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Wuppertal

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Wuppertal (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wuppertal
Wuppertal
Deutschlandkarte, Position der Stadt Wuppertal hervorgehoben
51.2591666666677.2111111111111160
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Düsseldorf
Höhe: 160 m ü. NN
Fläche: 168,39 km²
Einwohner:

349.721 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 2077 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 42103–42399
Vorwahlen: 0202
02058 (Dornap)
02053 (Siebeneick/Mutzberg)
Kfz-Kennzeichen: W
Gemeindeschlüssel: 05 1 24 000
Stadtgliederung: 10 Stadtbezirke
Adresse der
Stadtverwaltung:
Johannes-Rau-Platz 1
42275 Wuppertal
Webpräsenz: www.wuppertal.de
Oberbürgermeister: Peter Jung (CDU)
Lage der Stadt Wuppertal in Nordrhein- Westfalen und im Regierungsbezirk Düsseldorf
NiederlandeBelgienNiedersachsenRheinland-PfalzHessenEssenWuppertalSolingenRemscheidHagenEnnepe-Ruhr-KreisBochumDortmundHerneGelsenkirchenBottropOberhausenMülheim an der RuhrDuisburgKreis MettmannDüsseldorfRhein-Kreis NeussKreis HeinsbergMönchengladbachKrefeldKreis ViersenKreis WeselKreis KleveRhein-Erft-KreisKreis DürenRheinisch-Bergischer KreisOberbergischer KreisKreis RecklinghausenKreis BorkenKreis UnnaMärkischer KreisKreis OlpeHammKreis SoestKreis CoesfeldKreis SteinfurtKreis WarendorfLeverkusenKölnStädteregion AachenBonnRhein-Sieg-KreisStädteregion AachenKreis EuskirchenMünsterKreis Siegen-WittgensteinHochsauerlandkreisKreis PaderbornKreis GüterslohKreis HöxterKreis LippeKreis HerfordKreis Minden-LübbeckeBielefeldKarte
Über dieses Bild
Ansicht von Wuppertal-Elberfeld in Richtung Norden
Ansicht von Wuppertal-Barmen in Richtung Osten

Wuppertal ist mit rund 350.000 Einwohnern die größte Stadt und das Industrie-, Wirtschafts-, Bildungs- und Kulturzentrum des Bergischen Landes. Die „Großstadt im Grünen“ liegt südlich des Ruhrgebiets und ist als siebzehntgrößte Stadt Deutschlands eines der Oberzentren des Landes Nordrhein-Westfalen.

Die Stadt wurde zum 1. August 1929 durch Vereinigung der kreisfreien Städte Elberfeld (Großstadt seit etwa 1883) und Barmen (Großstadt seit etwa 1884) sowie der Städte Ronsdorf, Cronenberg und Vohwinkel unter dem Namen Barmen-Elberfeld als kreisfreie Stadt gegründet und im Jahr 1930 nach einer Bürgerbefragung in Wuppertal umbenannt, womit die geografische Lage der Stadt an der Wupper zum Ausdruck gebracht wurde.

Wuppertal gilt auf Grund seiner topografischen Struktur als eine der schönstgelegenen und naturreichsten Städte Deutschlands und schlängelt sich auf fast 20 km entlang des Flusslaufs der Wupper, der von steilen und oft bewaldeten Hängen umgeben ist. Die südlichen Außenbezirke gehen in die Wiesen und Wälder des Bergischen Landes über. Die Stadt ist aber auch als „Wiege der Industrialisierung in Deutschland“[2] reich an großen Villenvierteln und Wohnhäusern aus der Gründerzeit: 4500 Baudenkmale befinden sich im Stadtgebiet.

Neben der weltberühmten Schwebebahn ist die Universitätsstadt bekannt für das international renommierte Tanztheater Pina Bausch, den landschaftlich reizvollen Zoo, die Historische Stadthalle neben der Schwimmoper, das Von-der-Heydt-Museum für bildende Kunst, den Skulpturenpark Waldfrieden, das innovative Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie sowie seine vielfältige Clubkultur.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Wuppertal erhielt wegen seiner engen Straßenzüge wie in der Elberfelder Nordstadt den Beinamen „San Francisco Deutschlands“
Karte der Stadt Wuppertal mit Stadtteilen und Stadtbezirken

Geografische Lage

Wuppertal liegt in einem Bogen der Wupper entlang der Grenze zum Niederbergischen im Norden und den oberbergischen Hochflächen im Süden. Der südöstliche Teil des Stadtgebietes gehört zu den Bergischen Hochflächen mit Höhen bis zu etwa 350 m, die durch tiefe Kerbtäler von Gewässer- und Bachläufen durchschnitten wird. Der nördliche Bereich des Stadtgebietes ist Teil des Niederbergisch-Märkischen Hügellands, das Geländehöhen bis zu etwa 322 m aufweist. Das Tal der Wupper selbst wird naturräumlich als Wuppertaler Senke bezeichnet.[3]

Aufgrund der erheblichen Höhenunterschiede innerhalb des Stadtgebiets gibt es zahlreiche steile Straßen und viele Treppen. Daher gilt Wuppertal als die Stadt Deutschlands mit den meisten öffentlichen Treppen und wird wegen seiner zahlreichen steilen, geraden Straßen (zum Beispiel in der Elberfelder Nordstadt) auch als „San Francisco Deutschlands“ bezeichnet.[4]

Geologie

Geografisch und geologisch liegt das Bergische Land am Rand des Rheinischen Schiefergebirges, eines deutschen Mittelgebirges, dessen Gesteine hauptsächlich aus der Zeit des Devons (vor ca. 416–360 Millionen Jahren) und des Karbons (vor ca. 360–300 Millionen Jahren) stammen. In den südöstlichen Stadtteilen Wuppertals findet man mit Tonschiefer, Grauwacken und Konglomeraten des Unterdevons die erdgeschichtlich ältesten Gesteine. Nordwestlich davon schließen sich Wechselfolgen von mittel-devonisch schieferigen Tonböden, Schluffen und Grauwacken an.

Eine Absenkung der Erdoberfläche und des Meeresbodens führte im späteren Mittel- bis Oberdevon zur Ausbildung von Riffkomplexen, deren Massenkalk sich in nordost-südwestlicher Richtung quer durch das Wuppertaler Stadtgebiet erstreckt. Er gehört zum Rheinisch-westfälischen Kalkzug, der vom Nordrand des Sauerlandes und des Bergischen Landes von Düsseldorf über Wuppertal und Iserlohn bis nach Brilon läuft.

Bereits im 9. Jahrhundert wurde Kalk gewonnen, im Ortsteil Dornap und dem angrenzenden Wülfrath gibt es seit der Industrialisierung bis heute noch Kalktagebau. Ein Kalktrichterofen aus dem 19. Jahrhundert ist als Industriedenkmal im Stadtbezirk Elberfeld-West erhalten. Im Stadtteil Wichlinghausen gibt es kleinere Vorkommen des Vulkangesteins Diabas (Grünstein), die auf dem Meeresboden im Oberdevon gebildet wurden. Im Norden Wuppertals sind als jüngste Schichten Schiefer, Quarzite und Grauwacken aus der Zeit des Karbon erhalten.

Die abgelagerten Gesteine wurden im Laufe der Erdgeschichte, teilweise unter erhöhtem Druck und hoher Temperatur, gefaltet und gegeneinander verschoben. In Wuppertal können daher häufig gefaltete und steil aufgestellte Gesteinsschichten beobachtet werden, besonders gut im Nordpark.

Im Tertiär (vor ca. 65–2,6 Millionen Jahren) wurden in einigen Tälern Sande und Kiese abgelagert. Während des Eiszeitalters wurde im gesamten Bereich von Wuppertal sehr fruchtbarer, gelb-brauner Löss angeweht.[5]

Vom Gymnasium Sedanstraße über den Barmer Nordpark bis zum Naturschutzgebiet des Dolinengebietes im Hölken führt der 9,5 Kilometer lange Geologie-Lehrpfad „Geopfad“.[6]

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Stadtgrenze hat eine Länge von 94,5 Kilometern. Das Tal der Wupper erstreckt sich mit einer Länge von 33,9 Kilometern überwiegend von Osten nach Westen und weist Aufweitungen mit Breiten von bis zu zwei Kilometern auf, in denen die Stadtzentren Barmen und Elberfeld liegen.

Höchster Punkt ist Lichtscheid mit 350 Meter über NN, der tiefste Punkt mit 101 Meter über NN liegt bei Müngsten, wo der Morsbach in die Wupper mündet.[7]

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an Wuppertal, im Uhrzeigersinn beginnend im Norden:

Hattingen, Sprockhövel, Schwelm und Ennepetal (alle Ennepe-Ruhr-Kreis), Radevormwald (Oberbergischer Kreis), Remscheid und Solingen (beides kreisfreie Städte) sowie Haan, Mettmann, Wülfrath und Velbert (alle Kreis Mettmann).

Wuppertal liegt zirka 30 Kilometer östlich von Düsseldorf, etwa 40 Kilometer nordöstlich von Köln und zirka 23 Kilometer südöstlich von Essen.

Stadtgliederung

Stadtbezirke und Quartiere

Das Stadtgebiet Wuppertals ist in zehn Stadtbezirke eingeteilt.

Die Stadtbezirke sind für statistische Zwecke in insgesamt 69 Quartiere unterteilt.

Das Wuppertaler Wohnquartier Herbringhausen ist eines von neun Quartieren des Stadtbezirks Langerfeld-Beyenburg. Es ist nach dem zentral gelegenen Weiler Herbringhausen benannt und das flächenmäßig größte Wohnquartier Wuppertals.


Ansicht aus dem All

Stadtstruktur

Die Stadtstruktur Wuppertals stellt als Typologie eine Besonderheit dar. Die heutige Gesamtstadt ist aus mehreren Einzelstädten und -dörfern im gemeinsamen Tal entstanden, ist zugleich jedoch dezentral organisiert. Die topografische Lage bedingt den Zusammenhalt als städtische Einheit mit gemeinsamer Industriegeschichte und ähnlichen Wachstumsbedingungen. Die Entstehung aus einer Städtefusion spiegelt sich aber im Stadtbild wider. Es gibt keine klare Zentrenbildung: Mit Elberfeld und Barmen hat Wuppertal zwei größere urbane Zentren sowie fünf weitere Stadtteile (Beyenburg, Cronenberg, Langerfeld, Ronsdorf und Vohwinkel) mit überwiegend kleinstädtischen Elementen und eigenen Zentren.

Durch die längliche ost-westliche Tallage ergibt sich ein Agglomerationsband, das stadträumlich keine Parallele im deutschen Raum hat. Entlang einer Achse aus Hauptverkehrsstraße (Bundesstraße 7), Haupteisenbahnlinie und Fluss mit der Schwebebahn reihen sich alle wichtigen Funktionen der Stadt auf einer Länge von rund 15 Kilometer aneinander.

Die Topografie ermöglicht häufig einen Überblick über die Stadt. Dieser Überblick wird optisch vergrößert wahrgenommen, da innerhalb des Zentrumsbandes ein kontinuierlicher städtischer Dichtegrad sichtbar ist. Typisch sind auch die Grünflächen und Hangwälder, die das Ausweichen aus dem Tal bereits nach wenigen hundert Metern erlauben. Die am Hang gelegenen gründerzeitlichen Villenviertel Brill, Zoo und Toelleturm sind dem Zentrum nah.

Die Topografie ließ eine Erweiterung von Gewerbe- und Industrieflächen im Tal nur begrenzt zu. Der hier entstandene Bayer-Konzern musste daher Ende des 19. Jahrhunderts ausweichen und expandierte in Leverkusen. Seither werden Gewerbeflächen überwiegend in den städtischen Randgebieten errichtet.

Den Ende des 20. Jahrhunderts durch zunehmende Deindustrialisierung einsetzenden Strukturwandel bewirkte einen starken und bis heute anhaltenden Bevölkerungsrückgang und De-Funktionalisierung mit Verfalls- und Leerflächen in der Stadt. Die mittelständische Industriestruktur führt nun aber auch zu Modernisierungseffekten wie dem „Ideon-Park“ auf dem ehemaligen Quante-Gelände und dem „Engineering Park“ auf dem Gelände der ehemaligen Wuppertaler Kasernen. Auch Bürgerinitiativen wie der Skulpturenpark Waldfrieden, die Nordbahntrasse, das Kulturzentrum Barmer Bahnhof, die „Pina Bausch Stiftung“ und die Junior Uni bereichern die Stadt in verschiedenen Bereichen. Viele dieser Projekte werden aktiv von der Jackstädt-Stiftung und ansässigen Unternehmen unterstützt.

Klima

Wuppertal liegt im nordwestdeutschen Klimabereich, wobei das maritime, subatlantisch geprägte Klima zu allgemein kühlen Sommern und relativ milden Wintern führt. Einflüsse des Reliefs und der Landnutzung führen dabei zu unterschiedlichen Ausprägungen der Klimaparameter Temperatur, Feuchte, Wind, Niederschlag und Strahlung.

An den Höhen des Bergischen Landes treffen feuchte atlantische Luftmassen mit den vorherrschenden westlichen Luftströmungen erstmals auf ein Hindernis und werden gestaut. Dadurch steigen die Wolken in höhere Luftschichten, die gewöhnlich kälter sind, kondensieren und regnen als Steigungsregen ab. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge mit 1116 mm im Tal und 1183 mm auf den Höhen ist etwa doppelt so hoch wie in der Hauptstadt Berlin und gehört damit zu den höchsten in einer deutschen Stadt. Die niederschlagsreichsten Monate sind der Dezember und der Juni. In der Redensart „In Wuppertal werden die Kinder mit dem Regenschirm geboren.“ spiegelt sich diese Tatsache im Volksmund wider.

Die Temperatur liegt im Jahresdurchschnitt zwischen 8,5 und 9 °C. In der Vegetationszeit, in der an 150 bis 180 Tagen eine Temperatur von mehr als 10 °C herrscht, liegt die mittlere Temperatur bei 13 bis 16 °C. Der Juli ist mit mittleren Temperaturen von 17,2 °C der wärmste Monat, der Januar mit 1,9 °C der kälteste. Im Mittel gibt es 26 Sommertage mit Temperaturmaxima über 25 °C und 62 Frosttage.

Die mittlere jährliche Sonnenscheindauer liegt mit 1300 bis 1400 Stunden etwas unterhalb des deutschen Mittelwertes von 1550 Stunden. Die mittleren jährlichen Windgeschwindigkeiten variieren von etwa 2,9 m/s im Tal bis etwa 3,8 m/s in höheren Lagen. Die natürliche Vegetation hat bei diesen Klimamerkmalen sehr günstige Wachstumsbedingungen, durch die Gefahr von Starkregenfällen und Spätfrösten sind die Bedingungen für die Landwirtschaft in diesem Klima allerdings eher schwierig.

Naturräume

29 % (entspricht 4858 Hektar) des Stadtgebietes sind Wald- und Freiflächen, 7,8 % (entspricht 1318 Hektar) Parkanlagen und Grünfläche, 21 % (etwa 3500 Hektar) werden landwirtschaftlich genutzt. Außerdem gibt es etwa 8000 Kleingärten auf 380 Hektar und 46 Friedhöfe auf einer Fläche von 160 Hektar. In Wuppertal befinden sich 20 von der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW (LÖBF) verwaltete Naturschutzgebiete und Naturdenkmäler.

Einige innenstadtnahe Gebiete wurden wegen des steilen Geländes nicht bebaut. Manche Felsformationen reichen bis an die Wupper heran und sind bis heute baumbestanden. Einige dieser Gebiete wurden zu Parks oder Landschaftsgärten gestaltet. Andernorts, wie beispielsweise in Vohwinkel auf Höhe des Stadions oder am Südhang des Hardtberges zwischen Barmen und Elberfeld, wurden die Felsen entlang der Hauptstraßenzüge der Talachse zu Gunsten der Gewinnung von Baumaterial sowie einer leichten Bebauung geringfügig abgetragen.

Wälder

Burgholz mit typisch bergischem Bauernhof

Im Stadtgebiet sowie den zahlreichen direkt angrenzenden Städten und Gemeinden gibt es zahlreiche Waldgebiete, die Wuppertal zu einer Stadt im Grünen machen. Der Staatsforst Burgholz in Cronenberg ist mit seiner bundesweit einmalige Sammlung verschiedener teils auch exotischer Gehölze auf einer Fläche von knapp 250 Hektar das größte forstwissenschaftlichen betriebene Arboretum Deutschlands. Besucher können auf Waldlehrpfaden den Bestand erkunden.

Das Naturschutzgebiet Gelpetal bildet zusammen mit dem Saalbachtal ein bewaldetes Naherholungsgebiet im Süden der Stadt, in dem bereits seit dem 14. Jahrhundert Eisen und Stahl protoindustriell bearbeitet wurde. Entlang eines Industrie-Geschichtslehrpfads sieht man Überreste früher Hammerwerken und Schleifkotten.

Das an den Barmer Wald angrenzende Naherholungsgebiet Scharpenacken ist durch weitläufige Wald- und Freiflächen mit unverbauten Aussichten geprägt. Es steht unter Landschaftsschutz und beherbergt einige wertvolle Biotope, wie den Schmalenhofer Bach, die größten Magerwiesen des Niederbergischen Landes und einige kleine artenreiche Feuchtbiotope bei Erbschlö.

Weitere Wälder in den Südhöhen sind der Christbusch und der Kothener Busch. Im Südosten liegt nahe der Ortschaft Linde mit dem Staatsforst Marscheider Wald ein ausgedehntes Waldgebiet, an das sich östlich der Herbringhauser Wald und der Sondernbusch anschließen.

An den Norden angrenzend bilden das Naturschutzgebiet Deilbachtal und das Felderbachtal die Verbindung zum südlichen Essen. Auf dem Ehrenberg zwischen Langerfeld und Schwelm gibt es zudem ein Wildgehege, ein weiteres im Nordpark in Barmen.

Der hohe Freizeitwert von Wuppertals Wäldern wird durch die Einrichtung von 650 Kilometern Wanderwegen, 50 Kilometern Reitwegen, 18 Wetterschutzhütten und 14 Wanderparkplätzen deutlich.

Gewässer

Die mehr als 500 Fließgewässer (Bäche und Flüsse) sind mit einer durchschnittlichen Fließgewässerdichte von etwa 1,9 km Gewässerlänge je Quadratkilometer besonders prägende Landschaftsbestandteile. Des Weiteren gibt es mit der Herbringhauser Talsperre, der Ronsdorfer Talsperre und dem Beyenburger Stausee drei größere Standgewässer. Viele der Fließgewässer münden im Stadtgebiet in die Wupper oder einen ihrer Zuflüsse, weshalb sie außerhalb der Randgebiete der Stadt oftmals unterirdisch verlaufen.


Geschichte

Die Stadt Wuppertal besteht, abgesehen von einer kleineren Gebietsreform 1975, in der heutigen Form erst seit dem Jahr 1929. Die in diesem Jahr zu Wuppertal vereinten Städte und Gemeinden besitzen eine lange eigene Geschichte, die detailliert in den jeweiligen Artikeln zu den Vorgängerkommunen aufgeführt wird.

Frühgeschichte und Mittelalter

Erste Spuren von menschlichen Siedlungen und Aufenthalten im Tal der Wupper gehen auf das Jahr 1000 v. Chr. zurück. Eine etwa sechs Quadratmeter große bronzezeitliche Fundstelle mit Bruchstücken von Keramik wurde im Jahr 2003 bei Erdarbeiten unter dem Deweerth’schen Garten in Elberfeld entdeckt.

Ab dem 7. Jahrhundert erfolgte die relativ späte und spärliche Besiedelung des Wupperraums durch germanische Volksstämme. Einzelne Höfe Barmens (Westkotten, Wichlinghausen) werden aufgrund von Ortsnamenforschung auch ohne urkundliche Belege auf eine Besiedlung durch die unter sächsischer Herrschaft stehenden Borchter im 8. bis 9. Jahrhundert datiert. Die Region war lange Zeit Grenzgebiet zwischen dem Herrschaftsraum der Franken und Sachsen, was größere Siedlungsstrukturen verhinderte.

Karl der Große ließ zur Sicherung des Wuppergebiets fränkische Herrenhöfe anlegen, unter anderem vermutlich auch Elberfeld. Der Bau einer Kirche in Sonnborn, an deren Stelle heute die Hauptkirche steht, ist um 874 belegt. Der in Corvey wirkende Geschichtsschreiber Widukind berichtete gegen Ende des 10. Jahrhunderts von den ersten Herren einer Fliehburg Elberfeld. Diese Fliehburg war ab 955 im Besitz des Kölner Erzbischofs und diente vermutlich als Versorgungsstation an der Heerstraße nach Soest.

Urkunden belegen die ursprünglichen Vorgängersiedlungen der heutigen Stadt Wuppertal größtenteils etwa um die erste Jahrtausendwende. Sie wurden wie folgt erstmals gesichert urkundlich erwähnt: Cronenberg 1050, Barmen 1070, Elberfeld 1161, Schöller 1182, Ronsdorf 1246, Beyenburg 1298 (einzelne Ortslagen bereits 1189), Langerfeld 1304, Dönberg 1355 und Vohwinkel 1356.

Nach der Gründung des Deutschen Reiches im 10. Jahrhundert setzte die große Rodungszeit im Wuppergebiet ein, die bis ins 16. Jahrhundert dauerte. Damit verbunden waren viele neue Siedlungen und ein Ausbau der Herrenhöfe zu Burgen. 1101 wurde Adolf von Berg erstmals urkundlich als Graf erwähnt. Die Grafen und später Herzöge von Berg erwarben durch Kauf, Heirat, Erbschaft und Verpfändungen im Laufe der nächsten Jahrhunderte den größten Teil des heutigen Wuppertaler Stadtgebiets und verwalteten es durch die Burg Elberfeld und die Burg Beyenburg.

Geschichte Elberfelds

Hauptartikel: Elberfeld
Elberfeld um 1855, Lithografie von Wilhelm Riefstahl

Wie bereits erwähnt, existieren für die Entstehung Elberfelds keine näheren urkundlichen Belege. Die Chroniken Widukinds sprechen von einem sächsischen Burgherrn namens Droste Brüning, Lehnsmann König Konrads I.. Nach dessen Tod beanspruchte laut Widukind Eberhard von Franken die Burg. Trotz Belagerung konnte er seine Ansprüche nicht durchsetzen. 1161 wurde ein Schulte (Villicus/Gutsverwalter) vom Tafelhof Elverfeldt erstmals urkundlich erwähnt. Der Erzbischof von Köln verpfändete 1176 Elberfeld an den Grafen Engelbert von Berg. Nach wechselnden Herrschaftsverhältnissen blieb Elberfeld ab 1428 nun ständiger bergischer Besitz. Elberfeld wurde ab 1444 als „Freiheit“ bezeichnet (1530 als Stadt) und hatte damit eine städtische Ratsverfassung.

Das Stadtprivileg wurde jedoch erst 1610 erteilt und 1623 erweitert. Am 22. Mai 1687 zerstörte ein Stadtbrand 350 Häuser und das gesamte Ortszentrum, erst 1707 wurde das Rathaus neu aufgebaut. Nach dem Übergang an Preußen 1815 wurde Elberfeld Sitz eines Landkreises, der aus den Bürgermeistereien Elberfeld und Barmen gebildet wurde. Ihm wurden 1820 die Gemeinden des Landkreises Mettmann angegliedert.

Der Elberfelder Aufstand vom Mai 1849 war Teil der Reichsverfassungskampagne und brach vor dem Hintergrund der Nichtanerkennung der Frankfurter Reichsverfassung durch die preußische Staatsführung und der endgültigen Ablehnung des deutschen Kaisertitels durch König Friedrich Wilhelm IV. aus. Mehrere Tage lang übte ein Sicherheitsausschuss die Kontrolle über die Stadt aus, ehe der Aufstand zusammenbrach.

Im Jahre 1854 wurde vom Geschäftsmann Hermann Heinrich Grafe zusammen mit fünf weiteren Männern in Elberfeld die erste Freie evangelische Gemeinde im gesamten deutschsprachigen Raum gegründet. Er legte damit den Grundstein für die 20 Jahre später folgende Gründung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland, kurz BFeG.

Geschichte Barmens

Hauptartikel: Barmen

Der Name Barmen wurde 1070 das erste Mal als Barmon in einer Abgabenliste des Klosters Werden urkundlich erwähnt. 1244 gingen die Güter in Barmen („Bona de Barme“) aus dem Besitz des Grafen Ludwig von Ravensberg in den des Grafen von Berg über. Die dazugehörige Vertragsurkunde ist die zweite urkundliche Erwähnung Barmens. Barmen war also zunächst die Sammelbezeichnung für ein Gebiet, das aus einem lockeren Verbund von Einzelhöfen und Siedlungsplätzen bestand. 1399 wird schließlich erstmals die Verwaltungszugehörigkeit Barmens zu dem frisch gegründeten bergischen Amt Beyenburg deutlich. Hauptort war Gemarke. 1808 wurde Barmen zur Stadt erhoben und gehörte ab 1815 zum Landkreis Elberfeld. Die Bürgermeisterei Barmen bestand aus der Stadt Gemarke, dem Flecken Wupperfeld (ab 1780 entstanden), den Dörfern Heckinghausen, Rittershausen und Wichlinghausen, dem Weiler Carnap und 58 kleineren Ortschaften und Gehöften.

Epoche der Frühindustrialisierung

Das hochindustrialisierte Barmen um 1870 (vom Ehrenberg), Gemälde von August von Wille (Ausschnitt)

Die Region Wuppertal, mit Barmen und Elberfeld als Zentren, war Mitte des 19. Jahrhunderts eines der größten Wirtschaftszentren des Deutschen Reiches und neben Leipzig die älteste Industrieregion Deutschlands. Die Herstellung von Textilien und deren Bleichung ist im Tal der Wupper seit dem Jahr 1450 belegt. Insbesondere das Bleichen der Garne mit Wupperwasser auf den Talwiesen und das anschließende Färben begründeten die Entwicklung einer reichhaltigen Textilindustrie. 1549 wurde urkundlich in einem Vertrag zwischen Schwelm und Elberfeld das „Lindtwirken“ (Weben von Bändern) erwähnt. Im Jahr 1597 verlieh Herzog Johann III. von Jülich-Cleve-Berg den Elberfelder und Barmern das Privileg der Garnnahrung, also das ausschließliche Recht, im Herzogturm Berg Garne und Tücher zu färben, weben und zu wirken. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden dazu Spitzen, Lingetten und Schnürrriemen hergestellt. Um 1750 folgte die Mechanisierung mittels der ersten von Hand angetriebenen Flechtmaschinen, den sogenannten Riemengängen, die ab 1780 mit Wasserkraft betrieben wurden.

Diese bereits frühe Industrialisierung basierte auf den vier in der Gegend vorkommenden Industriefaktoren Eisenerz, Kohle, Holz und Wasser. Wasserkraft wurde, nach Erwerb der Nutzungsrechte, als Antrieb für Textilmühlen, Blasebälge für Rennöfen und Schmiedefeuer, Hammerwerke, Klöppelmaschinen, Band- und Webstühlen oder sonstige Maschinen benutzt. [8]

Das Ruhrgebiet hat einen großen Teil seines Aufschwungs der Funktion als Rohstofflieferant der Wuppertaler Region zu verdanken und entwickelte sich erst später.[9][10] Bis Anfang des 20. Jahrhunderts waren die Städte Barmen und Elberfeld bedeutender als Dortmund, Duisburg oder Düsseldorf.[11]

Das größte Standbein im Tal der Wupper war die Textilindustrie, hier reihten sich Webereien und Fertigungshallen aneinander. Im Zentrum von Elberfeld bestand über viele Jahrzehnte eine dauerhafte Welttextilmesse, auf der lokal produzierte Stoffe aller Art präsentiert und verhandelt wurden. In den Seitentälern und auf den Höhen gab es hunderte Handwerksbetriebe aller Art. In dieser Zeit war Wuppertal einer der bedeutendsten Textilstandorte der Welt.

Zahlreiche Transportstrecken führten zu den Stadtkreisen, wie die Bergische Eisenstraße oder mehrere Kohlenwege aus dem Ruhrgebiet. Im Hardensteiner Bezirk wurde zum Beispiel 1829 eine Pferde-Kohlenbahn von den Gruben im Muttental bis in die Gegend von Herbederholz gebaut. Sie war ca. 6 km lang und führte von Witten bis zur Hauptstraße nach Elberfeld.[10] Hier standen die benötigte Transportkapazität für Rohstoffe und der weltweite Versand der Erzeugnisse im Vordergrund, sodass das Verkehrs– und Transportwesen florierte. Die heutige Bundesstraße 7 (B 7), von Hagen kommend, war eine der ersten befestigten Straßen in Preußen.

Der Eisenbahnbau nach Barmen-Elberfeld wurde frühzeitig von Düsseldorf (Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn-Gesellschaft) mit der ersten dampfbetriebenen Eisenbahnstrecke im Westen Deutschlands und von Essen mit der 1831 gegründeten Prinz-Wilhelm-Eisenbahn-Gesellschaft forciert. Der Streckenbau nach Köln und Hagen (Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft) folgte Mitte des 19. Jahrhunderts. Mehrere Gesellschaften erschlossen eigene Trassen durch das Stadtgebiet.

Das Bahnnetz erlaubte in seiner Vollausbaustufe den direkten Anschluss von Cronenberg (Burgholzbahn), Solingen (Korkenzieherbahn und Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn), Remscheid (Bahnstrecke Wuppertal-Oberbarmen–Solingen und Ronsdorf-Müngstener Eisenbahn), Essen (Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr), Witten (Elbschetalbahn), Hattingen (Bahnstrecke Wuppertal-Wichlinghausen–Hattingen), Gevelsberg-Silschede (Bahnstrecke Schee–Silschede), Mettmann (Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd), Velbert (Niederbergbahn), Ratingen (Angertalbahn), dem Oberbergischen Land (Wippertalbahn) und dem märkischen Sauerland (Wuppertalbahn) mit jeweils einer eigenen Strecke.

Das Barmen-Elberfelder Straßenbahnnetz zählte zu den vier größten des Deutschen Reichs und reichte von Hagen im Osten bis nach Düsseldorf-Benrath im Westen sowie von Essen im Norden bis nach Wermelskirchen im Süden.

Um die Jahrhundertwende 1900 bescherten Kleineisenhandwerk und Textilindustrie mit florierender Produktion und beachtlichem Handel den Städten noch einmal einen kräftigen Wachstumsschub. Er ermöglichte den Bau der Schwebebahn, überdauerte aber den Ersten Weltkrieg nicht.

Erster Weltkrieg, Kapp-Putsch und Zusammenwachsen

Entstehung Wuppertals

1861 schieden Elberfeld und Barmen aus dem Landkreis Elberfeld aus und wurden kreisfreie Städte. Der verbleibende Rest des Landkreises Elberfeld wurde in Landkreis Mettmann umbenannt und hieß ab 1929 Landkreis Düsseldorf-Mettmann. Erst ab 1975 kam der heutige Namen Kreis Mettmann zustande.

Ab 1885 wurden im Stadtkreis Barmen nur noch sieben Wohnplätze unterschieden: Stadt Barmen, Hatzfeld, Lichtenplatz, Westen, Heckinghausen, Heidt, Carnap. 1922 erfolgte die Eingliederung der Gemeinden Langerfeld und Nächstebreck. In Elberfeld unterschied man 1885 insgesamt 20 Wohnplätze: Stadt Elberfeld, die Weiler Arrenberg, Hahnerberg, Hipkenberg, Rutenbeck, Steinbeck, Stockmannsmühle, Theishahn, Uellendahl, Weinberg, Wolfshahn und Wüstenhof, ferner einzelne Häuser wie Funkloch. Später wurden weitere Güter erworben, so etwa Buchenhofen, Evertsaue, Kirberg und Schloss Lüntenbeck.

1920 ging der Widerstand gegen den Kapp-Putsch von Elberfeld aus, wo sich Vertreter von KPD, USPD und SPD trafen, in einem gemeinsamen Aufruf zum Widerstand gegen die Putschisten durch Streik und Erringung der politischen Macht aufriefen und so den Ruhraufstand in Gang setzten. Der Ruhraufstand führte auch in Wuppertal zu schweren und opferreichen Kämpfen zwischen Freikorps und Polizei auf der einen sowie bewaffneten Arbeitern der Roten Ruhrarmee auf der anderen Seite.

Die Vereinigung von Barmen und Elberfeld mit Cronenberg, Ronsdorf und Vohwinkel erfolgte zum 1. August 1929. Seinen heutigen Namen trägt Wuppertal allerdings erst seit dem 25. Januar 1930, da sich in der Zwischenzeit unter großer Teilnahme der Bevölkerung der damaligen Städte und Gemeinden mehrere Vorschläge ergaben und lange Zeit diskutiert wurden. „Wuppertal“ erhielt hierbei den Zuschlag vor Bezeichnungen wie Barmen-Elberfeld, Elberfeld-Barmen, Barmen-Elberfeld-Vohwinkel, Barmenelb, Elbbarmen, Wupperstadt, Wupperberg, Wupperhausen, Bergmark, Bergstadt, Talberg, Großwupp, Wupperalis, Bergland, Hungerstadt, Barmerfeld oder Baelvort. Die erstgenannten Namenskombinationen fanden vor allem in den beiden Städten Elberfeld und Barmen großen Zuspruch, wobei bzgl. des erstgenannten Stadtnamens keine Einigung erfolgte. Der Vorschlag Hungerstadt kam aus Reihen der KPD und wurde schnell wieder verworfen. Baelvort wiederum sollte für Barmen-Elberfeld vereinigter Ort stehen. Diskutiert wurden diese zahlreichen Vorschläge vor allem vor dem Hintergrund, die Achtung vor der Geschichte der beiden damaligen Industriestädte zu wahren, weshalb die Vereinigung beider Städte auf große Kritik stieß.[12]

Nationalsozialismus, Widerstand und Zweiter Weltkrieg

Wuppertal war in der Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945) einerseits schon früh ein westdeutsches Zentrum der aufstrebenden NSDAP, andererseits aber auch eine wichtige Stadt des politischen, gewerkschaftlichen und kirchlichen Widerstandes. Adolf Hitler sprach am 24. Juli 1932 auf einer Wahlkampfkundgebung der NSDAP in Wuppertal.[12]

1925/26 arbeitete und wohnte der spätere Propagandaminister Joseph Goebbels als Parteifunktionär und Agitator in Elberfeld. Bis zum Sommer 1933 wurden 18 Einwohner der Stadt von Mordkommandos der SA getötet. Der Stadtverordnete und besonders brutale SA-Führer Willi Veller wurde 1930 zum Reichstagsabgeordneten gewählt und im Juli 1933 zum kommissarischen Polizeipräsidenten von Wuppertal ernannt. Er ließ im selben Monat das KZ Kemna einrichten. Dieses bestand bis Anfang 1934 und zählt zu den berüchtigten frühen Konzentrationslagern.[13]

Bereits am 1. April 1933 wurden in einer von Wuppertaler Schulen durchgeführten Aktion neben vielen anderen Büchern auch Werke der jüdischen Schriftstellerin und geborenen Wuppertalerin Else Lasker-Schüler öffentlich verbrannt, worauf eine Welle von weiteren Bücherverbrennungen in mehr als 50 deutschen Städten folgte.

Am 11. April 1933 protestierte der pazifistische Wuppertaler Schriftsteller Armin T. Wegner, dessen Werke ebenfalls verbrannt wurden, in einem offenen Brief[14] an Adolf Hitler gegen die Judenverfolgungen. Wegner wurde von der Gestapo verhaftet, gefoltert und für mehrere Monate in Gefängnissen und Konzentrationslagern inhaftiert. Danach emigrierte er nach Italien.

Im Bergischen Land, das eine der Keimzellen der sozialistischen Arbeiterbewegung in Deutschland war, trafen die starke NS-Bewegung und die selbstbewusste Arbeiterbewegung besonders brutal aufeinander. Als es der Gestapo im Jahre 1935 schließlich gelungen war, die Partei- und Gewerkschaftsorganisationen der Arbeiterbewegungen im Rheinland und im Bergischen Land zu zerschlagen, begann in Wuppertal eine beispiellose Serie von Massenprozessen gegen mehr als 650 Angeklagte, die auch im Ausland als Wuppertaler Gewerkschaftsprozesse bekannt wurden.[15]

1934 formierte sich evangelischer Widerstand gegen Hitler in der Barmer Bekenntnissynode. Unter der Federführung von Karl Barth verabschiedete die von Reformierten, Lutherischen und Unierten gebildete Bekennende Kirche die Barmer Erklärung. Es gilt bundesweit als das wichtigste Dokument evangelischer Ablehnung der Naziherrschaft.

Die Aufrüstung der Wehrmacht durch das NS-Regime machte sich auch im Stadtbild bemerkbar. Wuppertal, das zuvor keine Garnison besessen hatte, erhielt vier Kasernenneubauten. Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg später von der Bundeswehr weitergenutzt und in der Zeit von 1993 bis 2004 sämtlich aufgegeben.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Innenstadt durch schwere Angriffe der Alliierten (zweimal mit mehreren tausend Toten) großteils zerstört. Die historische Bausubstanz in den urbanen Hauptzentren wurde bis auf wenige Ausnahmen zerstört oder so schwer beschädigt, dass zahlreiche markante Gebäude der Gründerzeit abgerissen werden mussten. Zum Opfer fielen kulturhistorisch bedeutende Gebäude wie beispielsweise die Barmer Stadthalle und das weltweit zweite Planetarium sowie hunderte der alten Bürgerhäuser.

In der Gesamtansicht waren die Zerstörungen im Krieg etwas geringfügiger als in vielen anderen deutschen Großstädten, lediglich die Talsohle mit ihrer Industrie und die bergisch-märkische Eisenbahnstrecke im Süden wurden recht präzise getroffen und eingeebnet, wobei die Südstadt unter ihrer Nähe zur Bahntrasse stark zu leiden hatte. Die sehr eng mit Fachwerkhäusern bebauten Ufer der Wupper wurden großenteils zerstört, in der Folgezeit wurden dort zumeist Straßenzüge errichtet. Dagegen blieben die Stadtviertel entlang der rheinischen Bahnlinie im Norden, die nun der wesentliche Verbindungsweg wurde, kaum betroffen. Auch bedeutsame Bauten wie das Empfangsgebäude der Hauptbahnhofs, das Elberfelder Rathaus oder die Historische Stadthalle wurden nur unwesentlich beschädigt und konnten erhalten werden.

Am 16. April 1945 eroberte die 78th Infantry Division der US Army die Stadt Wuppertal, die bei der Einnahme nur geringe Gegenwehr leistete. [16] Im Zuge der Einteilung Deutschlands in Besatzungszonen kam Wuppertal am 16. Juni 1945 zur Britischen Besatzungszone.[17]

Nachkriegsgeschichte

Panoramablick auf Wuppertal-Beyenburg
Der Ölberg in Wuppertal-Elberfeld
Wuppertal-Barmen bei Nacht

Die Zentrumsbereiche Elberfelds und Barmens verdanken ihr Aussehen dieser Zerstörung und den vermeintlich „modernen“ Bauplanungen der 1950er Jahre, die vor allem die schnelle Errichtung von funktionellen wie schnörkellosen Baukörpern und die Schaffung breiter Straßenschneisen für den wachsenden Individualverkehr im Blick hatten. Überlegungen, auch das schwer zerstörte Schwebebahngerüst abzureißen, wurden schnell verworfen.

Die Stadt konnte insgesamt einen guten Neuanfang machen. Die Textilindustrie war bis weit in die 1970er Jahre wesentlicher wirtschaftlicher Faktor der Stadt, bis diese durch die Globalisierung des Textilmarktes an Bedeutung verlor. Weltweit führend ist Wuppertal heute vor allem noch in der Werkzeugfertigung. Der Niedergang der Textilindustrie begann bereits nach dem Ersten Weltkrieg, ein kleiner Aufschwung erfolgte im Zweiten Weltkrieg aufgrund der Produktion der Uniformen. Die großen Textilfirmen wie vom Baum oder Frowein existierten allerdings bereits in den 1970er Jahren nicht mehr. Die Glanzstoff–Enka-Bemberg Gruppe produziert seit den 1920er Jahren ausschließlich Spezialgewebe, die Produktion ist heute stark reduziert.

Im Zuge der nordrheinwestfälischen Gemeindereform wurden 1970 und 1975 weitere Gebiete wie Dönberg, das vormals ein Stadtteil von Neviges war, nach Wuppertal eingegliedert. Damit erreichte das Stadtgebiet seine heutige Ausdehnung.

Der Strukturwandel machte Wuppertal als Industriestadt ähnlich wie den Ruhrgebietsstädten schwer zu schaffen. Während das Ruhrgebiet seit den 1980er Jahren öffentliche Mittel beantragte und zur Verfügung gestellt bekam, hat das Bergische Städtedreieck mit den Städten Wuppertal, Solingen und Remscheid ähnliches unterlassen. Erst seit Anbeginn 21. Jahrhunderts findet durch Einsatz von Bürger, Unternehmer und Politiker in Form von politischer Arbeit und medienwirksamen Protestaktionen allmählich ein Umdenken statt.

Am 23. September 2008 erhielt die Stadt den von der Bundesregierung verliehenen Titel „Ort der Vielfalt“.

Eingemeindungen

Bereits im Jahre 1807 wurde der Ort Sonnborn nach Elberfeld eingemeindet, jedoch später wieder ausgegliedert und 1888 erneut eingemeindet. 1922 kamen Langerfeld und Nächstebreck zu Barmen. Am 1. August 1929 fusionierten auf Grund des Gesetz über die kommunale Neugliederung des rheinisch-westfälischen Industriegebiets Barmen, Elberfeld, Cronenberg, Vohwinkel, Ronsdorf sowie der Ortsteil Beyenburg der damaligen Stadt Lüttringhausen und Teile von Haan, Wülfrath, Hardenberg-Neviges, Schöller, Gruiten und Gennebreck zur Stadt Barmen-Elberfeld.

Am 25. Januar 1930 wurde die neue kreisfreie Stadt in Wuppertal umbenannt. Im Zuge weiterer Gebietsreformen kamen 1970 Teile der Städte Haßlinghausen und Schwelm zum Stadtgebiet hinzu. Schließlich erfolgte am 1. Januar 1975 im Rahmen der nordrhein-westfälischen Gebietsreform die Eingliederung der Ortsteile Dönberg (vorher Stadt Neviges) und Dornap (vorher Stadt Wülfrath) sowie der Gemeinde Schöller (vorher Amt Gruiten), die alle bis dahin zum Kreis Mettmann gehörten.[18]

Einwohnerentwicklung

Einwohnerentwicklung Wuppertals seit 1930


Mit jeweils mehr als 12.000 Einwohnern gehörten Barmen und Elberfeld 1800 zusammen mit sechs weiteren Städten bereits zu den größeren Orten der preußischen Rheinprovinz. Schon 1884 überschritten die Bevölkerungszahlen der beiden Städte die Grenze von jeweils 100.000, wodurch beide zu Großstädten wurden. 1929 schlossen sich folgende Gemeinden zur Stadt „Barmen-Elberfeld“ (ab 1930 Wuppertal) mit 415.000 Einwohnern zusammen (in Klammern die Einwohnerzahl der Volkszählung vom 16. Juni 1925): Barmen (187.239), Elberfeld (167.025), Vohwinkel (16.105), Cronenberg (14.039) und Ronsdorf (12.526). Im Jahre 1963 erreichte die Bevölkerungszahl mit 423.453 ihren historischen Höchststand. Am 30. Juni 2011 betrug die Einwohnerzahl gemäß dem Landesamt Information und Technik Nordrhein-Westfalen 349.596. Die Bevölkerungsprognose des Landesamtes sieht eine rückläufige Einwohnerzahl für Wuppertal voraus. Demnach wird geschätzt, dass im Jahr 2025 noch etwa 324.500 Einwohner in der Stadt leben.

Religionen

Religionen in Wuppertal (muslimischer Anteil geschätzt)[19]

Wuppertal gilt als die Stadt Deutschlands mit den meisten unterschiedlichen Religionen, Sekten und Gemeinden mit großer konfessioneller Vielfalt. Das Dorf Ronsdorf beispielsweise wurde ursprünglich von einer religiösen Gruppe für eine solche gegründet.

Christentum

Protestanten

Turm der Alten reformierten Kirche Elberfeld

Im 16. Jahrhundert wurde in Elberfeld (1566 durch Peter Loh), Barmen und den meisten anderen heutigen Wuppertaler Stadtteilen die Reformation nach reformiertem Bekenntnis eingeführt. Während der spanischen Besatzung wurde der evangelische Gottesdienst zwischen 1625 und 1627 verboten. Ab 1690 gab es in Elberfeld, wie später auch in anderen Orten, auch lutherische Gemeinden. In Barmen trennte sich die reformierte Gemeinde Gemarke in 1702 von der Pfarrei Schwelm. Die lutherische Gemeinde Wichlinghausen trennte sich 1744 ebenfalls, von dieser wiederum trennte sich 1778 die Wupperfelder Gemeinde ab. In einigen kleineren Orten entstanden erst viel später eigene reformierte beziehungsweise lutherische Gemeinden, so etwa in Beyenburg 1854 und in Vohwinkel 1886.

Nach dem Übergang der Stadt Elberfeld an Preußen unterstanden die reformierten und lutherischen Gemeinden zunächst dem Konsistorium in Düsseldorf (1814–1816, 1934–1947), Köln (1816–1826; zeitweise synchron) und Koblenz (1822-1934), das 1826 alleiniger Sitz der gesamten rheinischen Provinzialkirche (heute Evangelische Kirche im Rheinland) der Evangelischen Kirche in Preußen wurde.

Elberfeld und Barmen wurden Sitz einer Kreissynode (heute Kirchenkreis), zu dem auch die evangelischen Gemeinden von Sonnborn, Vohwinkel, Cronenberg und Ronsdorf bis heute gehören, sofern es sich nicht um Freikirchen handelt.

Wenngleich in ganz Preußen 1817 die Union zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden eingeführt wurde, so blieben die jeweiligen Gemeinden in ihrer Wahrnehmung ihren bisherigen Traditionen treu. So unterscheidet man heute in Wuppertal noch zwischen reformierten und lutherischen Gemeinden innerhalb der unierten Landeskirche. Einige Gemeinden wurden von Anfang an als „unierte“ Gemeinden gegründet, zum Beispiel Unterbarmen. Als Reaktion auf die Rheinisch-Westfälische Kirchenordnung von 1835, die eine vereinheitlichte Liturgie für die preußischen protestantischen Kirchen vorschrieb, trennten sich aus Bekenntnisgründen eine altlutherische Kirchengemeinde und die Niederländisch-reformierte Gemeinde von der unierten preußischen Kirche. Noch heute gibt es zwei lutherische Kirchengemeinden: In Barmen und Elberfeld, die zum Kirchenbezirk Rheinland der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche gehören, sowie die Niederländisch-reformierte Gemeinde, die sich der Evangelisch-altreformierten Kirche in Niedersachsen angeschlossen hat.

1854 wurde vom Geschäftsmann Hermann Heinrich Grafe zusammen mit fünf weiteren Männern in Elberfeld die erste Freie evangelische Gemeinde im damaligen deutschsprachigen Raum gegründet. Damit wurde der Grundstein für die 20 Jahre später erfolgte Gründung des Bundes Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland gelegt.

Die Niederländisch-reformierte Kirche

Katholiken

Das Gebiet der heutigen Stadt Wuppertal gehörte zum Erzbistum Köln, Elberfeld und Unterbarmen zum Archidiakonat des Domdekans im Dekanat Neuss, Oberbarmen zum Archidiakonats St. Georg im Dekanat Lüdenscheid. Um 1300 wurde Elberfeld eine eigene Gemeinde, nachdem sie zuvor zu Richrath (heute zu Langenfeld (Rheinland)) gehörte. Die wenigen Katholiken Wuppertals, sechs Familien in Elberfeld im Jahr 1658, drei in Barmen im Jahr 1708, gehörten auch nach der Reformation zum Erzbistum Köln. In Barmen wurde zwischen 1708 und 1721 eine neue katholische Kirche gebaut, die von Franziskanern aus Wipperfürth pastorisiert wurde, um 1800 gab es dort 2000 Katholiken, im 19. Jahrhundert nahm der Anteil im gesamten Wuppertal stark zu. 1830 wurden in Elberfeld knapp 5.800 Katholiken gezählt. In den Städten entstanden mehrere Pfarrgemeinden. Sowohl Elberfeld als auch Barmen wurde Sitz eines Dekanats innerhalb des Erzbistums Köln. Beide Dekanate bilden heute zusammen das „Stadtdekanat Wuppertal“. Zum Dekanat Elberfeld gehören auch die Pfarrgemeinden Cronenberg, Ronsdorf (früher zu Barmen) und Vohwinkel, zum Dekanat Barmen die Pfarrgemeinden Langerfeld und Beyenburg.

Freikirchlich

Zu den frühen freikirchlichen Gemeindegründungen gehören die einer deutsch-katholischen Gemeinde um 1840, der Niederländisch-reformierten Gemeinde in 1847, der ersten Baptistengemeinde durch Julius Köbner 1852, der Freien evangelischen Gemeinde Elberfeld-Barmen durch Hermann Heinrich Grafe 1854 sowie einer altkatholischen Gemeinde um 1870.

Die Neuapostolische Kirche zählt in Wuppertal ungefähr 2.000 Mitglieder, verteilt auf zehn Gemeinden. Zu den „christlichen Sondergemeinschaften“ zählen unter anderem die Zeugen Jehovas, deren erste deutsche Niederlassung 1903 in Elberfeld war.

Islam

Die Anzahl der Muslime in Wuppertal wird amtlich auf rund 28.000 geschätzt. Davon sind geschätzte 60 % türkischer Herkunft, etwa ein Viertel dürften Einwanderer aus Marokko[19] sein. Sie sind überwiegend Sunniten und organisieren sich in verschiedenen Gemeinden, die in etwa die verschiedenen Gruppierungen türkischer religiöser Vereine (DİTİB, VIKZ, Milli Görüş) in Deutschland repräsentieren. Daneben gibt es auch zwei Gemeindezentren der Aleviten, ein Gemeindezentrum der Bosnier, sowie einige arabischsprachige Gemeinden.

Judentum

Neue Bergische Synagoge

Jüdische Gemeindemitglieder gab es in Elberfeld erst wieder ab 1694, nachdem sie 1595 auf Befehl des Herzogs von Berg vertrieben worden waren. In Barmen wurden 1802 zwei Familien gezählt. Im Jahre 1861 konnten die Juden beider Städte eine gemeinsame israelitische Gemeinde gründen, die jedoch in der Zeit der Nationalsozialisten unterging. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal erinnert seit 1994 am ehemaligen Standort der Elberfelder Synagoge an die jüdische Gemeinde in Wuppertal, deren Mitglieder während der Naziherrschaft fast vollständig vertrieben und ermordet wurden. Durch den Zuzug von Juden aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion stieg die Zahl der Gemeindemitglieder in den 1990er Jahren von 65 auf über 2.000 Personen, was 0,6 Prozent der Wuppertaler Bevölkerung entspricht.[19] Am 8. Dezember 2002 wurde mit der Bergischen Synagoge in Barmen wieder ein Synagogen-Neubau eingeweiht. Mit Mosche Katzav nahm erstmals ein israelischer Staatspräsident an der Eröffnung einer Synagoge in Deutschland teil. Unterstützt wurde der Bau auch von den Städten Remscheid, Solingen und Velbert.

Weitere Religionsgemeinschaften

Im Buddhistischen Zentrum Wuppertal wird der Diamantwegs-Buddhismus der Karma-Kagyü-Linie gelehrt, außerdem gibt es zwei Gruppen des Mahayana-Zen-Buddhismus. Vor allem Tamilen aus Sri Lanka beten im Hinduistischen Tempel in Unterbarmen.

Interreligiöser Dialog

Dem jüdisch-christlichen Dialog widmet sich die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Wuppertal e. V..[20]

Im interreligiösen Arbeitskreis Runder Tisch Wuppertal,[21] an dem sich die jüdische Kultusgemeinde, die evangelische und die katholische Kirche sowie die örtliche islamische Gemeinde beteiligen, wird alljährlich ein jüdisch-christlich-muslimischer Kalender erarbeitet und herausgegeben.

Bekenntnissynode

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurde Wuppertal bekannt durch die Bekenntnissynode, die in der Zeit vom 29. bis 31. Mai 1934 in der Gemarker Kirche stattfand. Sie wurde von der Bekennenden Kirche einberufen und von lutherischen, reformierten und unierten Abgeordneten besucht. Hier entstand die so genannte Barmer Theologische Erklärung, die als eine der Bekenntnisgrundlagen der evangelischen Kirche sowie theologisches Fundament in der Zeit des Nationalsozialismus gilt.

Politik

Rathaus Barmen, der Hauptsitz der Stadtverwaltung

In Elberfeld gab es ab 1444 eine städtische Ratsverfassung mit einem Bürgermeister, einem Rat, einem Schultheißen und einem Schöffen. Nach der offiziellen Stadterhebung 1610 leitete ein herzoglicher Amtmann jährlich am 1. Mai die Wahlen zum Bürgermeister, zu den Ratsverwandten (Senatoren) und den Beigeordneten. Ab 1807 wurde die Stadtverwaltung nach französischem Vorbild eingeführt. Ab 1845 galt die rheinische Gemeindeordnung, ab 1857 die rheinische Städteordnung. An der Spitze der Stadt stand in der Folgezeit der Oberbürgermeister.

In Barmen wurde nach der Stadterhebung 1808 zunächst die Munizipalverfassung mit einem Direktor an der Spitze der Stadt eingeführt. Ihm standen zwei Beigeordnete und 20 Munizipalräte zur Seite. 1809 leitete ein Maire die Stadt, später ein Bürgermeister und spätestens seit 1861, als Barmen zur kreisfreien Stadt erhoben wurde, ein Oberbürgermeister.

Nach der Vereinigung zur neuen Stadt Barmen-Elberfeld leitete der bisherige Barmer Oberbürgermeister die Gesamtstadt. Während der Zeit der Nationalsozialisten wurde der Oberbürgermeister von der NSDAP eingesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Militärregierung der britischen Besatzungszone einen neuen Oberbürgermeister ein und führte 1946 die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten „Rat der Stadt“, dessen Mitglieder man als „Stadtverordnete“ bezeichnet. Der Rat wählte anfangs aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt. Er war ehrenamtlich tätig. Des Weiteren wählte der Rat ab 1946 ebenfalls einen hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. Diese Regelung galt bis 1996, seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates, Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er oder Sie wird direkt vom Volk gewählt.

Stadtrat

Der Rat der Stadt Wuppertal hat gegenwärtig (Stand: Oktober 2009) 70 Sitze (mit Überhangmandaten), die sich auf die einzelnen Parteien wie folgt verteilen:

CDU SPD Grüne FDP Die Linke WfW Bildungsoffensive für Wuppertal REP NPD Gesamt
2009 25 19 11 5 4 3 1 1 1 70

CDU und SPD bilden eine Koalition.

Die nächste Wahl findet planmäßig 2014 statt.


Bürgermeister und Oberstadtdirektoren

Das Elberfelder Rathaus, heute Verwaltungshaus, mit Brunnen
Oberbürgermeister von Barmen Oberbürgermeister von Elberfeld
Oberbürgermeister von Wuppertal
Oberstadtdirektoren Wuppertals

Wappen

Stadtwappen auf einer Flagge der Stadt Wuppertal

Das Wappen der Stadt Wuppertal zeigt in Silber einen blau gekrönten, gezungten und bewehrten, zwiegeschwänzten roten Löwen auf einem goldenen Garnknäuel stehend und in den Pranken einen schwarzen Rost haltend. Der Entwurf dieses Wappens stammt von Wolfgang Pagenstecher. Die Stadtfarben sind rot-weiß. Das Wappen wurde am 29. Juni 1934 vom preußischen Staatsministerium verliehen. Die Wappensymbole verbinden einerseits den Bergischen Löwen, der seinen Ursprung im Limburgischen Löwen hatte, mit dem Rost als Attribut des heiligen Laurentius (ehemalige Wappenbilder Elberfelds), andererseits den bergischen Löwen und die Garnstränge als Sinnbild der Garnproduktion (ehemalige Wappenbilder Barmens). Diese Symbole sind bereits seit dem 14. Jahrhundert in den Siegeln beider Städte nachweisbar.

Städtepartnerschaften

Ein Wegweiser mit den Wuppertaler Partnerstädten auf dem Rathausvorplatz im Stadtteil Barmen
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Die älteste Städtepartnerschaft besteht zur englischen Stadt South Tyneside, zu der Kontakte und Freundschaften gepflegt werden. Mit dem 1951 geschlossenen Vertrag gehörte Wuppertal zu den ersten deutschen Städten, die eine Städtepartnerschaft eingingen.
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Im Jahr 1960 waren freundschaftliche Kontakte ehemaliger Kriegsteilnehmer aus Saint-Étienne in Frankreich und Wuppertal Grundstein für die Städtepartnerschaft, die mit Ratsbeschluss am 12. Januar 1960 offiziell geschlossen wurde. Der Kontakt wird heute über einen Freundeskreis in beiden Städten gepflegt.
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Auch zu deutschen Städten unterhält Wuppertal Partnerschaften, so mit dem Berliner Bezirk Schöneberg (heute Tempelhof-Schöneberg). Wegen der isolierten Lage West-Berlins während der Zeit des Kalten Krieges wollte man so ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts geben. Am 17. Februar 1964 wurde der Vertrag geschlossen. Schon vorher gab es vielfältige Kontakte zwischen den Bürgern.
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Als erste deutsche Großstadt besiegelte Wuppertal am 29. September 1977 eine Freundschaftsvereinbarung mit einer israelischen Großstadt, Be'er Scheva. Die Kontakte werden auf deutscher Seite durch einen Freundeskreis organisiert.
Auch bei der Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages im Jahr 1980 mit der slowakischen Stadt Košice (dt.: Kaschau) gingen die Vertreter Wuppertals neue Wege, denn Wuppertal war die erste bundesdeutsche Großstadt, die partnerschaftliche Beziehungen zu einer Stadt in der damaligen Tschechoslowakei aufnahm und damit im politisch geteilten Europa ein Modellfall für Städtepartnerschaften zwischen Ost und West wurde. Initiator und treibende Kraft hinter dieser Beziehung war damaliger Wuppertaler Stadtrat Klaus Kriesche, geboren in der Tschechoslowakei. Maßgeblich beteiligt war der mehrfache Oberbürgermeister Košices und zeitweilige Staatspräsident der Slowakei, Rudolf Schuster.
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Wuppertal, nochmals mit Klaus Kriesche als Organisator, schloss auch bereits vor der Wende eine 'Ost-West'-Partnerschaft mit einer Stadt in der damaligen DDR. Um einen aktiven Beitrag zu gutnachbarschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Teilen Deutschlands zu leisten, wurden am 9. Februar 1987 in Wuppertal und am 26. Februar 1987 in Schwerin die Verträge unterzeichnet.
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Ein weiterer Städtepartnerschaftsvertrag wurde am 14. Dezember 1987 unterzeichnet. Über das Informationsbüro Nicaragua gab es bereits intensive Beziehungen zu der Stadt Matagalpa. Daraus entstand die Idee einer Bindung, um humanitären Hilfsprojekten eine Perspektive zu geben.
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Der am 15. Juni 1993 geschlossene Partnerschaftsvertrag festigte die schon seit 1952 existierende Patenschaft – für die ehemaligen Einwohner der ehemals deutschen Stadt Liegnitz – zum polnischen Legnica. Auch hier organisiert ein Freundeskreis die Kontakte.[22]
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Seit 1993 bestehen außerdem freundschaftliche Beziehungen zur russischen Stadt Jekaterinburg.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Das Wuppertaler Schauspielhaus

Zu den städtischen Wuppertaler Bühnen gehört neben dem Opernhaus im Stadtteil Barmen, das 1907 erbaut und im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und bis 1956 wieder aufgebaut wurde sowie von 2003 bis 2009 wegen Renovierung geschlossen war, auch das Schauspielhaus im Stadtteil Elberfeld, welches 1966 erbaut wurde. Neben einem Opern- und Schauspielensemble hat das für avantgardistische Choreografien weltweit bekannte Tanztheater Pina Bausch seinen Sitz bei den Wuppertaler Bühnen.

Zudem verfügt die Stadt über zahlreiche kleinere Bühnenproduktionen. So zeigt Müllers Marionetten-Theater rund 300 Aufführungen jährlich und wurde schon zu Gastspielen nach Russland oder Japan eingeladen. Das Rex-Theater ist, 1887 gegründet, das älteste noch bestehende Theater des Bergischen Landes und zählte bis in die 1920er Jahre zu den führenden Adressen des Rheinlandes. Das Theater in Cronenberg (TiC) führt stadtweit vier Veranstaltungsorte mit bis zu 99 Plätzen und brachte schon bekannte Größen wie Axel Stein, Christoph Maria Herbst oder Patrick Stanke hervor. Ebenfalls über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist Das Vollplaybacktheater, das Hörspielkassetten lippensynchron als Theaterstück nachspielt und bereits auf Deutschlandtournee ging. Breit aufgestellt ist auch das TalTonTheater in der Elberfelder Nordstadt, das neben Theaterstücken auch Musik- und Literaturveranstaltungen abhält und seinen Sitz aktuell in dem Gebäude der ehemaligen Gold-Zack Werke hat.

Weitere Theater der Stadt sind das Leo-Theater in Langerfeld, das Wuppertaler Kinder- und Jugendtheater sowie das Griechische Theater Wuppertal. Die beiden Letztgenannten verfügen, wie auch das Vollplaybacktheater, nicht über eine eigene Spielstätte. Zudem verfügte die Stadt mit dem Thalia-Theater von 1906 bis zu dessen Abriss 1967 über eine der imposantesten Theater-Bauten der damaligen Zeit.


Museen

Das Engels-Haus (Historisches Zentrum)

Die Sammlung des Von-der-Heydt-Museums in der Elberfelder Innenstadt ist vor allem aus privaten Schenkungen der Wuppertaler Industrie des 19./20. Jahrhunderts hervorgegangen und birgt eine exzellente Sammlung mit Kunst vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Hier wurden unter anderem Gemälde von Pablo Picasso erstmals prämiert und ausgestellt. Es dürfte eines der reichhaltigsten Museen in Nordrhein-Westfalen sein, die umfangreiche Sammlung der Werke der Moderne ging aber in der Zeit des Nationalsozialismus verloren. Die Familie von der Heydt stellte über lange Jahre den preußischen Finanzminister und teilfinanzierten militärische Auseinandersetzungen Preußens, die ansonsten möglicherweise nicht hätten geführt werden können. Früh entstand in der Familie ein Kunstsachverstand, der zum stetigen Wachsen der hochqualitativen Sammlung beitrug.

Tony Cragg: „To the knee“ – Skulpturenpark Waldfrieden

Das Museum für Frühindustrialisierung und das Engels-Haus dokumentieren am Wohnort der Familie Friedrich Engels den Beginn der europäischen industriellen Revolution in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Eine Außenstelle ist der historische Manuelskotten, ein noch funktionsfähiger Schleifkotten in einem Seitental zur Wupper. Der Skulpturenpark zeigt Werke des Gründers Tony Cragg sowie die Werke anderer Künstler, der seither zunehmend Interesse und Zuspruch aus dem regionalen Umfeld findet.

Mit dem Fuhlrott-Museum, das seit 2008 geschlossen ist, verfügte Wuppertal über ein regionales naturkundliches Museum. Das bisher teilweise vom Fuhlrott-Museum genutzte Gebäude wird zurzeit saniert. Nach der Sanierung ist derzeit eine vollständige Nutzung durch die VHS Wuppertal vorgesehen. Ob und an welchem Ort die einzigartigen Exponate der Öffentlichkeit wieder zugänglich sein werden ist zurzeit unklar.

Die Bergischen Museumsbahnen in Cronenberg-Kohlfurth beherbergen etwa 30 alte meterspurige Straßenbahnfahrzeuge, die bis 1970 im Tal der Wupper, im Bergischen Land und in den angrenzenden Regionen unterwegs waren. Das Museum konnte ein rund drei Kilometer langes Reststück der früheren Straßenbahnlinie 5, die zwischen Wuppertal und Solingen verkehrte und 1969 stillgelegt wurde, erhalten. Es handelt sich bei der Museumsbahn um einen der kleinsten Straßenbahnbetriebe der Welt, denn die Bahnen haben, obwohl sie kein öffentliches Nahverkehrsmittel mehr sind, einen festgeschriebenen Fahrplan und unterliegen denselben Vorschriften wie jeder andere Straßenbahnbetrieb auch.

Das Wuppertaler Uhrenmuseum in der Elberfelder Innenstadt ist ein international angesehenes Museum, da es die allerersten Versuche von Uhren sowie Beispiele von uralten Sanduhren, Sonnenuhren, Wasseruhren sowie weitere Relikte enthält. Bis zu fünf Mal pro Tag läutet hier ein Glockenspiel. Zudem hängt an der Ecke des Museums die weltweit einzigartige Drei-Räder-Uhr und daneben die weltweit erste Weltbevölkerungsuhr.

Zudem verfügt Wuppertal über weitere Museen minder großer Tragweite. So zeigt das Bibelmuseum unter anderem Bibeln in über 1200 Sprachen. Das Völkerkundemuseum zeigt Kult- und Gebrauchsgegenstände aus Asien und Afrika. Der Botanische Garten beherbergt drei große Demonstrationsgewächshäuser und zeigt zahlreiche heimische und exotische Pflanzen. Die Begegnungsstätte Alte Synagoge erinnert an die alte jüdische Gemeinde in Wuppertal.


Musik

Die Stadt Wuppertal unterhält das Sinfonieorchester Wuppertal, welches 1919 aus den beiden Orchestern von Barmen und Elberfeld hervorgegangen ist. Durch zahlreicher Gastauftritte unter anderem in Paris, Rom oder Tokio gehört es zu den angesehensten Orchestern der Welt. Weitere überregional bekannte Orchester und Musikvereine sind das Akkordeon-Orchester Wupperspatzen e. V., das Bundesbahn-Orchester Wuppertal, das Kammerorchester Wuppertal, die Mandolinen-Konzertgesellschaft Wuppertal und der Orchesterverein Bayer Wuppertal.

Ferner gibt es eine Vielzahl von Chören, darunter den überregional bekannten Knabenchor Wuppertaler Kurrende, die auf nationaler Ebene schon zahlreiche Preise gewinnen konnte und regelmäßig Auftritte im Ausland hat, darunter in Großbritannien, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Zudem befindet sich der Dienstsitz des Landespolizeiorchester Nordrhein-Westfalen auf Lichtscheid. Überregional bekannt sind auch die kirchenmusikalischen Aktivitäten durch die Kantorei Barmen-Gemarke, Wuppertaler Orgeltage sowie die Wupperfelder Abendmusiken.

Im Bereich des freien Jazz hatte Wuppertal einen besonderen Ruf, da sich hier in den 1960ern ein Kraftfeld entwickeln konnte, das weit über Deutschland hinaus strahlte: Musiker um Peter Brötzmann und Peter Kowald werden zur ersten Generation des europäischen Free Jazz gezählt und spielten in ganz Europa. Seit den 1980ern erfuhren sie auch im amerikanischen „Mutterland des Jazz“ und in Japan Anerkennung. Auch danach hat das Tal originelle Improvisatoren wie Hans Reichel, Rüdiger Carl oder Gunda Gottschalk hervorgebracht. Der Ort, das ehemalige Atelier von Peter Kowald, beherbergt heute Musiker oder andere Artists in Residence.

Zudem findet das größte Rock-Popfestival für Nachwuchsmusiker in Deutschland, das Schüler-Rockfestival, seit 1987 jährlich in der Wuppertaler Unihalle statt und zieht tausende Besucher an.

Film und Fernsehen

Wuppertal als Filmkulisse

Steile Straßenzüge, Industrie und Idylle machen Wuppertal zu einem beliebten Produktionsort für Filme. Bereits 1972 drehte hier Rainer Werner Fassbinder die Arbeiter-Fernsehserie Acht Stunden sind kein Tag für den WDR. 1974 drehte Wim Wenders den mit dem Preis der deutschen Filmkritik ausgezeichneten Roadmovie und Klassiker der deutschen Filmgeschichte Alice in den Städten zu weiten Teilen in Wuppertal. Auch der Tatort Zabou von 1986 wurde teilweise in Wuppertal gedreht.[23] Tom Tykwer ließ im Jahr 2000 den Kinohit Der Krieger und die Kaiserin in seiner Heimatstadt spielen. Zudem wurden schon die Erfolgsfilme Manta, Manta (1991) und Knockin’ on Heaven’s Door (1997) mit Til Schweiger sowie Das Experiment (2001) mit Moritz Bleibtreu und der Film Woche für Woche mit Tanja Wedhorn in Wuppertal gedreht. Im Juli 2008 kam der Film „Freche Mädchen“ mit Anke Engelke in die Kinos. Mit dem Drama Elli Makra – 42277 Wuppertal (2008), das in der griechischen Gemeinde Wuppertals spielt, kommt der Name der Stadt auch in einem Filmtitel vor. Im Februar 2011 hat Wim Wenders mit seinem 3D-Kinofilm Pina der Choreografin Pina Bausch und dem Tanztheater Wuppertal ein Denkmal gesetzt. Insgesamt sind seit 1901 mehr als 60 Kino- und TV-Produktionen sowie preisgekrönte Dokumentarfilme ganz oder teilweise in Wuppertal gedreht worden.

Literatur

Wuppertal ist Sitz der 1990 gegründeten Else-Lasker-Schüler-Gesellschaft, die ihre großen internationalen, politisch literarischen Foren auch in Wuppertal durchführt.

Architektur

Stadthalle Wuppertal

Trotz der starken Zerstörungen im Innenstadtbereich im Zweiten Weltkrieg verfügt Wuppertal mit rund 4500 Baudenkmälern über den zweitgrößten Bestand des Landes Nordrhein-Westfalen. Dabei ist besonders die Architektur des 19. Jahrhunderts mit einigen herausragenden Bauwerken vertreten. Die ersten Stadterweiterungen haben zahlreiche Beispiele des Klassizismus in Wuppertal hinterlassen, aus der Zeit des Historismus finden sich neben mehrgeschossiger Wohnbebauung einige geschlossene Villengegenden, das Briller Viertel ist eines der größten und homogensten Villenviertel Deutschlands, später konzentrierte sich der gutbürgerliche Villenbau auf das Zooviertel. Von den rund 50.000 Wohngebäuden, die es in der Stadt gibt, wurden etwa 85 % vor dem Jahr 1982 errichtet.[24] Große Bauten der Jahrhundertwende wie die Wuppertaler Schwebebahn oder die Historische Stadthalle am Johannisberg dokumentieren den Reichtum der Städte Elberfeld und Barmen in dieser Zeit. Aus der Nachkriegszeit ist die Schwimmoper nennenswert.

Bauwerke

Die Wuppertaler Schwebebahn

Wuppertal ist vor allem bekannt durch die von Eugen Langen konstruierte und 1901 offiziell eröffnete Schwebebahn. Die 13,3 Kilometer lange Strecke ist technisch eine Hängebahn und wurde schon bald nach ihrer Eröffnung zum Wahrzeichen der damaligen Städte. Ihr Tragegerüst wird seit 1997 weitgehend und historisch werktreu erneuert; gleichzeitig werden die Haltestellen umgebaut und modernisiert. Die Schwebebahn bleibt damit ein modernes, sicheres und schnelles Nahverkehrssystem, das täglich von über 75.000 Fahrgästen genutzt wird. Durch die Neubauten bspw. der beiden Endbahnhöfe gehen allerdings Aspekte der Historie dieses Bauwerkes verloren. Bahnhöfe wie Loher Straße oder Landgericht wurden jedoch im historischen Stil wieder erbaut und erhielten lediglich dezente moderne Aspekte wie etwa Aufzüge. Legendär ist die Geschichte des Elefanten Tuffi, der 1950 aus der Schwebebahn in die Wupper sprang.

In den zahlreichen Villen aus der Gründerzeit sind vielfältige Baustile realisiert worden. Interessant auch die Messebauten aus der Gründerzeit in der Hofaue nahe dem Elberfelder Zentrum, damals eine permanente Textilmesse, auf der man fast alles aus dem Bereich Textil kaufen oder ordern konnte. Aus den zwanziger Jahren sind noch einige repräsentative Villen im Bauhausstil zu erwähnen, vor allem aber eine Reihe von außerordentlich ansprechenden und großflächigen Wohnanlagen. Sie wurden in der Regel von Wohnungsbaugesellschaften errichtet, deren Gründer zumeist heimische Industrielle waren.

Viele Bauten sind im Stil des Klassizismus errichtet worden, zum Beispiel die Barmer Ruhmeshalle (heutiger Name: Haus der Jugend), das ehemalige Elberfelder Rathaus und heutige Von der Heydt-Museum, die alte Landesbank und das Landgericht, insbesondere sein Treppenhaus. Das kaum weniger ansehnliche Treppenhaus des Amtsgerichts ist wegen der Verlegung des Eingangs nicht unmittelbar zugänglich. Ein weiteres bedeutendes Monument dieser Zeit ist das Bahnhofsgebäude des Hauptbahnhofs, dessen Vorbau aktuell zur Freilegung des ursprünglichen Eingangs zurückgebaut wird.


Kirchen
St. Laurentius bei Nacht

Durch die vielen religiösen Gemeinschaften in Wuppertal (s. o.) gibt es zahlreiche stadtbildprägende Kirchen. Da erst in den 1980er Jahren die lutherischen und reformierten Gemeinden vereint wurden, gibt es in vielen Stadtteilen eine katholische und zwei evangelische Kirchen. Dies hat zur Profanierung einiger Bauten wie der Immanuelskirche geführt. Die älteste Wuppertaler Kirche ist die Alte reformierte Kirche, die architektonische bedeutendste Kirche die St. Laurentiuskirche im Luisenviertel.
Viele Kirchen überragen mit ihrem Kirchenschiff nicht die die umgebenden Wohnbauten, einzig die Türme sind höher. Sie wurden zumeist Mitte des 19. Jahrhunderts inmitten niedriger Fachwerkhäuser errichtet und verloren ihren dominierenden Status mit Bau der Gründerzeithäuser.

Türme
Elisenturm

Auf den die Wupper säumenden Höhen stehen zahlreiche Türme, darunter fünf Aussichtstürme aus dem 19. und beginnenden 20. Jahrhundert: Der Bismarckturm ist einer von 173 weltweit noch erhaltenen Türme und befindet sich in der Hardt-Anlage. Der Elisenturm wurde 1838 zu Ehren der Königsgemahlin Elisabeth Ludovika von Bayern im Botanischen Garten errichtet, heute ist er für Führungen, Ausstellungen und Trauungen hergerichtet. Vom Bankier August Freiherr von der Heydt wurde 1892 der Von-der-Heydt-Turm auf dem Elberfelder Kiesberg gestiftet. Der Toelleturm befindet sich seit 1888 am Rande der Barmer Anlagen, einer der größten privaten Parkanlagen Deutschlands. Ein weiterer bekannter Turm ist der Weyerbuschturm, dessen Sanierung 2011 auf Kostengründen gestoppt wurde. Alle Türme bieten bei gutem Wetter eine Sicht bis ins Rheinland sowie das südliche Bergische Land und Teile des Ruhrgebiets.

Auch verschiedene Wassertürme prägen das Bild der Stadt. Sehr bekannt und aus vielen Teile der Stadt sichtbar ist das Atadösken im Stadtbezirk Uellendahl-Katernberg.

Das höchste Bauwerk Wuppertals ist der 198 Meter hohe Kamin des Heizkraftwerks Elberfeld. Zudem verfügte das Heizkraftwerk Barmen über den mit 137 Metern höchsten Ziegelschornstein Deutschlands, bis dieser 2011 nach achtjährigem Stillstand demontiert wurde.

Treppen

Die Wohngebiete des 19. Jahrhunderts wurden für Fußgänger eingerichtet und befinden sich zumeist in Hang- oder Berglagen. Man zählt 469 öffentliche Treppen mit insgesamt 12.383 Stufen, 23 Treppen stehen unter Denkmalschutz. Die wohl bekannteste Treppe in Elberfeld ist das Tippen-Tappen-Tönchen, die längste durchgehend gerade ist die Jakobstreppe mit 155 Stufen, die die Friedrich-Ebert-Straße mit dem Nützenberg verbindet. Mit 168 Stufen ist die Anilintreppe die größte aller Wuppertaler Treppen. Als architektonisch interessant gelten die Vogelsauer Treppe sowie die Dicke-Ibach-Treppe.


Sportstätten

Das Wuppertaler Stadion am Zoo wurde 1924 eröffnet und ist das größte Stadion im Bergischen Land. Hier wurden schon verschiedene Spitzensportveranstaltungen im Radsport, Motorradsport, Leichtathletik, Fußball und American Football abgehalten. Es ist unter anderem Austragungsort der Meisterschaftsspiele des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia. Die alte Radrennbahn im Stadion ist teilweise heute noch erhalten und steht unter Denkmalschutz, wird jedoch zurzeit durch eine neue Tribüne ersetzt. Sie galt nach ihrer Errichtung als schnellste Radrennbahn der Welt.

Ein weiteres großes Veranstaltungszentrum für Sport und auch für Unterhaltung ist die Uni-Halle, die im November 1987 eröffnet wurde. Sie ist die größte Mehrzweckhalle im Bergischen Land mit etwa 3.000 Sitzplätzen. Hier wird unter anderem jeden Januar die Wuppertaler Hallenfußball-Meisterschaft ausgetragen, zudem finden regelmäßig musikalische Veranstaltungen statt.


Parks

Zoo
Zoologischer Garten

In einem ausgedehnten Parkgelände mit altem Baumbestand befindet sich am Hang des Kiesbergs der drittbeste deutsche Großzoo, Zoo Wuppertal, in dem rund 5000 Tiere von knapp 500 Arten aus allen Teilen der Erde gehalten werden.[25] In zahlreichen Tierhäusern zeigt er unter anderem Menschenaffen, Bären, Großkatzen, Vögel, Fische und Reptilien. Beliebt sind die vier jungen Elefanten und europaweit einzigartig, ein Tapir-Haus mit Unterwasser-Beobachtung. Im Mai 2007 wurde die größte Raubtier-Anlage Deutschlands eröffnet, über sie hinweg führt eine Brücke des Radwanderweges Burgholzbahn. Zudem verfügt der Zoo über eine der größten Anlagen für Königspinguine und die einzigen Zwergpinguine Europas.

Im Jahr 2006 feierte der Wuppertaler Zoo sein 125-jähriges Bestehen mit der Pinguinale. Hierzu wurden im gesamten Stadtgebiet große, künstlerisch bearbeitete Pinguinfiguren aufgestellt, von denen viele noch heute im Stadtgebiet und im Zoo zu sehen sind.

Barmer Anlagen

Die Barmer Anlagen sind ein Landschaftspark am Hang der Barmer Südhöhen, der in ein Waldgebiet übergeht, an das sich der Vorwerk-Park anschließt, angelegt von der Familie Vorwerk (Gründer des gleichnamigen Unternehmens). Sie gelten als eine der größten privaten Parkanlagen Deutschlands. In den Anlagen stand bis 1947 das erste Großplanetarium der Welt, das jedoch im Zweiten Weltkrieg zerstört und danach aus finanziellen Gründen nicht wieder aufgebaut wurde. Am westlichen Ende der Barmer Anlagen schließt sich das Villenviertel Toelleturm mit dem gleichnamigen Aussichtsturm an.

Hardt

Der zentral gelegene Bergrücken, der Hardtberg, beherbergt die Hardt-Anlagen mit unterschiedlichen Einrichtungen wie der Freilichtbühne, auf der auch Musik-Stars wie Seeed oder Silbermond auftraten, dem Botanische Garten, mit mehr als 5.000 interkontinentale (Sonder-)Pflanzen, sowie dem Elisenturm und dem Wuppertaler Bismarckturm. Die Parkanlage ist binnen weniger Minuten aus dem Stadtzentrum Elberfelds zu Fuß erreichbar.

Panorama von Wuppertal vom Bismarckturm
Nordpark

Der Nordpark befindet sich auf einem Bergrücken im Stadtteil Barmen und kommt auf seiner höchsten Erhebung, dem Wollspinnersberg, auf eine Höhe von 273 Metern. Neben einem Ausflugslokal gibt es dort einen Spielplatz und ein 3,6 Hektar großes Wildgehege. Zudem wird er von einem Geologie-Lehrpfad durchquert.

Skulpturenpark Waldfrieden
Sculpturepark Waldfrieden – Tony Cragg Points of View (2008)

Der Skulpturenpark Waldfrieden ist ein Skulpturenpark des englischen Bildhauers Tony Cragg, der im September 2008 eröffnet wurde. Der Park ist nach einer Erweiterung knapp 20 Hektar groß und zeigte bisher sowie zum Teil auch weiterhin unter anderem Werke von Eduardo Chillida, einem der bedeutendsten Bildhauer des 20. Jahrhunderts, oder John Chamberlain, dem Wegbereiter der Pop Art, zu sehen.

Weitere Parks

Weitere Parks und kleinere Waldstücke sind der Mirker Hain, der Kaiser-Wilhelm-Hain, die Ronsdorfer Anlagen, das Gelände um den Weyerbuschturm und der Vohwinkeler Stadtwald.


Sport

Mannschaftssport

In den zahlreichen organisierten Vereinen Wuppertal betreiben etwa 80.000 Menschen aktiv Breitensport. Mit etwa 2000 Mitgliedern zählt der Barmer TV 1846 Wuppertal zu den größten Vereinen der Region. Innerhalb der Stadt ist nur der SV Bayer Wuppertal mit fast 8000 Mitgliedern größer. Der Wuppertaler SV Borussia hat etwa 1200 Mitglieder.

Basketball

National und internationale Titel holte der BTV Gold-Zack Wuppertal im Damen-Basketball. Der Verein wurde elfmal Deutscher Meister, zwölfmal Deutscher Pokalsieger und 1996 Europapokalsieger. Die Erfolgsgeschichte endete 2002 mit dem Ausstieg des Hauptsponsors Gold-Zack Werke.

Fußball

Der bekannteste Fußballverein aus Wuppertal ist der 1.200 Mitglieder zählende Wuppertaler SV Borussia, der als Wuppertaler SV unter anderem von 1972 bis 1975 in der 1. Bundesliga spielte, zudem noch sieben Jahre in der 2. Bundesliga. In der Saison 2008/09 war der Verein Gründungsmitglied der 3. Liga, in der „Ewigen Tabelle“ des DFB steht er auf Platz 38. Seit dem Abstieg des WSV aus der 3. Liga im Jahr 2010 ist die Stadt Wuppertal nur noch viertklassig in der Regionalliga West vertreten. Ein weiterer auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannter Verein ist der Cronenberger SC, der derzeit nach dem Aufstieg aus der Landesliga Niederrhein in der fünftklassigen Niederrheinliga vertreten ist.

Handball

Der bekannteste Handballverein Wuppertals ist der ehemalige Erstligist LTV Wuppertal. Er fusionierte 2006 mit der SG Solingen zum Bergischen HC, der in der 1. Handball-Bundesliga spielt. Der LTV spielt seither nur noch in der Oberliga. Die ranghöchste Damenmannschaft ist der TV Beyeröhde, der nach einem kurzen Intermezzo in der 1. Bundesliga mittlerweile nur noch in der 3. Liga spielt.

Weiterer Mannschaftssport

Mit den A!B!C Titans Berg. Land (vormals SV Bayer Wuppertal und Wuppertal Titans) war die Stadt über mehrere Jahrzehnte auch in der 1. Volleyball-Bundesliga erfolgreich vertreten, bis sich der Verein 2012 aus finanziellen Gründen aus dem Profisport zurückzog. Bekannt ist zudem der Rollhockey-Club RSC Cronenberg im Süden der Stadt. Sowohl die Herren als auch die Damen konnten in der Rollhockey-Bundesliga bereits mehrere Meistertitel und Pokalsiege gewinnen und zählen zu den erfolgreichsten Mannschaften Deutschlands. In der 1. Bundesliga Snooker spielt zudem ein weiterer deutscher Serien- und Rekordmeister, der BBF Wuppertal. Der 1. DC Wuppertal wurde 2002 Deutscher Dart-Meister. Die Wasserballer der Wasserfreunde Wuppertal spielen in der 2. Bundesliga West. Des Weiteren spielen sowohl die Damen- als auch die Herrenmannschaft des ESV Wuppertal West in der zweiten Faustball-Liga. Der einzige Baseballverein der Stadt, die Wuppertal Stingrays, spielten 2006 in der Baseball-Bundesliga. Die mittlerweile viertklassige ESG 1851 ist einer der ältesten Schachvereine Deutschlands und zugleich einer der erfolgreichsten im Damensport.

Individualsport

Schwimmen

International erfolgreichste Wuppertaler Sportler sind seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Schwimmer des SV Bayer Wuppertal, die mit Sarah Poewe und Daniela Samulski zwei Teilnehmerinnen der Olympischen Spiele 2008 in Peking stellten. Zuvor waren über Jahrzehnte die Wasserfreunde Wuppertal einer der erfolgreichsten deutschen Schwimmvereine. In der Wuppertaler Schwimmoper finden zudem regelmäßig nationale und internationale Schwimmwettkämpfe statt.

Kanu

Über viele Jahre hinweg zählten die Kanurennsportler der KSG Wuppertal zu den erfolgreichsten Deutschlands und brachten über 200 Deutsche Meister und mehrere Olympiateilnehmer – darunter den späteren Olympiasieger Ulrich Eicke – hervor. Seit Mitte der 1990er Jahre ist die Drachenboot-Mannschaft des VfK Wuppertal in der Weltspitze vertreten.

Tanz

Außerdem gibt es den erfolgreichen Tanzsportclub Grün-Gold Casino Wuppertal, der schon diverse Titelträger bis hin zu Europameistern hervorbringen konnte. Auch andere Vereine erreichen regelmäßig gute Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Zudem finden in der Historischen Stadthalle regelmäßig Tanzveranstaltungen auch internationalen Ausmaßes statt. Der Deutsche Tanzsportverband bietet dort regelmäßig Trainingscamps an.[26]

Fahrsport

Einer der berühmtesten Wuppertaler Sportler ist der in Barmen geborene Springreiter Hans Günter Winkler, der mehrfach olympisches Gold gewann. Mit Walter Sirrenberg stammt ein vielfacher Deutscher Meister der 1960er Jahre im 4er-Gespannfahren aus der Bergischen Metropole.

Klettern

Seit 2006 besteht in Wuppertal Langerfeld das DAV Kletterzentrum Wupperwände, welches auch als Landesleistungszentrum NRW fungiert. Neben vielen nationalen Wettkämpfen wurde hier auch schon der European Youth Cup ausgetragen. Juliane Wurm und Jonas Baumann, beide vielfache deutsche Meister im Sportklettern und Bouldern, gehören zur Sektion Wuppertal des Deutschen Alpenvereins und sind auch international erfolgreich.

Golf

Der Golfclub Bergisch Land im Norden der Stadt ist einer der ältesten Golfclubs Deutschlands und wurde durch den deutschen Golfpionier Bernhard von Limburger mitgestaltet. Durch seine Hang- und Hügellage gilt der Par-72-Kurs als besonders anspruchsvoll. Der Mettmanner Berufsgolfer Martin Kaymer begann dort seine Profikarriere und gehört als ehemaliger Weltranglistenerster zu der internationalen Golf-Elite.

Wandern und Radfahren
Wandern

Ein markierter Wanderweg, der Wuppertaler Rundweg, umrundet mit einer Länge von 106 Kilometer das ganze Stadtgebiet. Weitere 550 Kilometer markierte Ortswanderwege erschließen fast sämtliche Erholungsgebiete und Wälder der Stadt. Viele der Wanderwege besitzen über das Naturerlebnis hinaus eine kulturhistorische und naturwissenschaftliche Bedeutung, wie der 42 Kilometer lange Eulenkopfweg des Fuhlrott-Museums, die Kleingartenwanderwege, die Arboretumswege im Staatsforst Burgholz, der Industriegeschichtspfad im historischen Gelpetal oder der geologischer Lehrpfad im Barmer Norden.

Als überregionale markierte Wanderwege durchqueren der Jakobsweg, der Residenzenweg X7 (Arnsberg–Düsseldorf–Gerresheim, 153 km), der Graf-Engelbert-Weg X28 (HattingenSchladern), der Bergische Weg X29 (EssenUckerath, 133 km) und der Wupperweg (von der Quelle der Wupper zur Mündung, 125 km) das Stadtgebiet. Die Straße der Arbeit beginnt in Wuppertal-Langerfeld.

Der Verein Wuppertal Bewegung e. V. setzt sich außerdem für die Reaktivierung der Nordbahntrasse in Wuppertal zu einem Fuß- und Radweg, eventuell mit gleichzeitiger möglicher Weiternutzung eines noch verbliebenen Gleises für eine Museumsbahn oder Draisinenverkehr ein. Dadurch wird es möglich sein, ohne Anstiege von Langerfeld bis nach Vohwinkel zu radeln, wo Anschlüsse ins Ruhrgebiet und nach Düsseldorf bereits vorhanden sind. Das Projekt wird von der Jackstädt-Stiftung, die sich in Wuppertal vor allem für kulturelle und soziale Projekte und Aktivitäten einsetzt, mit etwa einer Million Euro unterstützt.[27]

Radfahren

Zudem gibt es, vor allem rund um Dönberg, zahlreiche hügelige Radwege, die teilweise bis nach Velbert, Wülfrath und Sprockhövel führen. Seit etwa 2008 wird unter anderem die ehemalige Nordtrasse der Wuppertaler Eisenbahn in einen Rad- und Wanderweg umgewandelt. Damit wird Wuppertal nach Fertigstellung hervorragend an die Radnetze im Ruhrgebiet und in Schwelm angefügt sein. Die Kaiser-Route (AachenPaderborn) berührt Wuppertal-Schöller.

Mountainbiker haben im Kothener Busch eine 1,3 Kilometer lange Downhill-Strecke realisiert. Diese führt vom Lichtscheider Waldrand bis in die Nähe einer örtlichen Kleingartenanlage.[28]

Im Zuge der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurden in 15 nordrhein-westfälischen Städten zahlreiche Stationen aufgebaut und auf einer Länge von 550 km durch die Fußballroute NRW miteinander verbunden. Nach Düsseldorf und vor Duisburg ist Wuppertal die siebte Station des Radwanderweges. Innerhalb der Stadt gehören unter anderem das Stadion am Zoo, die Unihalle sowie das Rathaus Barmen zur Route.

Veranstaltungen

Regelmäßige Veranstaltungen

Vohwinkeler Flohmarkt
  • Das Schüler-Rockfestival findet jährlich im Januar als größtes Nachwuchs-Rockfestival in Deutschland in der Unihalle statt
  • Beim Ölbergfestglänzen alte Straßenzüge mit Altbauten, kultureller Vielfalt, Köstlichkeiten und Feuerwerk in der Nordstadt. Wiederholung im 2-jährigen Rhythmus, Ende April.
  • Der Autonomer 1. Mai ist eine jährliche autonome 1.-Mai-Demonstration am Platz der Republik mit anschließendem Straßenfest auf dem Schusterplatz in der Elberfelder Nordstadt
  • Das Luisenfest findet jährlich im Mai in Form eines Trödelmarkts in der Altstadt Elberfelds und im Luisenviertel statt
  • Barmen Live ist ein Musik-Festival in der Barmer Fußgängerzone am Himmelfahrtswochenende
  • Das Bleicherfest ist ein weltweit einzigartiges Fest in Heckinghausen, das jährlich zehntausende Besucher aus aller Welt in die Stadt lockt
  • Das 'Elberfelder Cocktail ist ein Straßenfest in der Elberfelder Innenstadt, initiiert von der IG-1 (Interessensgemeinschaft für Elberfeld)
  • Wuppertal – 24 Stunden live bietet 100 Veranstaltungen an 80 Orten. Eine Art „Tag der offenen Tür“ in Wuppertaler Betrieben, Einrichtungen und in historischen Gebäuden (jährlich im September)
  • Der Vohwinkeler Flohmarkt am letzten Sonntag im September in Vohwinkel ist der weltgrößte Eintages-Flohmarkt mit etwa 300.000 Besuchern
  • Das Wuppertaler Jazz Meeting findet im Herbst im Cafe Ada, statt veranstaltet von der Jazz AGe
  • Die Cronenberger Werkzeugkiste ist ein Volksfest in Cronenberg in Anlehnung an die bedeutsame Werkzeugindustrie im Stadtteil
  • Der Ronsdorfer Liefersack ist ein Volksfest in Ronsdorf
  • Die European Club Trophy Ladies ist ein Golfturnier, das seit 2007 im Golfclub Bergisch Land ausgetragen wird.
  • Der Lange Tisch ist ein seit 1989 stattfindendes Stadtfest, bei dem eine fast 14 Kilometer lange Festtafel – von Vohwinkel bis Oberbarmen – gebaut und durch die Wuppertaler selbst mit Tischen und Stühlen bestückt wird.[29] Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 benutzte Logo und Idee. (Still-Leben auf dem Ruhrschnellweg / Die längste Tafel der Welt).

Großveranstaltungen

Sprache

Ursprünglich lag Wuppertal auf der Sprachgrenze zwischen rheinischen (ripuarischen), südniederfränkischen und oberbergischen Mundarten. Heute herrscht Hochdeutsch mit geringem rheinisch-niederfränkischem Substrat vor.

Die Kultur der Mundart wird unter anderem im sogenannten Plattkaller-Abend gepflegt.[31] Die Striekspöen interpretieren ihre Werke um aktuelle Themen in Mundart.

Kulinarische Spezialitäten

Typisch bergisch: Die Dröppelminna

Als Spezialität gilt die Bergische Kaffeetafel. Zu dieser umfangreichen Mahlzeit gehören neben Waffeln mit Kirschen, Vanilleeis und Milchreis diverse Sorten Grau- und Schwarzbrot, Hefeplatz oder Rosinenstuten, Zwieback, Wurst, Schnittkäse, Honig, Quark, Butter, Burger Brezeln und Apfelkraut. Der Kaffee wird aus der so genannten Dröppelminna, einer Gelderschen Zinnkanne mit Ausgusskran, serviert.

Rivkooche (Reibekuchen) sind kleine, kross gebratene Kartoffelpuffer. Der Bergische Pillekuchen ist dagegen ein Kartoffelpuffer in Pfannkuchengröße, der mit Apfelmus serviert wird und das Gegenstück zum Schweizer Rösti darstellt.

Kottenbutter nennt man ein mit Wurst und Zwiebelringen belegtes Schwarzbrot, das früher im Bergischen Land die Schmiede als Frühstücksbrot mit zur Arbeit in die als Kotten bezeichneten Schmieden, Schleifereien oder kleinen Gießereien nahmen.

Bekannt ist auch der Rheinische Sauerbraten, möglichst als Pferde-Sauerbraten, dessen Soße durch Rosinen und Rübenkraut süß-sauer schmeckt.

Der Panhas ähnelt dem bayerischen Leberkäse, besteht jedoch aus Speck, Buchweizenmehl, Gewürzen und kleinen Fleischstücken, die in Scheiben geschnitten und schwimmend in Fett gebraten werden.

Ursprünglich für die Wuppertaler Spezialitäten ist eine Küche, die von der Armut der Bevölkerung in den vergangenen Jahrhunderten zeugt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftsgeschichte

Die industrielle Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert durch die Textilindustrie geprägt, die bereits auf das Jahr 1527 durch die Verleihung des landesherrlichen Privilegs der Garnnahrung und damit auf die seit Jahrhunderten bestehende Verarbeitung von Garnen, Bändern und Tuchen hinweist. So hat das Zeichen der Bleicher und damit stellvertretend für die Textilveredelung Eingang in das Stadtwappen gefunden. Heute sind die Industriezweige Chemie, Maschinenbau und Elektrotechnik vorherrschend. Zudem gibt es Verlage und Landwirtschaft. In Cronenberg haben einige national wie international führende Unternehmen der Werkzeugindustrie ihren Sitz.

Die Industrie in Wuppertal basiert zu großen Teilen auf der seit dem 16. Jahrhundert sich entwickelten Textil- und Metallindustrie. Die umfangreiche Kabelproduktion verwendete anfangs Isolierungen aus Textil, daraus folgte die Elektroindustrie. Unternehmen der Chemie, Farben, Kunststoffe und Pharmazie entwickelten sich wegen des Färbens und Bleichens von Garnen und Stoffen, Autozulieferer wegen der textilen Bestandteile. Der Maschinenbau konzentrierte sich zunächst auf Textilmaschinen, beispielsweise bei Barmag oder Hacoba. Die Werkzeugfertigung hat ihre Wurzeln in den alten Hammerwerken und Schleifkotten der bergischen Täler. So ist Remscheid mit Wuppertal-Cronenberg für Werkzeuge und Sägen bekannt, Velbert für Schlösser, Solingen für Schneidwaren.

26 Wuppertaler Unternehmen haben sich mit der Stadt Wuppertal zur Wuppertal Marketing GmbH zusammengeschlossen. Mehrere Inhaber und Führungskräfte von Wuppertaler Unternehmen werben als Wuppertal-Botschafter für ihre Stadt. Zudem haben sich 20 Landwirte zu dem Arbeitskreis Bauern in Wuppertal zusammengeschlossen, um ihre Produkte und Dienstleistungen gemeinsam anzubieten.[32]

Die Arbeitslosenquote betrug im Jahr 2008 11,2 % (Stand: 1. Juli 2008). Die Stadt hatte im Jahr 2010 1,8 Milliarden Euro Schulden[33] (Stand: 1. Januar 2010). Unter der Hinzurechnung der voraussichtlichen Jahresfehlbeträge der Finanzplanung bis 2012 wird eine weitere massive Verschuldung von rund 2,2 Milliarden Euro auf der Stadt Wuppertal lasten. Der hieraus erwachsende Zinsaufwand macht bereits heute mehr als die Hälfte des Defizits aus, mit weiter steigender Tendenz.[34]

Märkte

Das Elberfelder Stadtzentrum mit den City-Arkaden am rechten Bildrand

Eine Besonderheit Wuppertals sind seine Märkte und Einkaufszonen. Wie für Großstädte unüblich verfügt Wuppertal über zwei große Einkaufszonen in Barmen und Elberfeld sowie zahlreiche kleinere in den einzelnen Stadtteilen Vohwinkel, Cronenberg, Ronsdorf und Langerfeld. Der Barmer Werth gilt als erste Fußgängerzone sowie eine der ersten Einkaufsmeilen Deutschlands. Am westlichen Ende befinden sich unter anderem ein Schnellrestaurant, ein großer Elektrofachhandel, die Filiale eines Bekleidungsunternehmens sowie die einer Drogeriekette. Der Werther Brunnen am östlichen Ende der Einkaufszone stellt als „Sonne“ zudem den Anfang des Astropfades dar, der sich auf einer Länge von 10,7 km durch Wuppertal zieht.

Die Elberfelder Innenstadt ist die größere und weitaus stärker frequentierte der beiden großen Einkaufszonen. Neben zahllosen Einzelhändlern, Handelsketten und Gastronomiebereichen finden sich hier zwei große Einkaufszentren, die Rathaus-Galerie mit knapp 50 sowie die City-Arkaden mit über 80 Geschäften. Letztere sollen nach Plänen der ECE-Gruppe künftig erweitert werden. Neben dem Neumarkt, auf dem täglich Lebensmittel gehandelt werden, verfügt Elberfeld zudem über Filialen großer Bekleidungshausketten. Am südlichen Ende befindet sich der Wuppertaler Hauptbahnhof, der bis 2017 von einem reinen Verkehrsknotenpunkt zu einem erweiterten innerstädtischen Zentrum ausgebaut wird. Am westlichen Ende schließt sich das Luisenviertel an, das auf lokaler Ebene auch als Wuppertaler Altstadt bekannt ist.

Auch die zahlreichen Stadtteile Wuppertals verfügen in der Regel über eigene Märkte, wobei hier keine größeren Handelsketten anzufinden sind, zumal die Stadtteile zumeist noch sehr eigene und kleinstädtische Charakteristika aufweisen.

Tourismus

Auf 19 Hotels verteilen sich laut einer Statistik 1411 Betten. Zusammen mit den Gasthöfen, privatgeführten Hotels und Pensionen sowie den Jugendherbergen beläuft sich die Gesamtzahl der Betten auf 2700 mit rund 425.000 Gästen pro Jahr.[35][36][37]

Touristische Hauptziele in der Stadt sind neben der Schwebebahn und dem Zoo das Engels-Haus im historischen Zentrum, das in Zukunft noch stärker vermarktet werden soll. In den vergangenen Jahren hatte das Von-der-Heydt-Museum größere Ausstellungen organisiert, die größere Besucherzahlen generierten. Großveranstaltungen und Messen in der Region machen sich in der verstärkten Belegung der Wuppertaler Hotelbetten bemerkbar.

Unternehmen

Ansässige Unternehmen

  • Die Barmenia Versicherungen mit ihrem Hauptsitz an der Kronprinzenallee (mittlerweile umbenannt in Barmenia-Allee) wurden 1904 als Gewerbekrankenkasse zu Leipzig gegründet und beschäftigen am Standort Wuppertal etwa 1400 Mitarbeiter.
  • Die Barmer GEK mit einem der beiden Standorte ihrer Hauptverwaltung (der andere befindet sich in Schwäbisch Gmünd), an der Lichtscheider Straße betreut mit insgesamt 19.500 Mitarbeitern in etwa 1.100 Geschäftsstellen rund 8,6 Mio. Kunden und ist damit größter Träger der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Die Bayer AG wurde am 1. August 1863 in Barmen von Friedrich Bayer und Johann Friedrich Weskott gegründet. Das kurze Zeit später gegründete Werk Wuppertal-Elberfeld ist das Stammhaus der Bayer AG. Heute arbeiten an den beiden Wuppertaler Standorten im Forschungszentrum Aprath und im Werk an der Wupper jeweils rund 1300 Mitarbeiter.
  • Berning hat sich seit seiner Abspaltung vom Mutterkonzern 1959 auf die Fertigung von Knöpfen und Nieten für die Textilindustrie spezialisiert und gilt als europäischer Marktführer. Das Unternehmen mit Kunden wie Tommy Hilfiger, Gant oder G-Star beschäftigt in der Wuppertaler Zentrale rund 100 Mitarbeiter.
  • Die Bong GmbH wurde als Schmidt Reinhart GmbH & Co in Wuppertal als Erfinder des Fensterbriefumschlages bekannt und produziert heute als Teil des Schwedischen Mutterkonzerns Bong weiterhin Umschläge und Verpackungen am Standort Vohwinkel. 2012 gab Bong bekannt, nach Solingen umzuziehen.
  • Die Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG, Coburg mit einer Niederlassung an der Otto-Hahn-Straße in Ronsdorf ist einer der größten Anbieter von Auto-Türschlössern in Deutschland. Das seit 1904 in Ronsdorf ansässige Familienunternehmen Bomoro wurde zunächst von Bosch aufgekauft und wechselte im Jahr 2002 zu Brose. Der Standort Wuppertal ist innerhalb der Brose-Gruppe Sitz des Geschäftsbereichs Schließsysteme und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.
  • Das international agierende Unternehmen Coroplast hat sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Klebebändern, Kabeln, Leitungen und Leitungssatzsystemen spezialisiert. Mit 250 Millionen Euro Umsatz und über 4400 Mitarbeitern gilt es als Marktführer seiner Branche.
  • Die Delphi Corporation ist ein amerikanischer Autozulieferer und wurde 1999 als eigenständig notiertes Börsenunternehmen aus der General Motors Corporation ausgegliedert. Der Deutschland-Sitz der Delphi Corporation im Technologiepark im Süden Elberfelds ging aus der 1874 von C. Reinshagen gegründeten Textilfabrik (später Kabelwerke Reinshagen GmbH) hervor. Delphi ist wie Johnson Controls (siehe unten) einer der größten Automobilzulieferer der Welt.
  • DuPont Performance Coatings (bis 1999 Herberts GmbH als Lackunternehmen der Hoechst AG) ist der weltweit größte Hersteller von Autoserienlacken und beschäftigt rund 2500 Menschen an den beiden Standorten an der Märkischen Straße und am Christbusch, damit ist Wuppertal der größte Standort von DuPont Performance Coatings.
  • Die E/D/E Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler GmbH am EDE Platz ist ein Einkaufs- und Marketingverbund für rund 1.500 mittelständische Handelsunternehmen. Das Familienunternehmen wurde 1931 durch Ferdinand Trautwein gegründet und beschäftigt heute über 700 Mitarbeiter in der Zentrale in Wuppertal.
  • Die Enka GmbH & Co KG produziert Chemiefasern und Spezialprodukte für textile und medizinische Anwendungen.
  • Die Erfurt & Sohn KG ist Weltmarktführer bei der Entwicklung und Produktion von Wandbelägen und Tapeten. Das Unternehmen exportiert in über 40 Länder.
  • GEPA – The Fair Trade Company (bis Februar 2007 noch gepa Fair Handelshaus) ist der größte Importeur fair gehandelter Lebensmittel und Handwerksprodukte Europas mit einem Jahresumsatz von etwa 62 Mio. Euro.
  • Die GEFA Gesellschaft für Absatzfinanzierung ist ein deutschlandweit führendes Unternehmen der Absatz- und Investitionsfinanzierung und ist seit 2001 Teil der bedeutenden Großbank Société Générale.
  • Happich ist ein international im Namen der GHE-Gruppe tätiger Automobilzulieferer, der sich vor allem auf die Innenausstattung von Bussen und Lastkraftwagen spezialisiert hat.
  • Das HEINZ-Magazin ist ein kostenfreies Stadtmagazin, das mit einer Auflage von rund 120.000 Exemplaren in zehn Großstädten der Metropolregion Rhein-Ruhr vertreten ist.
  • Johnson Controls ist ein weltweit tätiger Automobilzulieferer und Gebäudetechniker und beschäftigt in Wuppertal circa 400 Mitarbeiter.[38]
  • Johnson & Johnson ist ein international tätiger Pharmazie- und Konsumgüterhersteller mit Sitz im amerikanischen New Brunswick.
  • Karl Deutsch Prüf- und Messgerätebau GmbH + Co KG am Otto-Hausmann-Ring in Elberfeld ist eine inhabergeführte Firma und befasst sich seit ihrer Gründung im Jahre 1949 mit der Entwicklung und Herstellung von Geräten für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung.
  • KNIPEX-Werk C. Gustav Putsch KG in Cronenberg wurde 1882 als Familienunternehmen von C. Gustav Putsch gegründet und ist ein Hersteller von Zangen für Industrie und Handwerk. Knipex beschäftigt am Standort Wuppertal mehr als 800 Mitarbeiter.
  • Riedel Funk- und Intercomtechnik ist ein Kommunikationsunternehmen, das analoge und digitale Funkgeräte herstellt und vertreibt. Mit 40.000 Geräten betreibt das Unternehmen einen der größten Vermietparks der Welt und stattet regelmäßig große Veranstaltungen wie Weltmeisterschaften und Olympische Spiele aus.
  • Die Sachsenröder GmbH ist Weltmarktführer in der Vulkanfiber-Herstellung und beschäftigt auf dem Betriebsgelände in Barmen rund 80 Mitarbeiter.
  • Die Schaeffler Gruppe (ehemalige FAG) ist ein deutscher Maschinenbauer und Automobilzulieferer mit weltweit 11 Milliarden Euro Umsatz und Sitz in Herzogenaurach.
  • Schmersal stellt Sicherheitssysteme und -schaltgeräte her und ist weltweit tätig. Es hat die drei Geschäftsbereiche Sicherheit, Automatisierung und Aufzugtechnik.
  • Stahlwille ist ein Unternehmen mit Firmensitz in Wuppertal-Cronenberg und eines der führenden deutschen Unternehmen in der Herstellung von Handwerkzeugen.
  • Storch-Ciret Holding ist ein seit 1896 in Wuppertal-Elberfeld, ansässiges Unternehmen, was professionelle Malerwerkzeuge entwickelt, produziert und vertreibt.
  • Vorwerk & Co. KG wurde 1883 als Barmer Teppichfabrik Vorwerk & Co von den Brüdern Carl und Adolf Vorwerk gegründet. Den Schwerpunkt der heute international tätigen Unternehmensgruppe bildet der Direktvertrieb verschiedener Produkte über selbstständige Handelsvertreter. Zum Produktportfolio gehören Haushaltsgeräte (insbesondere Staubsauger), Teppichböden, Einbauküchen und Kosmetika.
  • Wagener & Simon WASI GmbH & Co. KG ist ein Handelsunternehmen für rostfreie Edelstahlverbindungselemente. Es gehört seit 1978 zur weltweit operierenden Würth-Gruppe.
  • Die Walter Klein GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen zur Aluminium-, Stahl- und Kunststoffverarbeitung. Es beschäftigt 4000 Mitarbeiter in 21 Niederlassungen weltweit.
  • Wedico stellt Lkw- und Maschinenbaumodelle her. Einige der vollausgerüsteten Modelle kommen auf über 3000 Euro Kaufpreis.
  • Der Wupperverband wurde 1930 gegründet und ist einer der größten Wasserverbände des Landes. Der Verband arbeitet im Einzugsgebiet der Wupper und betreut zehn große Talsperren.
  • Der japanische Konzern YKK Stocko ist der weltgrößte Reißverschlusshersteller und hat drei Standorte in Deutschland, darunter ein Produktionswerk in Wuppertal.

Ehemals in Wuppertal ansässige Unternehmen

Viele frühere Textilunternehmen existieren dem Namen nach noch, verwalten aber nur noch Immobilien und Vermögen. Andere sind von größeren Unternehmen aufgekauft worden.

Verkehr

Autobahnen (rot), Bundesstraßen (gelb) und Eisenbahn (schwarz) in Wuppertal

Die Vorzüge der Bandstadt Wuppertal stellen sich in der einfachen Verkehrsführung dar, die auf den Talverlauf und auf seine Parallelen (wie die A 46 am Nordhang des Tals) konzentriert ist. Damit lassen sich die Personenströme effizient bündeln. Die Installation eines schnellen autonomen Verkehrsmittels wie der Schwebebahn sowie dem parallel errichteten Schienennetz führt somit zu einem Idealangebot und ist nach wie vor hoch frequentiert und funktional.

Bahnverkehr

Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofs

An das Schienennetz ist Wuppertal gut angebunden. Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Köln–Hagen beziehungsweise Düsseldorf–Hagen und ist Fernverkehrshalt. Der Hauptbahnhof befindet sich im Stadtteil Elberfeld, die Regionalbahn-Züge und einige Regional-Express-Züge halten auch in Oberbarmen, Barmen, Ronsdorf und Vohwinkel. Daneben gibt es noch die Haltepunkte der S-Bahn in Langerfeld, Unterbarmen, Steinbeck, Zoologischer Garten und Sonnborn.

Das Tal wird, teilweise auch nur auf kurzer Strecke, von den Bahnlinien RE 4, RE 7, RE 13, RB 47, RB 48, S 8, S 9 und S 68 sowie alle 30 Minuten von einem ICE bzw. alternativ einem IC, EC oder NZ pro Richtung durchquert.

Mit Ausnahme der Strecke von Wuppertal nach Remscheid (und weiter nach Solingen, RB 47) und der Strecke der Prinz-Wilhelm-Bahn nach Essen (S9) sind sämtliche auf Wuppertaler Stadtgebiet von der oben genannten Hauptstrecke abzweigenden Äste mittlerweile stillgelegt. Zu nennen sind hier unter anderen die Bahnstrecke Düsseldorf-Derendorf–Dortmund Süd („Wuppertaler Nordbahn“), die Burgholzbahn, auch „Samba“ genannt, die Barmer Kohlenbahn, die Wuppertalbahn, die Korkenzieherbahn und weitere. Somit sind von einstmals 31 Bahnhöfen und Haltepunkten auf Wuppertaler Gebiet noch zehn in Betrieb, davon neun Bahnhöfe auf der Hauptstrecke. Seit einiger Zeit kümmert sich der private Verein Wuppertal Bewegung e. V. darum, die Rheinische Strecke für Radfahrer, Fußgänger und Skater nutzbar zu machen und dabei gleichzeitig die zahlreichen Tunnel und Viadukte vor dem Verfall zu bewahren. Diese Strecke zieht sich über die gesamte Länge Wuppertals und wird als Nordbahntrasse bezeichnet. Ihre Einweihung erfolgte bereits, zurzeit werden weitere Streckenabschnitte ausgebaut. Bei ihrer Fertigstellung soll die Trasse die Radwege des Rheinlands mit jenen des Ruhrgebiets verbinden.

In Langerfeld befindet sich zudem ein Umschlagbahnhof für Frachtcontainer.


Straßenverkehr

Typische Wohngegend mit engen Serpentinen

Zahlreiche Straßen, Kreuzungen und Plätze der Stadt zählen zu den bedeutenden Verkehrsknotenpunkten der Region. So befindet sich am Döppersberg der zentrale Knotenpunkt Wuppertals, der die Elberfelder Innenstadt mit dem Hauptbahnhof verbindet. Die Hofaue war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts ein globales Zentrum der Textilindustrie. Der Alte Markt mit dem Schwebebahn-Überbau ist das Barmer Pendant zum Döppersberg. Die Friedrich-Ebert-Straße und Friedrich-Engels-Allee sind in beiden Stadtteilen Teil der Bundesstraße 7 und werden von einer Vielzahl an denkmalgeschützten und stadtgeschichtlich wichtigen Gebäuden gesäumt.

Bundesautobahnen

Die Stadt Wuppertal ist gut an das deutsche Autobahnnetz angebunden. Durch das nördliche Stadtgebiet führt von Düsseldorf kommend die A 46, die im Osten des Stadtgebiets im Autobahnkreuz Wuppertal-Nord auf die A 1 zwischen Köln und Dortmund trifft. Am Autobahnkreuz beginnt ebenfalls die über Recklinghausen nach Münster führende A 43. Im Westen der Stadt zweigt am Sonnborner Kreuz die A 535 von der A 46 in Richtung Velbert ab. Das Sonnborner Kreuz ist eines der größten Autobahnkreuze in Deutschland.

Bundesstraßen

An Bundesstraßen führen die B 7, die B 224 und die B 228, welche im Stadtteil Vohwinkel ihr östliches Ende hat, durch Wuppertal. Die B 7 ist die Hauptverkehrsachse der Stadt, denn sie verbindet seit 1788 die Stadtteile Barmen und Elberfeld und wird von zahlreichen denkmalgeschützten und stadtgeschichtlich bedeutsamen Bauten gesäumt. Bis in das Jahr 2007 durchlief die B 51 das Stadtgebiet in Nord-Süd Richtung, die zwischen Sprockhövel und Remscheid am 1. Januar 2008 zur Landesstraße 58 umgewidmet wurde. Seitdem übernehmen die Bundesautobahnen 43 und 1 deren Verbindung.

Landesstraßen

Am südlichen Stadtrand führt seit 2006 die Landesstraße L 418 als vierspurige Schnellstraße durchgehend vom Sonnborner Kreuz nach Ronsdorf. Im Straßenverlauf der L 418 befindet sich mit einer Länge von 1,8 Kilometer der längste Straßentunnel Nordrhein-Westfalens. Bei Lichtscheid geht die L 418 in die L 419 über, die in naher Zukunft direkt an die A 1 angebunden sein wird.

Durch den mehr als einen Kilometer langen Kiesbergtunnel ist die Elberfelder Innenstadt mittels der L 70 mit dem Sonnborner Kreuz verbunden. Die L 70 führt anschließend weiter nach Sprockhövel. Im Südwesten führt die vierspurige L 74 aus Remscheid kommend entlang der Wupper durch den Staatsforst Burgholz zum Sonnborner Kreuz.

Im Wuppertaler Osten führt die L 527 von Schwelm über Wuppertal-Beyenburg nach Wuppertal-Oberbarmen. Die L 414 führt entlang der Wupper von Radevormwald nach Beyenburg. Die L 411 verbindet auf der alten Trasse des mittelalterlichen Heerwegs Köln-Düsseldorf zusätzlich Beyenburg mit Remscheid-Lennep. Bei Wuppertal-Spieckern kreuzt die L 81 zwischen Radevormwald und Remscheid-Lüttringhausen.

Von Solingen führt die L 427 über Cronenberg nach Elberfeld. Die L 527 mündet von Remscheid kommend in diese bei Cronenfeld. Die L 417 führt von Elberfeld über Lichtscheid und Wuppertal-Ronsdorf nach Remscheid-Lüttringhausen. Die L 432 führt von Wuppertal-Hatzfeld nach Sprockhövel-Haßlinghausen. Von Hatzfeld geht die L 433 über Wuppertal-Dönberg nach Velbert-Langenberg ab. Von ihr geht die L 107 über Wuppertal-Siebeneick nach Velbert-Neviges ab.

Die L 726 verbindet Wuppertal-Oberbarmen über Wuppertal-Langerfeld mit Schwelm. Die L 891 führt von Wuppertal-Einern über Wuppertal-Wichlinghausen und Wuppertal-Nächstebreck nach Gevelsberg.

Flugverkehr

Von Wuppertal aus sind mehrere Flughäfen binnen kurzer Zeit erreichbar. Die internationalen Flughäfen Düsseldorf International und Köln/Bonn können in 30 bis 40 Minuten erreicht werden. Zum Regionalflughafen Dortmund braucht man etwa 45 Minuten. Diese drei Flughäfen bieten nationale wie auch internationale Linienflüge an. Der ebenfalls nahe gelegene Flughafen Essen/Mülheim hat sich auf den Geschäfts- und Ausbildungsflugverkehr spezialisiert. Zu allen Flughafen-Bahnhöfen muss an örtlichen Bahnhöfen umgestiegen werden.

Öffentlicher Personennahverkehr

Wuppertaler Schwebebahn, Kaiserwagen

Die Wuppertaler Stadtwerke betreiben neben der weltberühmten Schwebebahn ein Stadtbusnetz mit CityExpress- und normalen Stadtbuslinien. In die Nachbarstädte fahren zudem StädteSchnellBusse.

Der aktuelle Fuhrpark der Wuppertaler Stadtwerke mobil GmbH besteht aus etwa 265 Bussen, die auf etwa 60 Linien verkehren. Jährlich werden neue, moderne Niederflurbusse der aktuellen Generation der Hersteller MAN, Mercedes-Benz und bis 2004 auch Irisbus beschafft. Im Jahr 2008 wurden insgesamt elf Mercedes-Benz O 530 G (Citaro) in Dienst gestellt, die die 15 Jahre alte Gelenkwagen ersetzten. Die Busse werden zum größten Teil im Betriebshof Varresbeck im Westen, aber auch im Betriebshof Nächstebreck im Nordosten der Stadt unterhalten. Seit 2010 werden alle neuen Busse der WSW-Flotte statt in weiß wie bisher üblich mit einem hellblauen Farbton versehen.

Der gesamte ÖPNV in Wuppertal ist zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR) zu benutzen.

Im vergangenen Jahrhundert gab es mit der Barmer Bergbahn eine Zahnradbahn, die zwischen Toelleturm und der Straße Am Clef in Barmen verkehrte. Ein Oberleitungsbusnetz verfügte von 1949 bis 1972 über drei Linien und setzte als erster deutscher Obusbetrieb in den 1950er-Jahren Anderthalbdecker-Obusse (Krupp/Ludewig/Siemens) ein. Der Stadtteil Vohwinkel wird auch heute noch vom Oberleitungsbus Solingen bedient. Bis 1987 gab es auch Straßenbahnlinien in Wuppertal, die aus Kosten- und Betriebsgründen jedoch deinstalliert wurden. Heute zeugen nur noch wenige verbliebene Schienen vom ehemals gut ausgebauten Netz.

Heute hält das Engagement des Vereins „Bergische Museumsbahnen e. V.“ mit dem Bergischen Straßenbahnmuseum und seinem Museums-Straßenbahnbetrieb in Kohlfurth (Cronenberg) die Erinnerung an die vielfältige Geschichte dieses Verkehrsmittels in Wuppertal wach und betreibt einen der kleinsten Straßenbahnbetriebe der Welt.

Planungen zur Infrastruktur

Entlastungssammler Wupper

Schon seit 1991 ist im Auftrag der Stadt und der Stadtwerke ein Entlastungssammler Wupper in Bau, die meisten Arbeiten werden unter Tage durchgeführt. Dieses Bauwerk wird parallel zur Wupper verlaufen und in diesem Abwasserkanal soll das Oberflächenwasser und das Regenwasser gesammelt und der Kläranlage zugeführt werden. Dadurch soll vermieden werden, dass verschmutztes Wasser in den Fluss gelangt. Die Fertigstellung dieses Bauwerks sollte bis 2010 erfolgen, ist aber vom Abschluss des Bauprojektes Döppersberg abhängig, so dass eine Verzögerung der Fertigstellung wahrscheinlich wird.

Döppersberg

Der Döppersberg, größter Verkehrsknotenpunkt in der Innenstadt Elberfelds, soll neu gestaltet werden. Seit den späten 1990er Jahren sind dort sämtliche Sanierungsarbeiten auf einen niedrigen Stand heruntergefahren. Nachdem zunächst unklar war, wie die Finanzierung gestaltet werden sollte, erfolgte im September 2006 die Zusage für Finanzmittel des Landes. Im April 2010 haben die Bauarbeiten zu diesem Großprojekt begonnen. In ersten Bauschritten wird der Bahnhofsvorbau entfernt und zeitgleich ein neuer Busbahnhof auf einem bisher als Parkplatz genutzten Gelände direkt neben dem ersten Bahngleis errichtet. In weiteren Baustufen soll die Bahnhofstraße abgesenkt und der gesamte Bahnhofsvorplatz großstadtgerecht umgebaut werden, sodass die Bundesstraße 7 künftig frei von Haltestellen ist und die Passanten überirdisch zwischen Innenstadt und Bahnhof verkehren können.

Regionale 2006

Die Regionale 2006 war ein vom Land Nordrhein-Westfalen gefördertes Projekt gemeinsam mit den Nachbarstädten Solingen und Remscheid. Seit 2001 haben die drei Städte gemeinsam Projekte für die städtebauliche, kulturelle und wirtschaftliche Weiterentwicklung des Bergischen Städtedreiecks entwickelt. Ziel ist es, sowohl auf die Region aufmerksam als auch die Region zukunftssicher zu machen. Mittlerweile ist ein großes Netzwerk von sachverständigen aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Institutionen für die Arbeit entstanden.

2006 wurden dann zum Abschluss des Programms auf der „Bergischen Expo ’06“ neben dem Stadion am Zoo in Wuppertal die Ergebnisse sowie Leistungen und Qualitäten des Städtedreiecks veröffentlicht.

Medien

Rundfunk und Fernsehen

Das Presse- und Verlagsgebäude der Westdeutschen Zeitung am Otto-Hausmann-Ring

In Wuppertal befindet sich seit 1983 ein Studio des Westdeutschen Rundfunks (WDR), zuvor gab es dort nur ein Büro für das Bergische Land. In diesem Studio werden die Regionalsendungen für Hörfunk und Fernsehen des WDR produziert, die unter den Namen WDR 2 – Nachrichten für das Bergische Land (im Hörfunk) und WDR Lokalzeit Bergisches Land (im Fernsehen) laufen.

Ferner sendet aus Wuppertal seit 1991 die Lokalradiostation Radio Wuppertal.

Printmedien

Als einzige lokale Tageszeitung erscheint der General-Anzeiger, die Wuppertaler Ausgabe der Westdeutschen Zeitung (WZ). Diese Zeitung hat in Wuppertal neben Düsseldorf und Krefeld ein Pressehaus. Daneben gibt es in Wuppertal eine Vielzahl von regionalen Anzeigenblättern beziehungsweise Wochenmagazinen, darunter die Wuppertaler Rundschau, das Ronsdorfer Sonntagsblatt, die Ronsdorfer Wochenschau, die Cronenberger Woche, den Cronenberger Anzeiger und die Bergische Blätter.

Neben dem bereits erwähnten HEINZ-Magazin betreibt auch coolibri, ein städteübergreifendes Magazin für das Rheinland, Ruhrgebiet und Bergische Land mit einer Auflage von über 200.000 Exemplaren, eine Regionalredaktion in Wuppertal. Schon seit 1863 gibt der Bergische Geschichtsverein alle zwei Jahre eine 400 bis 500 Seiten starke Zeitschrift heraus.

Zusätzlich zu den Zeitungen haben mehrere Buchverläge ihren Sitz in Wuppertal. So auch der Arco Verlag, der seit 2002 Literatur aus Ostmitteleuropa, insbesondere aus den böhmischen Ländern, veröffentlicht und vertreibt. Edition 52 ist ein Comicverlag, der Werke graphisch und literarisch anspruchsvoller Zeichner und Autoren publiziert. Der Peter Hammer Verlag besteht seit 1966 und gibt einen großen Teil der in Deutschland erscheinenden afrikanischen Belletristik heraus.

Online-Medien

Seit Dezember 2009 ist das ausschließlich internetbasierte Medium njuuz online, das sich ausschließlich städtisch relevanten Themen widmet und täglich Berichte und Neuigkeiten veröffentlicht. Die Bekanntheit des Portals hält sich bislang aber in Grenzen. Die Universität betreibt außerdem das Portal blickfeld-wuppertal, das großteils von Studenten genutzt wird. Über aktuelle Themen informiert auch der Wupperguide, der neben Nachrichten auch Galerien und einen Marktplatz bietet.

Öffentliche Einrichtungen

Wuppertal ist Sitz mehrerer öffentlicher Einrichtungen auch überregionaler Bedeutung. Das Amtsgericht Wuppertal ist als Teil der ordentlichen Gerichtsbarkeit dem Landgericht untergeordnet. Es wurde 1907 als Amtsgericht Elberfeld gegründet. Das 1848 errichtete Gebäude wurde 2005 um einen Neubau ergänzt. Das übergeordnete Landgericht Wuppertal ist eines von sechs Landgerichten im Bezirk des Oberlandesgerichtes Düsseldorf. Neben Wuppertal umfasst der Gerichtsbezirk die Städte und Gemeinden Solingen, Remscheid, Erkrath, Haan, Mettmann, Wülfrath, Heiligenhaus und Velbert. Das Gerichtsgebäude gehört mit dem Baujahr 1854 zu den ältesten Deutschlands. Die beiden Gerichte sind zusammen mit dem Arbeitsgericht Wuppertal Teil der Gerichtsinsel und haben direkten Anschluss an die Strecke der Wuppertaler Schwebebahn.

Auch außerhalb des Gerichtswesens haben öffentliche Einrichtungen ihren Sitz in der Stadt. So unter anderem die Interessenvertretung der Wirtschaft des Städtischen Städtedreiecks, die Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Solingen-Remscheid. Die Ausgangsform der modernen IHK war die Handelskammer von Elberfeld und Barmen, die als erste am Prinzip der Selbstverwaltung der Wirtschaft ausgerichtete Handelskammer Deutschlands gilt und 1830 begründet wurde. Auch das Polizeipräsidium Wuppertal ist als Kreispolizeibehörde für das Städtedreieck zuständig. Es gliedert sich in die vier Direktionen Gefahrenabwehr, Kriminalität, Verkehr und Zentrale Aufgaben.

Als dem Umweltministerium NRW untergeordnete Dienstleistungsagentur ist die Energieagentur NRW für die öffentliche Aufklärung, Beratung und Weiterbildung zum Thema Energieeffizienz und Erneuerbare Energien. Sie ist Teil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und koordiniert unter anderem Projekte an Forschungsinstituten und Bildungseinrichtungen bei nordrhein-westfälischen Unternehmen, Kommunen und Bürgern.

Gesundheitswesen

Wuppertal verfügt über mehrere Krankenhäuser, die zu den bekanntesten und größten der Region zählen. Das Agaplesion Bethesda Krankenhaus besteht seit 1886 in Elberfeld und unterhält sieben Fachkliniken, darunter eine neurochirurgische Abteilung sowie eine weitere für interventionelle Gefäßmedizin. Jedes Jahr werden etwa 40.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Das größte Krankenhaus der Stadt und des Bergischen Landes ist das Helios Klinikum in Barmen und Elberfeld mit 26 Fachabteilungen und 50.000 Patienten pro Jahr. Es gehört zum Verbund der Helios Kliniken und ist Universitätsklinikum der Universität Witten/Herdecke. Es ging hervor aus zwei städtischen Kliniken, die 1820 als Ferdinand-Sauerbruch-Klinikum Elberfeld und 1907 als Städtische Krankenanstalten Barmen gegründet wurden.

Weitere größere Krankenhäuser sind die Kliniken St. Antonius und Sankt Josef, die beide zur Hospitalvereinigung St. Marien GmbH in Köln gehören. Darüber hinaus verfügt die Stadt über zehn weitere Kliniken mit teilweise spezieller Fachausrichtung wie der Rheumatologie oder der Geriatrischen Rehabilitation.

Soziale Einrichtungen

In Wuppertal gibt es 179 Tageseinrichtungen für Kinder, von denen 120 unter Trägerschaft der freien Jugendhilfe betrieben werden.

Die politischen Gremien der Stadt Wuppertal werden von den Bürgern durch einen Behindertenbeirat, einen Seniorenbeirat und durch Bezirksjugendräte in ihrer Arbeit beraten. Außerdem gibt es eine Gleichstellungsstelle für Frau und Mann und die Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien.

In Wuppertal befinden sich die Hauptstellen des Vereins Blaues Kreuz in Deutschland e. V., einer christlichen Organisation der Suchtkrankenhilfe, und des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Nordrhein-Westfalen.

In der Stadt gibt es etwa 200 Selbsthilfegruppen zu unterschiedlichen Krankheiten, Behinderungen sowie psychischen oder sozialen Problemen.

Die Wuppertaler Tafel ist eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die Lebensmittel, Kleidung, Hausrat und Möbel an Bedürftige verteilt und eine kostenlose medizinische Betreuung anbietet. Der Verein Hilfe für Wuppertaler in Not e. V. (WIN) ist eine Aktion ortsansässiger Medien, die notleidenden Bürgern aus Spendenmitteln unbürokratisch und unkompliziert schnelle Hilfe anbietet.

Bildung

Schulen

Wuppertal bietet eine sehr weitreichende und breitgefächerte Schullandschaft. So verfügt die Stadt über insgesamt 61 Grundschulen, zwölf Hauptschulen, fünf Gesamtschulen, acht Realschulen und elf Gymnasien. Dazu kommen acht private Schulen, 13 Berufskollegs sowie 14 Förderschulen. Einige der Gymnasien, beispielsweise das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium, das Erzbischöfliche St. Anna Gymnasium oder das Carl-Fuhlrott-Gymnasium, gehören zu den besten Gymnasien der Region und erreichen regelmäßig gute Platzierungen in landes- oder bundesweiten Wettbewerben.


Volkshochschule

Die Volkshochschulen und Familienbildungsstätten von Wuppertal und Solingen haben sich zur Bergischen Volkshochschule zusammengeschlossen. Seit 2006 erscheint zweimal pro Jahr ein gemeinsames Kursprogramm für beide Städte. Neben der beruflichen wird auch eine allgemeine Ausbildung mit kulturellen, politischen, ökonomischen und linguistischen Aspekten angeboten. Zudem werden die Teilnehmer nach Wunsch auch bei Fragestellungen zur Familienbildung unterstützt.

Hochschulen

Der Hauptcampus der Bergischen Universität

Die Bergische Universität Wuppertal entstand 1972 als Gesamthochschule Wuppertal durch den Zusammenschluss der Abteilung Wuppertal der pädagogischen Hochschule Rheinland und der Fachhochschule Wuppertal. 1983 wurde sie zur Universität-Gesamthochschule erweitert. An der Bergischen Universität lehren 293 Hochschullehrer in sieben Fachbereichen, immatrikuliert sind etwa 16.800 Studenten.(Stand 2012/2013) Außer den traditionellen Ingenieurstudiengängen Maschinenbau, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen wird die Hochschule durch den seltenen Studiengang Sicherheitstechnik gekennzeichnet. Auch der Studiengang Gesundheitsökonomie wird hier sehr speziell angeboten. Zudem zählt sie zu den besten Gründungsstandorten Deutschlands. Neben zahlreichen Bachelor- und Masterstudiengängen gibt es hier viel beachtete neue Forschungsprojekte mit ausgeprägtem Praxisbezug, unter anderem Visionlabs und das BKG. Zudem verfügt die BUW seit 2008 über das von Prof. Paul J. J. Welfens gegründete Europäische Institut für internationale Wirtschaftsbeziehungen (EIIW). Außerhalb des Hauptcampusses am Grifflenberg existieren noch zwei kleinere Campusse am Haspel sowie am Freudenberg.

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal

Die Kirchliche Hochschule Wuppertal wurde 1935 als „Hochschule für reformatorische Theologie“ als Ausbildungsstätte der Bekennenden Kirche gegründet. Sie wurde von den Nationalsozialisten sofort verboten, konnte jedoch bis 1941 im Untergrund weiterarbeiten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie neu eröffnet und ist seit 1976 eine Einrichtung der Evangelischen Kirche im Rheinland. Sie kooperiert mit der Bergischen Universität Wuppertal. Heute ist die Kirchliche Hochschule Teil des Theologischen Zentrums Wuppertal, in dem schwerpunktartig die Aus- und Fortbildung für hauptberuflich sowie ehrenamtlich Mitarbeitende der Evangelischen Kirche im Rheinland konzentriert ist.

In der kleinen Abteilung der Kölner Musikhochschule, Standort Wuppertal am Sedansberg, studieren etwa 220 Studenten. Sie ging aus dem Wuppertaler Konservatorium hervor, dass 1972 an die Kölner Hochschule angeschlossen wurde. Hier befindet sich der europaweit einzige Lehrstuhl für Mandoline. Darüber hinaus ist Wuppertal einer von bundesweit 24 Standorten der privat geführten FOM Hochschule für Oekonomie & Management mit Sitz in Essen.

Weitere Bildungs- und Forschungseinrichtungen

Seit 1948 finden in der Technische Akademie Wuppertal Seminare, Tagungen und andere Weiterbildungsangebote statt. Des Weiteren beherbergt die TAW auch die Verwaltungsakademie. Sie ist eines der größten und ältesten deutschen Weiterbildungsinsituten und unterrichtet an fünf deutschen und drei weiteren europäischen Standorten. Zudem ist sie ein Außeninstitut der renommierten RWTH Aachen. Auch das renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat seinen Sitz in Wuppertal. Es erforscht und entwickelt Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Jahr 1985 wurde das Institut ASER e. V. als rechtlich unabhängige und gemeinnützige arbeitswissenschaftliche Forschungseinrichtung am Standort Wuppertal gegründet. Die Justizvollzugsschule Nordrhein-Westfalen ist die zentrale Ausbildungsstätte für den mittleren Justizvollzugsdienst des Landes NRW.

Die Station Natur und Umwelt[39] in Hahnerberg besteht seit 1984 und ist die größte kommunale Einrichtung für Umweltbildung und Umwelterziehung im Bergischen Land. Ein Waldpädagogisches Zentrum im Arboretum im Staatsforst Burgholz und die Zooschule Wuppertal leisten weitere umweltpädagogische Arbeit.

Die Junior-Uni Wuppertal ist eine private, gemeinnützige Bildungseinrichtung mit dem Ziel, junge Menschen im Alter von 4 bis 18 Jahren an naturwissenschaftliche und technische Berufe heranzuführen. Das deutschlandweit einzigartige Projekt startete im Dezember 2008 mit zunächst mehr als 40 Kursen für 600 Studierende aus vier Altersklassen und will jährlich rund 4.700 Kinder und Jugendliche in speziellen Veranstaltungen für Natur und Technik begeistern. Auch Studenten erhalten hier die Möglichkeit zu lehren.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Wuppertal hat seit ihrer Gründung 1929/30 zwölf Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. So wurde beispielsweise der in Wuppertal geborene Johannes Rau im Jahre 1991 für seine vielfältigen Verdienste um die Stadt, vor allem die Gründung der Bergischen Universität, ausgezeichnet. Die ersten drei Verleihungen 1933 an Reichskanzler Adolf Hitler, Reichspräsident Paul von Hindenburg und SA-Oberführer August Wilhelm von Preußen wurden nach dem Zweiten Weltkrieg, wie in zahlreichen weiteren deutschen Städten, wieder aberkannt. Die neueste Ehrenträgerin ist seit 2010 Lore Jackstädt, die Witwe des 2005 verstorbenen Unternehmers Werner Jackstädt.


Neben dem Ehrenbürgerrecht stiftet die Stadt seit 1966 den Ehrenring der Stadt Wuppertal, der an Persönlichkeiten verliehen werden kann, die sich um das Wohl der Stadt in besonderer Weise verdient gemacht haben. Er wurde seither schon mehr als fünfzig Mal verliehen.

Söhne und Töchter der Stadt

In Wuppertal und den bis 1929 selbstständigen Vorgängerstädten sind eine Reihe von Personen geboren, die über die Stadtgrenzen hinaus berühmt geworden sind. Ihr Wirkungskreis selbst lag häufig außerhalb der Stadt. Zu erwähnen ist der 1820 geborene Friedrich Engels, der gemeinsam mit Karl Marx den Marxismus entwickelte. Der Architekt Wilhelm Dörpfeld, 1853 in Barmen geboren, war unter anderem als Mitarbeiter von Heinrich Schliemann an den Ausgrabungen von Troja, Tiryns und Pergamon beteiligt. Friedrich Carl Duisberg, geboren 1861, war als Chemiker und Industrieller Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich an der Entwicklung der chemischen Industrie in Deutschland beteiligt, ebenso wie Friedrich Bayer, geboren 1825 im heutigen Stadtteil Wichlinghausen, der 1863 in Elberfeld die Farbenfabrik Friedrich Bayer, die heutige Bayer AG gründete. Im Bereich der Lyrik machte sich die 1869 geborene Else Lasker-Schüler einen Namen. 1875 wurde Ferdinand Sauerbruch geboren, der bedeutendste Chirurg seiner Zeit. 1891 wurde der Philosoph Rudolf Carnap in Ronsdorf geboren, er war ein bedeutender Vertreter des logischen Empirismus.

Beliebt als Fernsehkommissar war der Schauspieler Horst Tappert (1923–2008), der im Stadtteil Elberfeld geboren wurde. Auch die Schauspieler Harald Leipnitz (1926–2000), Ann-Kathrin Kramer (1966), Steffen Möller ((1969), Schauspieler und Comedian Christoph Maria Herbst (1966), Parodist und Entertainer Jörg Knör (1959), der Comedian Axel Stein (1982), Filmregisseur und Produzent Tom Tykwer (1965) und die Fernsehmoderatorin Bettina Tietjen (1960) sind geborene Wuppertaler, ebenso wie Musiker Sascha Gutzeit (1972) und Musicaldarsteller Patrick Stanke (1979).

Zwei Jahre lang war der in Barmen geborene Johannes Rau (1931–2006) Oberbürgermeister von Wuppertal, später langjähriger Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und achter deutscher Bundespräsident. Auch die langjährige Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth (1937) stammt aus Wuppertal.

Alice Schwarzer, bekannte Vertreterin der deutschen Feministinnen des 20. Jahrhunderts, wurde 1942 in Wuppertal geboren. Silvana Koch-Mehrin (1970) ist FDP-Politikerin und seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments. Sandy Mölling (1981) war drei Jahre lang Mitglied der Popband No Angels, der bis 2003 erfolgreichsten Girlgroup Europas.

Mit Gonzalo Castro (1987), Daniel Keita-Ruel (1989), Serdar Kesimal (1989) und Richard Sukuta-Pasu (1990) stammen vier aktuelle Profifußballer aus der Stadt. Auch Olympia-Schwimmstar Christian vom Lehn (1992) wurde hier geboren.


Wuppertaler Originale

Zuckerfritz-Denkmal

Fritz Pothen lebte von 1830 bis 1906. Er beförderte Gepäck und Waren mit einer Schubkarre durch die Stadt Elberfeld. Da er besonders gerne Süßwaren transportierte, hatte er den Spitznamen Zuckerfritz. Heute steht sein Denkmal gegenüber dem ehemaligen Rathaus in Elberfeld.

Neben dem Zuckerfritz zählen auch Minna Knallenfalls, Husch Husch und August Kallenbach zu den Wuppertaler Originalen, die durch ihr unverwechselbares Auftreten oder ihr Erscheinungsbild einen nachhaltig hohen Bekanntheitsgrad in der lokalen Bevölkerung erlangt haben.


Andere Persönlichkeiten

In Wuppertal leben und wirken (oder lebten und wirkten) eine Reihe bekannter Personen, die zwar nicht in der Stadt oder den bis 1929 selbstständigen Vorgängerstädten geboren wurden, die jedoch über die Stadtgrenzen hinaus bedeutend wurden.

Der in Liverpool geborene bildende Künstler Tony Cragg lebt und arbeitet in Wuppertal. Gerhard Domagk erhielt 1939 den Nobelpreis für Medizin und wurde 1951 Ehrenbürger der Stadt Wuppertal. Er lebte in der ehemaligen Villa Schmidt, die direkt neben dem Wuppertaler Zoo errichtet wurde. Carl Hermann Köster von Kösteritz (1803–1867) war Oberprokurator am königlichen Landgericht in Elberfeld. Ab dem 18. November 1848 wurde er Abgeordneter für den Wahlkreis Barmen/Elberfeld in der Frankfurter Nationalversammlung.

Heinrich Carl Alexander Pagenstecher lebte von 1799 bis 1869. Er war Arzt in Elberfeld und bis zum 2. November 1848 Abgeordneter für den Wahlkreis Barmen/Elberfeld in der Frankfurter Nationalversammlung. Außerdem gehörte er dem Fünfzigerausschuss an. Friedrich Senger (1886–1936) war Stadtrat in Wuppertal und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Sigrid Wylach (* 1941) ist eine Designerin, die in Wuppertal lebt und arbeitet. Hans-Dietrich Genscher (* 1927) war 33 Jahre lang FDP-Bundestags-Abgeordneter für den Wahlkreis im Wuppertaler Westen.


Sonstiges

Siehe auch

 Portal:Wuppertal – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wuppertal

Literatur

  • Heinrich Silbergleit (Hrsg.): Preußens Städte. Denkschrift zum 100jährigen Jubiläum der Städteordnung vom 19. November 1808. Heymann, Berlin 1908.
  • Erich Keyser (Hrsg): Rheinisches Städtebuch (= Deutsches Städtebuch. Bd. 3: Nordwest-Deutschland 3). Kohlhammer, Stuttgart 1956.
  • Walther Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte. 1815–1945. Reihe A: Preußen. Band 7: Rüdiger Schütz: Rheinland. Johann-Gottfried-Herder-Institut, Marburg/Lahn 1978, ISBN 3-87969-122-3.
  • Herbert Günther: Wuppertal (= Zeitsprünge.). Sutton, Erfurt 2002, ISBN 3-89702-517-5.
  • Bettina Osswald (Fotos), Klaus Göntzsche (Hrsg.): Wuppertals wa(h)re Könige und Laden-Hüter. Wuppertaler Rundschau, Wuppertal 2004.
  • Volkmar Wittmütz: Die Entstehung der Stadt Wuppertal 1929. In: Romerike Berge. Zeitschrift für das Bergische Land. Jg. 54, Heft 2, 2004, ISSN 0485-4306, S. 2–17.
  • E. Dieter Fränzel: sounds like whoopataal. Wuppertal in der Welt des Jazz. Herausgegeben von der Jazz AGe Wuppertal. Klartext, Essen 2006, ISBN 3-89861-466-2.
  • Peter Keller: Wuppertal am Ball. Amateurfußball 1945 bis 1975. Sutton, Erfurt 2007, ISBN 978-3-86680-167-7.
  • Ulrike Schrader: Tora und Textilien. Zur Geschichte der Juden in Wuppertal. Trägerverein Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Wuppertal 2007, ISBN 978-3-9807118-9-0.
  • Arbeitskreis Bahnen Wuppertal: Verkehrsknoten Wuppertal. Von den Anfängen bis Mitte der siebziger Jahre. EK-Verlag, Freiburg (Breisgau) 2008, ISBN 978-3-88255-249-2.
  • Hermann J. Mahlberg, Hella Nussbaum (Hrsg.): Der Aufbruch um 1900 und die Moderne in der Architektur des Wuppertales. Abendrot einer Epoche (= Beiträge der Forschungsstelle für Architekturgeschichte, Denkmalpflege und Industriekultur der Bergischen Universität Wuppertal. Bd. 15). Müller + Busmann, Wuppertal 2008, ISBN 978-3-928766-87-6.
  • Michael Okroy: Volksgemeinschaft, Erbkartei und Arisierung. Ein Stadtführer zur NS-Zeit in Wuppertal. 2., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Trägerverein Begegnungsstätte Alte Synagoge Wuppertal, Wuppertal 2008, ISBN 978-3-940199-00-3.
  • Yuhym Shklovsky (Hrsg.): Brücken in Wuppertal. Regine Dehnel, Berlin 2008, ISBN 978-3-9811352-5-1.
  • Ursula Hüsgen (Texte), Jörg Lange (Fotos): Wuppertal-Vohwinkel. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2009, ISBN 978-3-937126-79-1.
  • Klaus Göntzsche (Texte), Jörg Lange (Fotos): Elberfeld. Ein schönes Stück Wuppertal. Stadt-Bild-Verlag, Leipzig 2010, ISBN 978-3-937126-80-7.

Weblinks

Wikinews Wikinews: Wuppertal – in den Nachrichten
 Commons: Wuppertal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Wuppertal – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Wuppertal – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 27. Juni 2011. (Hilfe dazu)
  2. Barmen, eine unterschätzte Stadt vom 24. März 2010, aufgerufen am 26. Januar 2013
  3. Handbuch der naturräumlichen Gliederung Deutschlands: Blatt 108/109: Düsseldorf/Erkelenz (Karlheinz Paffen, Adolf Schüttler, Heinrich Müller-Miny) 1963; 55 S. und Digitalisat der zugehörigen Karte
  4. Filmstadt Wuppertal: „Das Bergische San Francisco“, auf der Webpräsenz der Stadt Wuppertal, Zugriff 5. Februar 2011
  5. Bodenerlebnispfad
  6. Geologie-Lehrpfad in Wuppertal-Barmen
  7. GPS-Aufnahme, Liegenschaftskarte
  8. Tradition auf Dönberg. Abgerufen am 30. Juli 2011.
  9. Klaus Tenfelde: "Das Ruhrgebiet! Von der Steinzeit bis zur Kulturhauptstadt 2010" Teil 2. Abgerufen im Januar 2011.
  10. 10,0 10,1 Johann Rainer Busch, Hans Günter Deilmann: „Der Bergbau und die Ruhrschiffahrt“, Auszug aus „Prinz-Wilhelm Eisenbahn“. Abgerufen am 5. Februar 2011.
  11. Karl Ottmann: Hansemann als Eisenbahnpolitiker. In: Bernhard Poll (Hrsg.): David Hansemann 1790 – 1864 – 1964. IHK Aachen, Aachen, 1964, S. 65–79.
  12. 12,0 12,1 Chronik über Wuppertals Stadtgeschichte
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