischen Nationalfonds. Der Name ist eine Ableitung aus dem Alten Testament (Jos 21,13, 14 EU), wonach diese Gegend den Kindern Aarons, dem Stamm Levi, übergeben wurde.

Seit 1964 wurden im Yatirwald über vier Millionen Bäume gepflanzt, überwiegend Nadelbäume, wie Aleppo-Kiefer und Trauerzypresse, jedoch auch Laubbäume wie Terebinth, Tamariske, Chinesische Jujube, Johannisbrotbaum, Olivenbaum, Feige, Eukalyptus und Akazien.

Umwelt und Tourismus

Die Anpflanzungen, zu denen auch Weingärten und verschiedene Straucharten gehören, haben die Ausbreitung der Desertifikation, der Wüstenbildung, nördlich von Beerscheba gestoppt. Sie reduzieren die Verdunstung der seltenen Niederschläge und binden Kohlendioxyd aus der Luft. Der Wald ist Teil des Projekts FLUXNET der NASA, welches den Austausch von Kohlendioxyden, Wasserdampf und Energie zwischen den unterschiedlichen Ökosystemen auf der Welt und der Atmosphäre misst. Im Desert Research Institute in Sde Boker werden unter der Leitung von Dan Yakir vom Weizmann Institute of Science in Rehovot die Daten aus den verschiedenen Quellen ausgewertet.[1]

Das Arava-Institut für Umweltforschung macht Versuche mit Dattelpalmen und Wein in der Nähe des Yatirwaldes und will versuchen, diese Pflanzen unter sehr trockenen und salzigen Bedingungen anzusiedeln.

Der Israel National Trail, ein Wanderweg von Galiläa in Norden zum Golf von Eilat im Süden, führt durch den Yatirwald von Meitar nach Arad in der Negevwüste.

Archäologie

Im Yatirwald wurden 1987 archäologische Forschungen an einem Synagogenbauwerk aus dem 4. bis 7. AD, der Anim- Synagoge, durchgeführt, das nach der Eroberung Palästinas durch moslemische Araber im 7. Jahrhundert n. Chr. in eine Moschee umgewandelt worden war. Unter dem Steinfußboden fanden sich Reste von Mosaiken, die Außenmauern standen noch bis zu einer Höhe von ca. 4,5 Metern und umschlossen ein Geviert von 14,5 m X 18,5 m. Das Bauwerk war nach Norden, Richtung Jerusalem, ausgerichtet. Die beiden im Osten des Gebäudes befindlichen Eingänge zeigten noch die Türstürze.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Zwischen den Zeilen in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom 9. Oktober 2011, Seite 90
Dieser Artikel basiert ursprünglich auf dem Artikel Yatirwald aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der Doppellizenz GNU-Lizenz für freie Dokumentation und Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Unported. In der Wikipedia ist eine Liste der ursprünglichen Wikipedia-Autoren verfügbar.