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Winter

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Dieser Artikel behandelt die Jahreszeit Winter; weitere Bedeutungen befinden sich unter Winter (Begriffsklärung).
Schneebedeckung im Jahresverlauf unserer Erde
Winterlandschaft
Wintertag in Neulingen (Baden-Württemberg)
Winterlandschaft
Winterlandschaft
Der Ammersee im Winter

Der Winter (v. althochdeutsch: wintar; eigentl.: nasse Jahreszeit[1]) ist eine der vier Jahreszeiten der gemäßigten Zone der Erde. Je nachdem, ob er auf der Südhalbkugel oder der Nordhalbkugel herrscht, unterscheidet man zwischen Nordwinter und Südwinter. Aufgrund des wandernden Zenitstandes der Sonne zwischen südlichem und nördlichem Wendekreis wiederholt sich der Winter in jeder Hemisphäre mit einem jährlichen Turnus. Es ist daher auch möglich, aus einem Südwinter einen Nordsommer zu folgern und umgekehrt.

Astronomisch beginnt der Nordwinter mit der Wintersonnenwende – der Zeitpunkt, zu dem die Sonne senkrecht über dem südlichen Wendekreis steht und die Tage am kürzesten sind:

Danach werden die Tage wieder länger und die Nächte kürzer, und der Winter endet mit der Frühlings-Tag-und-Nacht-Gleiche am

Er dauert somit 89 Tage auf der Nordhalbkugel und 93 Tage auf der Südhalbkugel.

Da die Umlaufbahn der Erde um die Sonne um 1,7 % von einer idealen Kreisbahn abweicht, sind die vier Jahreszeiten nicht ganz gleich lang. Außerdem sind die Nordwinter wegen der Sonnennähe (Perihel am 3. Januar) etwas kürzer und milder als die Südwinter.

Meteorologisch gesehen beginnt der (Nord-) Winter am 1. Dezember. Die Meteorologen ordnen die Jahreszeiten vollen Monaten zu. Der (Nord-) Herbst endet für die Meteorologen am 30. November. Der meteorologische (Nord-) Winter umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar.

Phänologisch kann der Winterbeginn vom astronomischen erheblich abweichen und wird neben der Land-Meer-Verteilung (maritimes vs. kontinentales Klima) oft durch den Beginn einer dauerhaften Schneedecke markiert. Die Zu- oder Abnahme von Gletschern hängt aber weniger von der winterlichen Schneelage als vom ersten Neuschnee im Herbst ab, der die Ablation hemmt.

In den Alpen ist Maria Lichtmess (2. Februar) ein statistischer „Lostag“ für das Wetter des Spätwinters. Bekannt ist der Spruch „Wenn’s zu Lichtmess stürmt und schneit, ist das Frühjahr nimmer weit“. Mit gleicher Bedeutung, nur anders herum formuliert existiert auch die Bauernregel: „Sonnt der Dachs sich in der Lichtmesswoch’, bleibt er noch 4 Wochen in sei’m Loch!“

Genähert teilt man dem Winter die Monate Dezember, Januar und Februar zu und in der Südhemisphäre den Juni, Juli und August. An den geographischen Polen herrscht ein halbes Jahr die „Polarnacht“; nahe den Polarkreisen dauert sie einige Tage bis Wochen.

Wie im Sommer gibt es auch im Winter alte Bräuche, die teilweise überlebt haben oder wiederbelebt wurden: zum Beispiel die Sonnenwende als Weihnachten, Alban Arthuan (keltisch), Julfest (nordisch/germanisch), Karneval/Fastnacht/Fasching, Maskenball, Winterverbrennung und Perchtenlauf.

Der Begriff Winter wird aber auch in Bezeichnungen verwendet, die über ein halbes Jahr dauern, wie z. B. Winterhalbjahr, Winterfahrplan, Wintersemester, Wintertarif, Winterschlaf (bei Tieren), Winterzeit o. a.

Jahresverlauf der Jahreszeiten

Quellenangaben

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm. 16 Bde. [in 32 Teilbänden]. S. Hirzel, Leipzig 1854–1960, Band 30, Sp. 418

Weblinks


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